DeepSeek: Der neue KI-Player aus China – Was kann das Modell und solltet ihr es nutzen?
Gerade macht DeepSeek von sich reden – ein KI-Modell aus China, das beeindruckende Leistungen zeigt und dabei deutlich günstiger ist als ChatGPT & Co. Höchste Zeit, dass wir uns das Ding mal genauer anschauen!
Was kann DeepSeek?
DeepSeek spielt in einer ähnlichen Liga wie GPT-4 oder Claude. Das Modell versteht komplexe Anfragen, kann programmieren, analysieren, kreativ texten – die üblichen Verdächtigen. Besonders interessant: Die Performance ist überraschend gut, teilweise auf Augenhöhe mit den westlichen Platzhirschen.
Die Highlights:
  • Starke Reasoning-Fähigkeiten (logisches Denken)
  • Gute Coding-Skills
  • Mehrsprachigkeit (auch Deutsch funktioniert)
  • Deutlich günstiger im API-Zugang als OpenAI oder Anthropic
Die großen Vorteile
Kosten: DeepSeek unterbietet die Konkurrenz teilweise um Faktor 10-20. Für Entwickler und Unternehmen, die viele API-Calls brauchen, ist das ein Hammer-Argument.
Open Source Varianten: Einige DeepSeek-Modelle sind open source verfügbar. Das bedeutet: Ihr könnt sie lokal laufen lassen, selbst fine-tunen, anpassen. Mehr Kontrolle geht nicht.
Innovation: Die Architektur ist clever gemacht und zeigt, dass nicht nur Silicon Valley KI-Innovation treibt.
Die kritischen Fragen: Framing und Datenschutz
Jetzt wird's spannend, denn hier kommen die beiden Elefanten im Raum:
Sind die Antworten "geframed"?
Klare Antwort: Ja, aber... Wie bei jedem KI-Modell gibt es Guardrails und Einschränkungen. DeepSeek hat – wenig überraschend – andere rote Linien als westliche Modelle. Themen wie Taiwan, Tiananmen oder Kritik an der chinesischen Regierung werden anders behandelt oder ausgeblendet.
Aber: ChatGPT, Claude und Gemini haben auch ihre Bias und Einschränkungen – nur eben andere. Die Frage ist nicht OB ein Modell Einschränkungen hat, sondern WELCHE.
Mein Take: Für politisch sensible Themen würde ich DeepSeek nicht nutzen. Für technische Fragen, Programmierung, Analysen? Kein Problem.
Gehen eure Daten nach China?
Das ist die 1-Million-Dollar-Frage. Kurze Antwort: Wahrscheinlich ja.
Wenn ihr DeepSeek über deren Cloud-Service nutzt, landen eure Eingaben auf chinesischen Servern. Welche Daten dort wie lange gespeichert werden und wer Zugriff hat? Schwer zu sagen. Die Datenschutzstandards sind definitiv andere als in der EU.
Was bedeutet das praktisch?
  • Keine sensiblen Geschäftsdaten eingeben
  • Keine personenbezogenen Daten nutzen
  • Vorsicht bei vertraulichen Informationen
Die Alternative: Open-Source-Varianten von DeepSeek lokal hosten. Dann bleiben alle Daten bei euch. Ist aber technisch anspruchsvoller.
Fazit: Solltet ihr DeepSeek nutzen?
Ja, wenn:
  • Ihr experimentieren wollt und die Grenzen kennt
  • Kosteneffizienz wichtig ist (z.B. für API-Projekte)
  • Ihr technische, nicht-sensible Themen bearbeitet
  • Ihr die Open-Source-Variante lokal hostet
Nein oder vorsichtig, wenn:
  • Sensible Geschäfts- oder Kundendaten im Spiel sind
  • DSGVO-Compliance kritisch ist
  • Ihr zu politischen oder gesellschaftlichen Themen recherchiert
Die Existenz von DeepSeek ist grundsätzlich positiv: Mehr Wettbewerb, niedrigere Preise, andere Ansätze. Aber wie bei jedem Tool gilt: Augen auf bei der Toolwahl! Überlegt euch, welche Daten ihr eingebt und was ihr mit den Antworten macht.
Was sind eure Erfahrungen mit DeepSeek? Habt ihr's schon getestet?
P.S.: Wenn ihr mehr über den bewussten Umgang mit verschiedenen KI-Modellen lernen wollt – genau dafür ist unsere Community da! 🚀
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Jörg Schieb
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