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Ein Foto, ein Wort mit Schrägstrich – und ChatGPT baut dir eine neue Version
Gerade geht ein Trick um, den ihr unbedingt ausprobieren solltet: Ihr ladet ein Foto in ChatGPT hoch, tippt ein einziges Wort mit Schrägstrich davor – zum Beispiel /droneview – und bekommt das Bild aus der Vogelperspektive zurück. Kein langer Prompt, keine Erklärung. Ein Wort reicht. Was steckt dahinter? Keine geheime Funktion. OpenAI hat diese Befehle nie eingebaut. ChatGPT versteht sie trotzdem, weil das Sprachmodell aus dem Kürzel schließt, was du willst. /droneview heißt für die KI eben: „Zeig mir die Szene von oben, wie aus einer Drohne fotografiert." Das ist kein Denken, das ist Statistik. Aber sie funktioniert erstaunlich gut. Der Trick klappt übrigens genauso in Gemini. Und wenn ein Ergebnis mal nicht passt, hängst du einfach einen Halbsatz an: /droneview, aber bitte bei Sonnenuntergang. Die zwölf besten Befehle 1. /droneview Deine Szene aus der Luft. Aus dem Strandfoto wird eine Aufnahme, als wäre eine Drohne über euch geflogen. ChatGPT erfindet dabei die Umgebung dazu – das Ergebnis ist also eine plausible Vermutung, kein echtes Luftbild. 2. /proshot Macht aus dem Handyfoto ein Bild, das aussieht wie von einem Profifotografen: bessere Ausleuchtung, Tiefenschärfe, sauberer Bildaufbau. Der Klassiker für Profilbilder. 3. /hdreal Schärft, entrauscht, holt Details raus. Gut für alte oder verwackelte Aufnahmen. Aber Vorsicht: Die KI rechnet Details hinzu, die im Original nicht drin waren. 4. /newbg Neuer Hintergrund. Die Person bleibt, die Kulisse wird ausgetauscht. Mit Zusatz wird es konkret: /newbg Büro, /newbg Berge, /newbg neutral weiß. 5. /fog Legt Nebel über die Szene. Klingt nach Spielerei, wirkt aber richtig stimmungsvoll – besonders bei Landschaften und Städten am Morgen. 6. /goldenhour Taucht das Foto in warmes Abendlicht mit langen Schatten. Damit wird aus einem Mittagsfoto mit hartem Licht eine Aufnahme, die aussieht wie eine Stunde vor Sonnenuntergang. 7. /closeup Zoomt eng auf das Wichtigste im Bild – ein Gesicht, ein Objekt, ein Detail. Praktisch, wenn das Motiv im Original zu klein geraten ist.
Ein Foto, ein Wort mit Schrägstrich – und ChatGPT baut dir eine neue Version
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@Frank Gassan Vor allem /droneview mit /newbg :) Am Strand siieht 1a aus
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@Frank Gassan Was macht /visage denn? ;-)
MCP für Elevenlabs und transistor: Claude kann jetzt sprechen
ElevenLabs und Transistor.fm haben beide einen MCP-Zugang für Claude gestartet. Klingt technisch, ist aber eine der praktischsten Neuerungen seit langem. MCP kannst du dir wie eine Steckdose vorstellen. Bisher war Claude ein kluger Kopf ohne Hände: Text schreiben ja, aber alles Weitere musstest du selbst erledigen – kopieren, in ElevenLabs einfügen, MP3 herunterladen, bei Transistor hochladen, Titel eintippen. Fünf Werkzeuge, zwanzig Handgriffe. Mit MCP redet Claude direkt mit den Diensten. Du sagst: „Mach aus diesem Text eine Podcastfolge, sprich sie mit meiner Stimme, lade sie als Entwurf hoch." Und dann passiert genau das. Was du dafür brauchst: → einen Account bei ElevenLabs bzw. Transistor → die Verbindung einmal in Claude einrichten → danach reicht ein Satz Ehrlich bleiben will ich trotzdem: Die Idee, den Aufbau, die Auswahl – das machst weiter du. MCP nimmt dir nicht die Arbeit ab, sondern die Klickerei dazwischen. Genau das ist aber der Teil, der einen vom Machen abhält. Ich baue das gerade in meinen eigenen Workflow ein und zeige es euch, sobald es rund läuft. Wer von euch produziert Audio oder Podcast? Sagt mal in den Kommentaren, woran es bei euch bisher hakt – dann nehme ich das mit rein.
MCP für Elevenlabs und transistor: Claude kann jetzt sprechen
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@Thomas Lienenbröker Das kommt wirklich auf das Volumen an. Du merkst ja, ob und wie schnell und wie oft du an die Decke stößt... Seitdem ich zu Max gewechselt bin, habe ich praktisch nie Probleme mit dem Volumen, obwohl ich rund um die Uhr mit Claude arbeite – auch mit Claude Code. Der Value ist Wahnsinn... Wenn man Claude erst mal als Assistenten begreift und nicht als Frage-Beantworter, fällt die Entscheidung leicht (im professionellen Kontext).
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@Christian Rill Ja, ich weiss, dass man Elevenlabs auch vorher schon aus Claude und Co. ansprechen konnte. Ich habe für die KI-Agenten Masterclass, in der ich Head Coach bin, auch entsprechende Skills erstellt, die wunderbar funktionieren. Nur sind MCPs natürlich schneller, effektiver und einfacher. :) Klon-Stimmen sind ja "nur" v2-Stimmen bei Elevenlabs, leider - noch. Die v3 Stimmen machen keine Fehler mehr, also extrem selten. Und ja: Man kann alles, was Probleme verursachen könnte wie Eigennamen oder auch Zahlen so formulieren lassen, dass es keine Probleme gibt (oder selten). Das ist der Workaround, den ich auch nutze (etwa bei den automatisch generierten KI News).
Ein KI-Anbieter sagt Nein – und bekommt recht
Stell dir vor, du lieferst deinem größten Kunden nicht ganz das, was er verlangt. Und der sperrt dich daraufhin vom gesamten Markt aus. Genau das ist Anthropic passiert, der Firma hinter Claude. Jetzt steht fest: Die Aktion war rechtswidrig. Was passiert ist Im Februar wollte das US-Verteidigungsministerium Claude für „alle rechtmäßigen Zwecke" einsetzen. Anthropic zog zwei Linien: keine Massenüberwachung von US-Bürgern, keine vollautonomen tödlichen Waffen. Daran platzte ein Vertrag über rund 200 Millionen Dollar. Die Retourkutsche kam prompt. Verteidigungsminister Pete Hegseth stufte Anthropic als „Lieferkettenrisiko" ein – ein Paragraf, der eigentlich vor Sabotage durch ausländische Zulieferer schützen soll und hier zum ersten Mal öffentlich gegen ein US-Unternehmen zum Einsatz kam. Präsident Trump wies Bundesbehörden an, Claude nicht mehr zu nutzen. Für Anthropic standen Milliarden auf dem Spiel. Am 28. August hat Bundesrichterin Rita Lin in San Francisco das auf 59 Seiten kassiert: grundlos und rechtswidrig. Ihr Kernsatz: „Der leere Verweis auf die nationale Sicherheit ist kein Freibrief, um Kritiker der Regierung zu bestrafen und sich an ihnen zu rächen." Ein Detail aus dem Urteil sagt viel: Das Pentagon arbeitete weiter mit Anthropic, während es die Firma offiziell als Sicherheitsrisiko führte. Fast 150 ehemalige Richterinnen und Richter hatten Anthropic im Verfahren den Rücken gestärkt. Die Regierung will in Berufung gehen – das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Was das für dich heißt Ein US-Rechtsstreit über Militärverträge klingt weit weg von deinem Alltag mit KI. Ist er nicht. Drei Dinge nimmst du mit: Nutzungsbedingungen sind keine Deko. Jeder Anbieter schreibt in seine Regeln, wofür seine KI nicht benutzt werden darf. Bei den meisten steht das da, weil es gut aussieht. Hier hat eine Firma diese Regeln gegen ihren mächtigsten Kunden durchgezogen und dafür ein Vermögen riskiert. Das ist der Unterschied zwischen Marketing und Haltung – und du kannst ihn ab jetzt nachprüfen, statt ihn zu glauben.
Ein KI-Anbieter sagt Nein – und bekommt recht
Eine KI hat das Medikament entworfen – im Patent steht sie nicht
Kurze Geschichte, die zeigt, wo unser Rechtssystem gerade an der KI vorbeiläuft. Das Biotech-Unternehmen Insilico Medicine hat mit generativen KI-Modellen einen Wirkstoff gegen idiopathische Lungenfibrose entwickelt: Rentosertib, ein sogenannter TNIK-Inhibitor. Die KI hat nicht nur beim Sortieren geholfen – sie hat das Zielprotein vorgeschlagen und die Moleküle entworfen. Und das ziemlich schnell: Vom Ziel bis zum fertigen Wirkstoffkandidaten vergingen 12 bis 18 Monate. Klassisch dauert dieser Schritt zweieinhalb bis vier Jahre. Und es funktioniert offenbar. In der Phase-IIa-Studie mit 71 Patientinnen und Patienten legte die Lungenfunktion nach zwölf Wochen bei der höchsten Dosis um 98,4 Milliliter zu – während sie in der Placebo-Gruppe um 20,3 Milliliter absackte. Veröffentlicht in „Nature Medicine". Phase III läuft. Der Haken steckt im Patentantrag Insilico beschreibt die eigene KI-Plattform öffentlich als diejenige, die das Molekül „entdeckt" hat. Im Patent stehen als Erfinder: fünf Menschen. Von der KI kein Wort. Das ist kein Betrug, sondern schlicht die Rechtslage. In den USA können nur natürliche Personen Erfinder sein – seit dem Urteil Thaler v. Vidal ist das gerichtsfest. Das US-Patentamt hat seine Regeln dazu Ende 2025 sogar noch einmal nachgeschärft: KI-Systeme gelten ausdrücklich als Werkzeug, rechtlich auf einer Stufe mit einem Laborgerät oder einer Datenbank. Ein Mikroskop wird ja auch nicht als Miterfinder eingetragen. Warum das trotzdem knirscht Die Werkzeug-Logik trägt, solange der Mensch die zündende Idee hat und die Maschine nur ausführt. Bei Insilico verschiebt sich das Verhältnis. Der Journalist Antonio Regalado bringt es auf den Punkt: KI-Modelle erzeugen atomare Strukturen für Medikamente inzwischen fast so beiläufig, wie ChatGPT eine Dankeskarte schreibt. Wenn der menschliche Beitrag irgendwann nur noch aus Prompt, Auswahl und Unterschrift besteht – wer ist dann Erfinder? Aktuell: derjenige, der die Formulare unterschreibt. Das ist keine juristische Spitzfindigkeit. Patente sollen Erfindungen belohnen und dadurch neue anstoßen. Wenn unklar wird, wem eine Erfindung gehört, wird auch unklar, wer die Milliarden für Studien vorstreckt.
Eine KI hat das Medikament entworfen – im Patent steht sie nicht
ChatGPT zeigt jetzt Werbung – so wirst du sie wieder los, ohne zu zahlen
Seit Montag ist es auch bei uns so weit: Wer ChatGPT gratis nutzt oder den günstigen Go-Tarif hat, sieht Werbung. Direkt unter der Antwort, gekennzeichnet als „Sponsored". Plus, Pro, Business und Enterprise bleiben werbefrei – wer zahlt, bleibt verschont. Was die wenigsten wissen: Du kannst die Anzeigen auch ohne Abo loswerden. Kostenlos. OpenAI versteckt die Option in den Einstellungen. So schaltest du die Werbung ab: 1. In ChatGPT die Einstellungen öffnen 2. Auf „Werbeeinstellungen" tippen 3. „Nachrichtenlimits verringern" auswählen Der Haken steckt schon im Namen des Schalters. Werbefrei bekommst du nur gegen eine abgespeckte Version: - deutlich weniger Nachrichten pro Tag, du läufst also schneller ins Limit - keine Bildgenerierung - kein Deep Research Heißt im Klartext: Du zahlst weiterhin nicht mit Geld, sondern mit Funktionen. Oder mit deiner Aufmerksamkeit. Eine dritte Option gibt es nicht. Meine Einschätzung: Der Schritt war absehbar, trotzdem ist er ein Einschnitt. Bisher hast du ChatGPT eine Frage gestellt und eine Antwort bekommen. Ab jetzt sitzt darunter jemand, der etwas verkaufen will. Noch ist die Werbung sauber getrennt und als Anzeige markiert – die spannende Frage ist, wie lange diese Trennlinie hält. Wenn Werbung eines Tages in die Antwort selbst rutscht, wird es unangenehm, weil du es nicht mehr siehst. Eine gute Nachricht gibt es: Personalisierte Anzeigen sind in Europa und der Schweiz vorerst nicht dabei. Die Werbung richtet sich hier nach dem Thema deiner Frage, nicht nach deinem Profil. Dafür sorgt die europäische Regulierung – ausnahmsweise mal spürbar zu unseren Gunsten. Wer ChatGPT vor allem für Texte, Ideen und Erklärungen nutzt, fährt mit der werbefreien Sparvariante gut. Wer Bilder erzeugt oder recherchiert, wird sie nach zwei Tagen wieder abschalten. Wie hältst du es? Werbung akzeptieren und vollen Funktionsumfang behalten – oder lieber werbefrei mit angezogener Handbremse? Schreib es in die Kommentare.
ChatGPT zeigt jetzt Werbung – so wirst du sie wieder los, ohne zu zahlen
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Jörg Schieb
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Experte für KI und Digitalisierung, Video-Profi | Autor, Speaker, Fernsehen, Radio

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Joined Nov 11, 2025
Düsseldorf
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