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Silber schlägt Gold. Punkt.
Wer heute noch glaubt, Gold sei automatisch die bessere Wahl, argumentiert rückwärtsgewandt. Sicherheit ist nicht Rendite. Stabilität ist nicht Dynamik. In meinem aktuellen Interview wird die These klar formuliert: Silber hat das größere Nachholpotenzial. Warum? Weil es zwei Rollen spielt – monetäres Metall und Industriemetall. Gold ist primär Wertspeicher. Silber ist zusätzlich Rohstoff für Zukunftstechnologien. Photovoltaik. Elektromobilität. Digitalisierung. All das frisst Silber. Gold liegt in Tresoren. Silber verschwindet in Produktionsketten. Historisch betrachtet liegt das Gold-Silber-Ratio weit über seinem langfristigen Durchschnitt. Das heißt nicht, dass es morgen kolligiert. Aber es zeigt eine strukturelle Verzerrung. Und Märkte korrigieren Verzerrungen. Immer. Die Frage ist nur wann – und mit welcher Wucht. Ein Beispiel: 2008, nach der Finanzkrise, explodierte Silber in der Aufholbewegung deutlich stärker als Gold. Wer nur auf „Sicherheit“ gesetzt hatte, bekam Stabilität. Wer Antifragilität verstand, bekam Dynamik. Heißt das, Silber ist das bessere Investment? Nicht zwingend. Gold ist Versicherung. Silber ist optionaler Hebel auf monetäre Instabilität plus industrielle Nachfrage. Wenn Liquidität in den Markt drückt, profitieren beide. Aber das Beta liegt bei Silber höher. Mehr Volatilität. Mehr Chance. Mehr Risiko. Und jetzt wird es unbequem: Viele Goldbesitzer wollen eigentlich Rendite, reden sich aber Versicherung ein. Das ist ein Denkfehler. Versicherung kostet Geld. Sie bringt keine Performance. Die eigentliche Frage lautet also nicht: Silber oder Gold? Sondern: Suche ich Schutz – oder Opportunität in einem instabilen System? Wer beides vermischt, versteht keines von beiden wirklich.
Notice Day: Der stille Stresstest im Silbermarkt
Wer die COMEX nur als Chartmaschine betrachtet, versteht das Spiel nicht. Sie ist ein Terminmarkt. Und Terminmärkte leben von Vertrauen. Erst das Fundament Ein Silber-Future an der COMEX umfasst 5.000 Unzen. Long verpflichtet sich zur Abnahme. Short verpflichtet sich zur Lieferung. Bezahlt wird nicht der Metallwert, sondern eine Sicherheitsleistung. Bei einem Silberpreis von rund 75 Dollar entspricht ein Kontrakt etwa 375.000 Dollar Nominalwert. Die notwendige Margin liegt aktuell bei ungefähr: - Initial Margin: 18 Prozent des Nominalwertes ~67.500 USD bei einem Silberpreis von 75 USD Mit rund 67.500 Dollar kontrollierst du also Silber im Wert von 375.000 Dollar. Das ist kein Investment. Das ist Hebel. Und Hebel vergrößert alles. Gewinne. Verluste. Stress. Jetzt kommt der Notice Day Der First Notice Day ist der Moment, ab dem Shorts offiziell liefern können. Bis dahin ist alles flexibel. Ab da wird es verbindlich. Für den März-Kontrakt 2026 lag der First Notice Day am 27. Februar. Ab diesem Punkt entscheidet sich: Rollen die Longs weiter? Oder wollen sie Metall? Die Zahlen, die kaum jemand laut ausspricht Open Interest (Februar 2026): 131.496 Kontrakte Multipliziert mit 5.000 Unzen ergibt das rund: 657 Millionen Unzen Silber in offenen Futures Registered Bestände in den COMEX-Lägern: 87,17 Millionen Unzen Rechnerische Deckung: Rund 13 Prozent. Nein, das bedeutet keinen automatischen Kollaps. Ja, es bedeutet, dass der Markt strukturell darauf angewiesen ist, dass nicht alle Lieferung wollen. Ein Terminmarkt funktioniert, weil fast alle vor Notice rausgehen. Und genau hier wird es spannend Das Lieferverhalten der letzten 12 Monate war nicht normal. 2024 wurden rund 206 Millionen Unzen physisch ausgeliefert. 2025 waren es rund 474 Millionen Unzen. Mehr als eine Verdopplung. Einzelne Monate lagen bei über 70 Millionen Unzen physischer Abnahme. Sogar klassische Nebenmonate zeigten ungewöhnlich hohe Deliveries. Das ist keine Randnotiz.
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Notice Day: Der stille Stresstest im Silbermarkt
Pan American Silver. Silber produziert. Der Markt spekuliert.
Pan American Silver Corp. hat 2025 Zahlen geliefert, die man nicht wegdiskutieren kann. Und genau deshalb habe ich das Unternehmen in meinem Buch „Vom Silberboom profitieren“ ausführlich analysiert. Nicht als Spekulation. Sondern als strukturellen Profiteur eines möglichen Silberzyklus. Q4 2025 - Umsatz: ~1,2 Mrd. USD - Nettogewinn: ~452 Mio. USD - Adjusted EPS: ~1,11 USD - Operativer Cashflow: 554 Mio. USD (Rekord) - Silberproduktion: ~7,3 Mio. Unzen - Dividende +29 % auf 0,18 USD Gesamtjahr 2025 - Umsatz: ~3,6 Mrd. USD - Nettogewinn: ~980 Mio. USD - Silberproduktion: ~22,8 Mio. Unzen - Liquide Mittel: ~1,3 Mrd. USD - Verfügbare Liquidität: ~2,07 Mrd. USD Was hier auffällt? Produktion im Rahmen der Guidance. Rekord-Cashflow. Dividende erhöht. Solide Bilanz. Silber ist volatiler als Gold. Genau deshalb brauchst du Produzenten mit echter operativer Substanz. Pan American ist kein Meme-Trade. Es ist ein Cashflow-Hebel auf Silber. In meinem Buch zeige ich, warum genau solche Unternehmen strukturell profitieren können, wenn Silber in einen neuen Zyklus geht. Hier findest du es bei Thalia: https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1075604864 Silber wird emotional gehandelt. Erfolgreiche Investoren denken in Strukturen.
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Pan American Silver. Silber produziert. Der Markt spekuliert.
Agnico Eagle. Langweilig. Diszipliniert. Profitabel.
Robust schlägt brillant. Agnico Eagle Mines Limited hat 2025 gezeigt, wie ein Goldproduzent durch einen Zyklus navigiert, ohne sich selbst zu gefährden. Und ja, ich halte die Aktie selbst. Skin in the game. Kein Theorie-Depot. Die Zahlen, die zählen: 2025 Gesamtjahr: - Free Cashflow: ~4,4 Mrd. USD - Operativer Cashflow: ~6,8 Mrd. USD - Cashbestand: ~2,87 Mrd. USD - Langfristige Schulden: ~196 Mio. USD - Net-Cash-Position: ~2,7 Mrd. USD Lies das nochmal. In einer kapitalintensiven, zyklischen Branche sitzt ein Produzent netto auf Milliarden Cash. Das ist kein Glück. Das ist Struktur. Dividende: - Quartalsdividende um 12,5 % erhöht - Rund 0,45 USD je Aktie - Insgesamt ~1,4 Mrd. USD an Aktionäre zurückgeführt (Dividenden + Rückkäufe) Kein Feuerwerk. Keine aggressive Ausschüttungspolitik. Sondern nachhaltige Kapitalallokation. Warum das entscheidend ist? Gold schwankt. Minen schwanken stärker. Bilanzqualität schwankt am wenigsten. Viele Produzenten sehen nur bei 2.200 USD Gold gut aus. Agnico generiert selbst bei konservativen Annahmen massiven freien Cashflow. Das ist Antifragilität in Reinform: - Fällt Gold, überlebt man problemlos. - Steigt Gold, explodiert der freie Cashflow. - In beiden Szenarien bleibt Handlungsspielraum. Ich investiere nicht in Goldminen wegen Euphorie. Ich investiere in Strukturen, die Stress aushalten. Und Agnico ist keine Wette auf den nächsten Gold-Hype. Es ist eine Positionierung auf finanzielle Souveränität im Chaos. Das ist kein Glamour. Das ist Kontrolle.
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Agnico Eagle. Langweilig. Diszipliniert. Profitabel.
Newmont Mining. Starke Zahlen. Schwacher Kurs.
Menschen lieben Stories, nicht Bilanzen. Und wenn die Story nicht „Wachstum! Wachstum! Wachstum!“ schreit, wird selbst ein Rekordjahr abgestraft. Q4 2025 (nachbörslich gemeldet am 19.02.2026): - Umsatz: 6,818 Mrd. USD  - Nettogewinn: 1,301 Mrd. USD (1,19 USD/Aktie)  - Adjusted Net Income: 2,8 Mrd. USD (2,52 USD/Aktie)  - Free Cash Flow: 2,813 Mrd. USD (Q4-Rekord)  - Produktion: 1,453 Mio. Unzen  - AISC (Gesamtkosten pro Unze Gold): 1.620 USD/oz  Gesamtjahr 2025: - Umsatz: 22,669 Mrd. USD  - Nettogewinn: 7,085 Mrd. USD (≈ 6,39 USD/Aktie, diluted)  - Adjusted Net Income: 7,6 Mrd. USD (≈ 6,89 USD/Aktie)  - Adjusted EBITDA: 13,5 Mrd. USD  - Free Cash Flow: 7,299 Mrd. USD (Allzeit-Rekord)  - Cash: 7,6 Mrd. USD, Liquidität: 11,6 Mrd. USD, Net Cash: 2,1 Mrd. USD  Und jetzt die Stelle, an der der Markt wieder seine Lieblingsrolle spielt: beleidigtes Kind. 2026-Guidance: - Produktion: ~5,3 Mio. Unzen - Gold by-product AISC: ~1.680 USD/oz  - Dividende: 0,26 USD je Aktie (Q4-Dividende, payable 26.03.2026)  Kein Produktionswachstum. Dividende minimal höher. Also verkaufen „die Klugen“ nach starken Zahlen. Das ist nicht Analyse, das ist Gruppentherapie mit Kurschart. Meine Einschätzung: - Newmont ist nicht „spannend“. Newmont ist robust. - Der Kurs reagiert auf Erwartungen, nicht auf Fakten. Fakten holen Erwartungen später ein. - Die eigentliche Wette heißt nicht „schafft Newmont Q1?“, sondern: Was macht das Management mit 7,6 Milliarden Cash und einem net-cash-Balance-Sheet (Liquide Mittel – verzinsliche Schulden; Net Cash bedeutet finanzielle Souveränität.)?  Wenn dieses Kapital klug allokiert wird, wird Volatilität zur Renditequelle. Wenn nicht, ist Newmont nur ein sehr teurer Tresor mit Schaufeln. Die offene Frage, die zählt: Wer kontrolliert bei Newmont eigentlich wen: das Kapital das Management oder das Management das Kapital?
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Newmont Mining. Starke Zahlen. Schwacher Kurs.
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