Fünf Worte, die dich Geld kosten: „Gold ist ein Investment.“
Nein. Ist es nicht.
Und genau diese Selbsttäuschung habe ich in meiner neuen Focus-Kolumne seziert:
Die meisten Anleger spielen ein doppeltes Spiel, ohne es zu merken:
Sie kaufen Gold für Sicherheit.
Erwarten aber Rendite.
Das ist, als würdest du eine Feuerversicherung abschließen und dich beschweren, dass sie keine Mieteinnahmen generiert.
Kurze Realität:
Gold zahlt nichts.
Gold wächst nicht.
Gold innoviert nicht.
Und genau deshalb gehört es ins Portfolio.
Ich hatte kürzlich ein Gespräch, das typisch ist:
Ein Unternehmer, gutes Einkommen, sauberes Depot.
Er zeigt mir stolz seinen Goldanteil.
Dann der Satz:
„Das läuft ja ganz okay.“
Läuft?
Gold läuft nicht.
Gold liegt.
Und es liegt genau für den Moment, in dem alles andere fällt.
Das ist der Punkt, den fast alle verdrängen:
Gold ist keine Rendite-Strategie.
Gold ist eine Fragilitäts-Absicherung.
Taleb würde sagen:
Du brauchst Dinge, die nicht glänzen, wenn alles gut läuft.
Sondern Dinge, die dich retten, wenn es kracht.
Gold ist genau das.
Nicht sexy.
Nicht produktiv.
Aber im Ernstfall unbezahlbar.
Die eigentliche Frage ist also nicht, ob du Gold hast.
Sondern ob du ehrlich genug bist zu verstehen, warum.