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Prognosen sind kein Wissen. Sie sind Beruhigung.
Immer wieder tauchen Preisziele auf. Sauber formuliert, mit Durchschnitt, Hoch und Tief. Sie wirken seriös. In Wahrheit sind sie ein Denkfehler. Nicht, weil Edelmetalle unwichtig wären. Sondern weil Prognosen eine Welt voraussetzen, die es nicht mehr gibt. Prognosen funktionieren nur in stabilen Systemen. Mit verlässlichen Regeln, konstanten Beziehungen und überschaubaren Risiken. Genau diese Voraussetzungen zerfallen gerade. Geopolitik fragmentiert. Wirtschaftsbeziehungen brechen. Vertrauen wird nicht repariert, sondern ersetzt. Was wir bei Gold beobachten, ist kein spekulativer Hype. Es ist eine stille, stetige Verschiebung von Vertrauen. Informierte Akteure sichern sich ab, nicht gegen Volatilität, sondern gegen Systemversagen. Gold wird dabei nicht gekauft, weil man an einen Preis glaubt, sondern weil man an Papier glaubt – oder eben nicht mehr. Zentralbanken handeln nicht prognosebasiert. Sie reagieren auf strukturelle Risiken. Überschuldung, politische Eingriffe, monetäre Repression. Wenn Sicherheit Priorität hat, wird der Preis zweitrangig. Niemand fragt nach dem Durchschnitt, wenn das Fundament bröckelt. Dasselbe Muster bei Silber. Die Neubewertung kommt nicht aus der Charttechnik, sondern aus der physischen Realität. Industrie verbraucht mehr, als gefördert wird. Technologie bindet Material langfristig. Staaten definieren strategische Rohstoffe neu. Das sind keine Variablen für Prognosemodelle, sondern harte Asymmetrien. Prognosen suggerieren Kontrolle. Sie liefern Zahlen, wo eigentlich Demut angebracht wäre. Sie lenken den Blick auf das Wann und Wie viel, statt auf das Warum und Was passiert, wenn es anders kommt. In einer chaotischen Welt ist die entscheidende Fähigkeit nicht Vorhersage, sondern Widerstandsfähigkeit. Nicht Recht haben, sondern überleben.
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Prognosen sind kein Wissen. Sie sind Beruhigung.
700 Millionen. 64 Millionen. 1,1 Milliarden.
𝐖𝐚𝐫𝐮𝐦 𝐡𝐢𝐞𝐫 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭 ü𝐛𝐞𝐫 𝐄𝐢𝐧𝐳𝐞𝐥𝐟ä𝐥𝐥𝐞 𝐠𝐞𝐬𝐩𝐫𝐨𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐰𝐞𝐫𝐝𝐞𝐧 𝐬𝐨𝐥𝐥𝐭𝐞. 700 Millionen Euro Abschreibung bei der Bayerische Versorgungskammer. 64 Millionen Euro Verlust beim Versorgungswerk der Ärztekammer Schleswig-Holstein – ausgelöst durch gescheiterte Immobilienprojekte. Und nun ein weiteres Beispiel, das die Dimension klar macht: Beim zahnärztlichen Versorgungswerk Berlin-Brandenburg steht ein Verlust von rund 1,1 Milliarden Euro im Raum – fast die Hälfte des dortigen Anlagevermögens! 𝐒𝐜𝐡𝐧𝐞𝐥𝐥 𝐟𝐨𝐥𝐠𝐭 𝐝𝐢𝐞 𝐄𝐢𝐧𝐨𝐫𝐝𝐧𝐮𝐧𝐠: „Relativ gesehen doch nur Prozente.“ Oder: „Einmalige Sondereffekte.“ Mathematisch mag das im Einzelfall stimmen. Strukturell greift es zu kurz. Denn das eigentliche Risiko liegt nicht in einem einzelnen Jahr, sondern in der Wiederholung ähnlicher Muster. Unterschiedliche Träger. Unterschiedliche Regionen. Unterschiedliche Größenordnungen. Aber die gleiche Mechanik. 𝐕𝐢𝐞𝐥𝐞 ö𝐟𝐟𝐞𝐧𝐭𝐥𝐢𝐜𝐡-𝐫𝐞𝐜𝐡𝐭𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞 𝐮𝐧𝐝 𝐛𝐞𝐫𝐮𝐟𝐬𝐬𝐭ä𝐧𝐝𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐕𝐞𝐫𝐬𝐨𝐫𝐠𝐮𝐧𝐠𝐬𝐬𝐲𝐬𝐭𝐞𝐦𝐞 𝐬𝐭𝐞𝐡𝐞𝐧 𝐮𝐧𝐭𝐞𝐫 𝐯𝐞𝐫𝐠𝐥𝐞𝐢𝐜𝐡𝐛𝐚𝐫𝐞𝐦 𝐃𝐫𝐮𝐜𝐤: – langfristige Leistungsversprechen – dauerhaft begrenzte Renditen klassischer Anlagen – wachsender Zwang, in illiquide Immobilien- und Spezialfonds auszuweichen Wenn diese Investments nicht aufgehen, gibt es keinen schnellen Exit. Und für die Mitglieder keine Wahlfreiheit. Die Versicherten: – tragen das Risiko – können den Anbieter nicht wechseln – haben keinen Einfluss auf die Anlagestrategie 𝐕𝐞𝐫𝐚𝐧𝐭𝐰𝐨𝐫𝐭𝐮𝐧𝐠 𝐮𝐧𝐝 𝐇𝐚𝐟𝐭𝐮𝐧𝐠 𝐬𝐢𝐧𝐝 𝐚𝐬𝐲𝐦𝐦𝐞𝐭𝐫𝐢𝐬𝐜𝐡 𝐯𝐞𝐫𝐭𝐞𝐢𝐥𝐭: Entscheidungen werden zentral getroffen, Verluste kollektiv getragen. Das ist kein Skandal. Aber es ist systemisch relevant. Denn wiederkehrende Abschreibungen wirken kumulativ. Der Zinseszinseffekt arbeitet dann nicht mehr für, sondern gegen das System. 𝐃𝐢𝐞 𝐅𝐨𝐥𝐠𝐞𝐧 𝐳𝐞𝐢𝐠𝐞𝐧 𝐬𝐢𝐜𝐡 𝐳𝐞𝐢𝐭𝐯𝐞𝐫𝐳ö𝐠𝐞𝐫𝐭: höhere Beiträge, geringere Leistungen, späterer Renteneintritt. Nicht heute. Aber schleichend. Deshalb ist die entscheidende Frage nicht, wie hoch der Verlust in einem Jahr war, sondern wie belastbar, transparent und steuerbar diese Systeme über Jahrzehnte hinweg sind. Ein Jahr ist selten das Problem.
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700 Millionen. 64 Millionen. 1,1 Milliarden.
Dieses System stirbt nicht irgendwann. Es stirbt jetzt.
Die deutsche Sozialversicherung ist kein soziales Meisterwerk. Sie ist ein historischer Kompromiss. Geboren aus einer Zeit, in der Arbeit knapp war, Menschen zahlreich und Maschinen dumm. Dieses Setting existiert nicht mehr. Trotzdem tun wir so, als ließe sich die Zukunft mit Rechenmodellen aus den 1960ern verwalten. Das Problem ist nicht Demografie. Das Problem ist Architektur. Unser Sozialstaat basiert fast vollständig auf einem einzigen Träger: menschlicher Lohnarbeit. Wer arbeitet, zahlt. Wer nicht arbeitet, kostet. Diese Logik war funktional, solange Wertschöpfung an menschliche Arbeitskraft gebunden war. Genau diese Kopplung löst sich gerade auf. Schnell. Irreversibel. KI schreibt Texte, analysiert Daten, ersetzt ganze Abteilungen. Robotik produziert rund um die Uhr, ohne Krankheit, ohne Rente, ohne Pflegefall. Automatisierung skaliert Wertschöpfung, ohne Menschen zu benötigen. Das Ergebnis ist paradox und politisch brisant: Noch nie wurde so viel Wert erzeugt. Noch nie war das Sozialsystem so schlecht finanziert. Nicht, weil es an Geld fehlt. Sondern weil es am falschen Ort gesucht wird. Die große Fehlannahme Der Sozialstaat behandelt Arbeit wie eine unerschöpfliche Ressource. Das ist sie nicht. Arbeit wird effizienter, seltener, austauschbarer. Wertschöpfung dagegen verlagert sich in Kapital, Software, Netzwerke und Skaleneffekte. Roboter zahlen keine Beiträge. Algorithmen haben keine Sozialversicherungsnummer. KI kennt keinen Tarifvertrag. Trotzdem tragen genau sie den Produktivitätszuwachs, von dem der Staat lebt. Das ist kein ethisches Problem, sondern ein mathematisches. Man kann Gleichungen ignorieren. Man kann sie nicht austricksen. Warum das System fragil ist Ein fragiles System bricht unter Stress. Unser Sozialversicherungssystem liebt Stress geradezu. - Es hängt an einer schrumpfenden Erwerbsbasis. - Es wird politisch überversprochen und ökonomisch unterlegt. - Es reagiert auf Veränderungen mit höheren Abgaben statt strukturellen Anpassungen.
Dieses System stirbt nicht irgendwann. Es stirbt jetzt.
Typische Denkfehler beim Kauf von Gold und Silber
Wer Gold und Silber kauft, tut das meist aus einem guten Grund: dem Wunsch nach Sicherheit. Dennoch machen viele Anleger immer wieder dieselben Fehler – nicht aus Unwissen, sondern weil Edelmetalle mit falschen Maßstäben bewertet werden. Fast alle Fehlentscheidungen lassen sich auf einen zentralen Punkt zurückführen: Edelmetalle werden wie Investments behandelt, obwohl sie Versicherungen sind. Der erste und häufigste Fehler ist die Renditeerwartung. Viele Anleger sind enttäuscht, wenn Gold oder Silber über Monate oder Jahre seitwärts laufen. Sie vergleichen Edelmetalle mit Aktien und erwarten Kursgewinne. Bleiben diese aus, wird die Position infrage gestellt oder zum falschen Zeitpunkt verkauft. Dabei erfüllen Edelmetalle genau dann ihren Zweck, wenn sie ruhig bleiben – nämlich als stabilisierender Gegenpol. Eng damit verbunden ist der Versuch, den perfekten Einstiegszeitpunkt zu finden. Anleger warten auf Rücksetzer, analysieren Charts oder schieben Entscheidungen vor sich her, weil der Preis „zu hoch“ erscheint. Doch bei einer Versicherung ist Timing zweitrangig. Edelmetalle sollen nicht das Marktgeschehen schlagen, sondern strukturelle Risiken absichern. Ein weiterer klassischer Fehler ist der Verzicht auf physischen Besitz. Papiergold, Zertifikate oder ETFs werden aus Bequemlichkeit gewählt, obwohl sie genau das Risiko enthalten, das Edelmetalle eigentlich vermeiden sollen: Abhängigkeit von Emittenten, Banken und dem Finanzsystem. Wer Absicherung sucht, sollte Eigentum bevorzugen – nicht Ansprüche. Auch die Stückelung wird häufig unterschätzt. Große Barren mögen effizient erscheinen, sind im Ernstfall jedoch unflexibel. Zu kleine Stückelungen wiederum können Kosten verursachen. Eine ausgewogene Mischung ist entscheidend, wird aber oft nicht strategisch geplant, sondern zufällig gewählt. Hinzu kommt das Thema Lagerung. Entweder wird alles zu Hause aufbewahrt – mit entsprechenden Sicherheitsrisiken – oder alles ausgelagert, ohne kurzfristige Verfügbarkeit. Beides ist selten optimal. Edelmetalle entfalten ihren Nutzen am besten, wenn Sicherheit und Zugriff sinnvoll kombiniert werden.
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Typische Denkfehler beim Kauf von Gold und Silber
Pflicht oder Kür?
𝐃𝐢𝐞 𝐖𝐚𝐡𝐫𝐡𝐞𝐢𝐭 𝐳𝐮𝐫 𝐕𝐞𝐫𝐬𝐨𝐫𝐠𝐮𝐧𝐠𝐬𝐨𝐫𝐝𝐧𝐮𝐧𝐠 𝐢𝐧 𝐝𝐞𝐫 𝐛𝐀𝐕. Viele Arbeitgeber gehen davon aus, dass sie zwingend eine Versorgungsordnung brauchen, sobald sie betriebliche Altersversorgung anbieten. 👉 Das ist ein Mythos. Es gibt keine gesetzliche Pflicht, eine Versorgungsordnung einzuführen. Weder das BetrAVG noch andere Vorschriften verlangen sie ausdrücklich. 𝐀𝐛𝐞𝐫: Zwischen rechtlicher Möglichkeit und unternehmerischer Vernunft liegt – wie so oft – ein entscheidender Raum. Eine Versorgungsordnung ist kein Formalismus. Sie ist ein strategisches Steuerungsinstrument. Sie sorgt für: ✔️ klare Spielregeln statt Einzelfallentscheidungen ✔️ Gleichbehandlung und Nachvollziehbarkeit ✔️ geringere Haftungs- und Streitrisiken ✔️ saubere Prozesse gegenüber Mitarbeitern, Steuerberater und Prüfern 𝐎𝐝𝐞𝐫 𝐚𝐧𝐝𝐞𝐫𝐬 𝐠𝐞𝐬𝐚𝐠𝐭: 👉 Nicht die Pflicht macht sie relevant, sondern die Wirkung. 𝐏𝐫𝐚𝐱𝐢𝐬𝐛𝐞𝐢𝐬𝐩𝐢𝐞𝐥: Ein mittelständisches Unternehmen mit 18 Mitarbeitern führte bAV „historisch gewachsen“ ein – ohne Ordnung, ohne klare Regeln. 𝐄𝐫𝐠𝐞𝐛𝐧𝐢𝐬: Diskussionen bei Neueintritten, Unsicherheit bei Austritten, Haftungsfragen bei Entgeltumwandlung. Mit einer klaren Versorgungsordnung: Ruhe, Transparenz, Entscheidungsfreiheit – auf Unternehmensseite. Haben Sie Ihre bAV wirklich geregelt – oder funktioniert sie nur „irgendwie“? 𝐉𝐞𝐭𝐳𝐭 𝐚𝐮𝐬𝐭𝐚𝐮𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧! ▶️ Sie können mir eine Direktnachricht senden, wenn Sie wissen möchten, ob Ihre aktuelle bAV-Struktur strategisch sauber aufgestellt ist – oder unnötige Risiken enthält. #betrieblicheAltersvorsorge #Versorgungsordnung #UnternehmerVerantwortung #HaftungMinimieren #bAV
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Pflicht oder Kür?
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