Spirituelle Erkenntnis beginnt mit einer einfachen, aber ernĂŒchternden Aussage: Wir können nur ĂŒber das sprechen, was wir wirklich innerlich erfassen (zumindest in der Kabbala ist das so.. đ)
Alles, was jenseits unserer Wahrnehmung liegt, hat fĂŒr uns keinen Namen. Nicht, weil es nicht existiert â sondern weil es fĂŒr die Seele noch unerreichbar ist.
Darum unterscheidet die Kabbala drei Ebenen der Wirklichkeit:
Die erste ist Azmut â das Wesen des Schöpfers an sich. DarĂŒber kann nichts gesagt werden. Kein Gedanke, kein Wort, kein Bild reicht dorthin.
Die zweite Ebene heiĂt Ejn Sof. Das ist nicht Gott âan sichâ, sondern Gott in Beziehung zu den Geschöpfen: der einfache, unverĂ€nderliche Wille, Gutes zu schenken.
Und die dritte Ebene â das sind die Seelen. Also wir. Die Empfangenden.
Das Entscheidende ist: Das Licht selbst verĂ€ndert sich nie. Alle Unterschiede, alle Stufen, alle spirituellen Welten entstehen nicht im Licht, sondern im GefÀà â im Menschen, der empfĂ€ngt.
Wenn wir von NÀhe oder Ferne sprechen, von Aufstieg oder Abstieg, dann beschreiben wir keine Bewegung im Göttlichen, sondern VerÀnderungen in unserer inneren FÀhigkeit zu empfangen.
Spirituelle Erkenntnis bedeutet daher nicht, etwas Neues âda drauĂenâ zu entdecken, sondern die Beziehung zwischen Licht und GefÀà in sich selbst zu klĂ€ren.
Je mehr das GefÀà korrigiert ist, desto klarer wird das Licht erkannt â ohne dass das Licht sich je verĂ€ndert hĂ€tte.
Eli & Boris đ