Die Märkte glauben noch an Nominalwerte. Das ist wie ein Betrug, der jahrzehntelang geduldet wird. Man misst Wohlstand in Papier. Dann wundert man sich, wenn der Wert schwindet. In Wahrheit misst Gold, Silber oder Platin nicht die Zukunft. Sie messen die Entwertung der Maßeinheit selbst.
Was 2025 passiert ist, bestätigt diese Sicht in krasser Weise.
Gold: Der wahre Referenzpunkt
Gold hat 2025 einen historischen Lauf hingelegt. Preise erreichten über 4.400 USD pro Unze, nach einem Plus von über 60 % im Jahr. In der Spitze stand die Feinunze nahe historischen Rekorden und Anleger spekulieren bereits über 5.000 USD oder mehr 2026. Das ist keine Laune des Marktes. Das ist ein realer Wertmesser, kein digitales Fiktionstoken.
Das entscheidende Narrativ ist hier nicht „Safe Haven“, sondern Relative Wahrnehmung: Alle anderen Papierwerte erscheinen im Vergleich schlechter, weil Fiat Geld instituiçãoell schwächer wird.
Silber: Übersehen, dann explodiert
Silber war lange das ungeliebte Kind der Edelmetallwelt. 2025 war sein Jahr. Spotpreise pendeln im Bereich von etwa 75 – 80 USD pro Unze und haben sich gegenüber Vorperioden mehr als verdoppelt.
Was niemand mehr ignorieren kann:
Silber ist kein reiner Gold-Schleppenträger mehr. Es ist monetär und industriell zugleich – strukturell unterversorgt because primär nur ~30 % aus Silberminen kommt, der Rest als Nebenprodukt entsteht.
Wenn Nachfrage strukturell steigt (Solar, Elektronik, Datenzentren) und Angebot nicht folgen kann, wird aus „metallischer Wette“ eine Preis-Realität.
Platin: Die unterschätzte Knappheit
Platin hat 2025 ebenfalls starke Zuwächse verzeichnet – oft über 100 % gegenüber dem Vorjahr, auch wenn kurzfristige Gewinnmitnahmen die Kurse hier und da drücken.
Wenn du Platin verstehst, verstehst du Knappheit. Dieselgate, sinkender Auto-Platinbedarf, Energiewende-Mythen – all das blendet. Aber echte Knappheit entsteht, wenn Angebot strukturell geschrumpft ist und alternative Nachfrage (z.B. Wasserstofftechnologien) auftaucht.
Platin ist keine Nebenwette. Es ist ein Rotationspunkt zwischen Industrie und monetärer Sicherung.
Minenaktien: Operativer Hebel oder Casino?
2025 brachte eine weitere, häufig übersehene Wahrheit: Mining-Unternehmen wurden massiv re-rated. Die 50 größten Bergbauaktien kamen auf über 2 Billionen USD Marktkapitalisierung nach einer Phase extremer Preisrallys bei Edelmetallen.
Das ist kein Zufall.
Es ist die Multiplikation realer Werte durch operative Hebelwirkung:
- Barrick Mining entwickelt sich von reinen Goldminen zu diversifizierten Kupfer- und Goldproduzenten.
- Newmont liefert Rekord-Cashflow und realisiert strategische Integrationseffekte.
Minenaktien sind kein „FSR-ETC mit Dividende“. Sie sind Hebel auf echte Knappheit + operative Skaleneffekte. Wenn Edelmetallpreise steigen, multipliziert sich dieser Effekt oft überproportional.
Was das alles tatsächlich bedeutet
Die Preisrallys bei Gold, Silber und Platin sind kein Zufall. Sie sind ein Symptom.
Nicht mehr, nicht weniger.
Fiatwährungen verlieren ihre Messlatte.
Papierwerte steigen nominal, weil Zentralbanken sie emittieren. Aber reale Werterhaltung zeigt sich nur relativ. Gold definiert weiterhin den Nullpunkt. Silber zeigt industrielle Dynamik. Platin bündelt Knappheit und Technologie. Minenaktien sind der operative Ausdruck dieser Kräfte.
Menschen, die an nominale Zuwächse glauben, erleben einen Mirage-Effekt. Die wirklichen Werte sind dort, wo Knappheit, Nachfrage und Produktion sich treffen.
Essenz
Gold ist nicht ein Investment.
Gold ist ein Bewertungssystem.
Silber ist kein Nebenprodukt.
Silber ist ein zweites Messinstrument, das Monetäres und Industrielles vereint.
Platin ist keine Mode.
Platin ist Grid-Knappheit, die in Preis umschlägt.
Minenaktien sind kein Casino.
Sie sind Antifragilität in Aktion, wenn Preisvolatilität operativ in Wert übersetzt wird.
Alles andere ist Wunschdenken.
Alles andere ist Fiat-Messfehler.