Tokenisierung von Sachwerten einfach erklärt
Mich erreichen derzeit viele Anfragen zum Thema Tokenisierung von Sachwerten. Hier eine kurze Erläuterung:
Tokenisierung bedeutet im Kern nichts anderes, als reale Vermögenswerte digital in kleine Anteile aufzuteilen.
Ein physischer Sachwert, zum Beispiel:
  • eine Immobilie
  • ein Kunstwerk
  • Rohstoffe
  • Infrastrukturprojekte
wird digital abgebildet und anschließend in viele kleine digitale Einheiten – sogenannte Tokens – aufgeteilt.
Ein einfaches Beispiel:
Stellen wir uns ein Einfamilienhaus im Wert von 500.000 Euro vor.
Bei einer Tokenisierung könnte dieses Haus beispielsweise in 5.000 digitale Tokens aufgeteilt werden.
Jeder Token würde 0,02 % Eigentum am Haus repräsentieren.
Ein Investor könnte also:
  • 10 Tokens kaufen
  • 100 Tokens kaufen
  • oder 1.000 Tokens
und wäre entsprechend anteilig am Haus beteiligt. Die Mieteinnahmen oder eine spätere Wertsteigerung würden dann anteilig auf die Tokenbesitzer verteilt.
Der Vorteil: Investoren können sich bereits mit kleineren Beträgen beteiligen, statt ein ganzes Objekt kaufen zu müssen.
Welche Rolle spielt die Blockchain?
Die Blockchain ist im Grunde ein digitales, öffentliches Register für Eigentum.
Man kann sie sich wie ein Kassenbuch vorstellen, das auf vielen tausend Computern gleichzeitig gespeichert ist.
Jede Transaktion wird darin dauerhaft festgehalten:
  • wer einen Token besitzt
  • wann er gekauft wurde
  • wann er verkauft wurde
Neue Einträge werden in sogenannte Blöcke geschrieben und anschließend an die vorherigen Blöcke angehängt. Dadurch entsteht eine Kette von Datenblöcken – daher der Name Blockchain.
Der entscheidende Punkt:
Ein einmal gespeicherter Eintrag lässt sich praktisch nicht mehr nachträglich verändern, weil tausende Rechner gleichzeitig dieselbe Datenbank kontrollieren.
Damit entsteht eine Form von digitalem Eigentumsregister ohne zentrale Instanz.
Tokenisierung verspricht vor allem drei Dinge:
  1. Niedrigere Einstiegshürden
  2. Mehr Liquidität
  3. Digitale Eigentumsstruktur
Die Technologie klingt beeindruckend.
Aber sie verändert nicht den Wert des Sachwerts selbst.
Ein schlechtes Investment bleibt ein schlechtes Investment – auch wenn es auf einer Blockchain gespeichert ist.
Für Investoren gilt deshalb weiterhin der alte Grundsatz:
Erst das Asset verstehen. Dann die Technologie dahinter.
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1 comment
Ronny Wagner
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Tokenisierung von Sachwerten einfach erklärt
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