Wenn wir das Wertvolle im Staub lassen
"Jeder verachtet heilige Dinge und hat keinen Wunsch oder Verlangen, sie aus dem Staub zu erheben, sondern wählt niedrige Dinge, was das Leiden der Shechina verursacht, indem man ihr keinen Platz im Herzen gibt, um ein Wohnort für das Licht des Schöpfers zu sein." (Aus Shamati 2) Was habe ich gelernt: Mein Desinteresse an spirituellen oder „heiligen“ Werten kein neutraler Zustand ist, sondern aktiv Leiden verursacht - und zwar bei der Shechina (der göttlichen Gegenwart). Die Shechina ist die Gesamtheit unserer Gefäße, die eigentlich dazu bestimmt sind, das Licht des Schöpfers in vollkommener Weise zu empfangen. Wenn ich mich jedoch für „niedrige Dinge“ entscheide - also für egoistische Impulse oder kurzfristige, belanglose Befriedigungen, dann entziehe ich dem Höheren Licht den Raum in meinem Herzen. Ich habe verstanden, dass dieser Zustand als „Shechina im Staub“ bezeichnet wird, weil wir das eigentlich Kostbare bis zum Boden erniedrigen, indem wir ihm keinen Wert beimessen. Die „Korrektur“ besteht darin, dieses Verlangen aus dem Staub zu erheben und mein Herz wieder zu einem Wohnort für das Licht zu machen, indem ich lerne, für andere zu geben, statt nur für mich selbst zu empfangen. Eine Frage, die ich mir selbst gestellt habe: 1) An welchen Stellen in meinem Alltag „verachte“ ich das Heilige, - also Momente der Freundesliebe, nur weil ich zu bequem bin, sie aus dem „Staub“ meiner gewohnten, niedrigen Interessen zu heben? Alles Liebe ❤️ Boris