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15 contributions to Goldrichtig investieren ✨
Ich sehe Gold nicht als Investment. Ich sehe es als Barometer
Wenn der Preis für eine Feinunze Gold wieder jenseits von 5.200 Dollar steht und Silber schneller steigt als Gold selbst, dann ist das kein Zeichen dafür, dass Edelmetalle plötzlich produktiver oder „besser“ geworden wären. Es ist ein Zeichen dafür, dass Vertrauen sinkt und Kapital auf Sicherheit umschichtet. Der Markt zwingt uns, diese Unterscheidung zu treffen. Die Nachfrage ist kein Nischenthema mehr. In Deutschland haben sich Anfragen nach Edelmetall kurzfristig verdoppelt, und Silberbarren sind vielerorts schlicht nicht verfügbar. Privatanleger, Sparer, Family Offices stehen Schlange, weil sie etwas haben wollen, das nicht neu gedruckt, nicht politisch veränderbar und nicht rekursiv ist. Angst treibt Nachfrage. Angst ist kein Investment-Signal. Das mag manchen überraschen. Aber steigende Preise für Gold und Silber entstehen nicht, weil sie plötzlich „billiger“ wären. Sie entstehen, weil Währungen, Zentralbankpolitik und geopolitische Risiken gemeinsam ein Umfeld schaffen, in dem Anleger Sicherheit bevorzugen vor Rendite. Genau diese Dynamik sehen wir gerade bei Gold und noch verstärkter bei Silber. Gold gilt traditionell als sicherer Hafen, wenn Währungen verwässern oder politische Risiken eskalieren. Jetzt erleben wir beides zugleich: Der Dollar schwächelt, geopolitische Spannungen bleiben, und politische Entscheidungen schaffen mehr Unsicherheit als Klarheit. Das macht Gold attraktiv, aber nicht, weil Gold „besser performen“ würde — sondern weil alles andere schlechter wirkt. Silber steigt schneller als Gold. Warum? Es ist ein Zwitter aus Industriemetall und Safe-Haven. Strukturelle Angebotsdefizite und industrielle Nachfrage treffen auf Flucht vor Risiko. Das ist ein völlig anderer Marktmechanismus als bei Gold allein. Die Händler erleben, was ich seit Jahren sage: Nachfrage ist kein Narrativ. Wenn Gold nur ein Narrativ wäre, würden Anleger nicht real an den Schaltern stehen und physische Barren kaufen, die sie nicht sofort bekommen. Das ist keine abstrakte ETF-Flucht. Das ist tangible Nachfrage nach realem Besitz.
Ich sehe Gold nicht als Investment. Ich sehe es als Barometer
Vllt. kannst du nochmal die Erklärung mit dem sich verändernden Wertmaßstab aus deinem Buch posten? Dass wir den Goldpreis in Euro messen, der Euro sich aber selbst als Wertmaßstab verändert.. usw.!
Edelmetalle auf der Blockchain?
Ich durchforste regelmäßig X und bin wieder über das Thema Tokenisierung gestolpert. Larry Fink (BlackRocks CEO) spricht davon, reale Vermögenswerte auf die Blockchain zu bringen. Der Markt für diese „Real-World-Assets“ liegt inzwischen im zweistelligen Milliardenbereich. Gerade sitze ich in der Berufsschule und ich habe mich gefragt: „Was bedeutet das für Edelmetalle?“ Kurz gesagt: Edelmetalle sind bereits teilweise tokenisiert – vor allem Gold, vereinzelt auch Silber. Projekte wie PAX Gold (PAXG) oder Tether Gold (XAUT) bilden physische Goldbestände digital ab. 1 Token = Anspruch auf eine bestimmte Menge Metall (z.B. 1 Unze) Einige Vorteile der Tokenisierung sind z.B. eine schnellere Abwicklung, 24/7 Handel oder dass man Bruchteile leichter handeln kann. Ehrlich gesagt hört sich das nicht schlecht an. Man muss aber beachten: Tokenisierte Edelmetalle sind ein digitales Anspruchsrecht, bei dem man abhängig ist vom Emittenten und vom Verwahrer. Wenn Edelmetalle im Hochsicherheitslager direkt auf deinen Namen zugeordnet sind (allocated Lagerung), dann gehört dir das Metall rechtlich unmittelbar. Das ist etwas anderes als ein Token, der dieses Eigentum digital repräsentiert. Was denkt ihr darüber? Würdet ihr tokenisierte Edelmetalle nutzen – oder bleibt ihr bei physischen Edelmetallen?
Edelmetalle auf der Blockchain?
Klingt für mich ein bisschen wie bei Gold-ETFs/ETCs. Für gewisse Zwecke spannend, aber nicht unbedingt sicher. Bin bei "Ansprüchen" generell etwas skeptisch.
Silber schlägt Gold. Punkt.
Wer heute noch glaubt, Gold sei automatisch die bessere Wahl, argumentiert rückwärtsgewandt. Sicherheit ist nicht Rendite. Stabilität ist nicht Dynamik. In meinem aktuellen Interview wird die These klar formuliert: Silber hat das größere Nachholpotenzial. Warum? Weil es zwei Rollen spielt – monetäres Metall und Industriemetall. Gold ist primär Wertspeicher. Silber ist zusätzlich Rohstoff für Zukunftstechnologien. Photovoltaik. Elektromobilität. Digitalisierung. All das frisst Silber. Gold liegt in Tresoren. Silber verschwindet in Produktionsketten. Historisch betrachtet liegt das Gold-Silber-Ratio weit über seinem langfristigen Durchschnitt. Das heißt nicht, dass es morgen kolligiert. Aber es zeigt eine strukturelle Verzerrung. Und Märkte korrigieren Verzerrungen. Immer. Die Frage ist nur wann – und mit welcher Wucht. Ein Beispiel: 2008, nach der Finanzkrise, explodierte Silber in der Aufholbewegung deutlich stärker als Gold. Wer nur auf „Sicherheit“ gesetzt hatte, bekam Stabilität. Wer Antifragilität verstand, bekam Dynamik. Heißt das, Silber ist das bessere Investment? Nicht zwingend. Gold ist Versicherung. Silber ist optionaler Hebel auf monetäre Instabilität plus industrielle Nachfrage. Wenn Liquidität in den Markt drückt, profitieren beide. Aber das Beta liegt bei Silber höher. Mehr Volatilität. Mehr Chance. Mehr Risiko. Und jetzt wird es unbequem: Viele Goldbesitzer wollen eigentlich Rendite, reden sich aber Versicherung ein. Das ist ein Denkfehler. Versicherung kostet Geld. Sie bringt keine Performance. Die eigentliche Frage lautet also nicht: Silber oder Gold? Sondern: Suche ich Schutz – oder Opportunität in einem instabilen System? Wer beides vermischt, versteht keines von beiden wirklich.
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Gedanken aus unserem aktuellen Buchprojekt mit Ronny Wagner - Teil 4
Warum viele bAV-Entscheidungen keine echte Wahl sind Viele Unternehmer entscheiden in der bAV nicht falsch. Sie entscheiden auf Basis der Informationen, die ihnen zur Verfügung stehen. Das Problem liegt deshalb selten in der Entscheidung selbst – sondern im Entscheidungsraum. In der Praxis wählen Unternehmer häufig zwischen: - Direktversicherung, - Pensionskasse, - Pensionsfonds - oder einer rückgedeckten Unterstützungskasse. Formal sind das unterschiedliche Modelle. Strukturell folgen sie jedoch derselben Logik. Ein Vergleich aus der Vermögensstruktur macht das greifbar: Wer in Fonds A, B, C und D investiert, hat Auswahl – aber keine echte Streuung. Erst wenn eine völlig andere Anlageklasse hinzukommt, zum Beispiel Gold oder Silber, entsteht wirkliche Diversifikation. In der bAV ist es ähnlich. Solange ausschließlich zwischen versicherungsförmigen Lösungen entschieden wird, bleibt der Unternehmer innerhalb eines geschlossenen Systems: • Kapital fließt nach außen • Steuerung erfolgt über Produkte • Haftung bleibt beim Arbeitgeber • Liquidität verlässt das Unternehmen Die Unterschiede liegen im Detail – nicht im Grundprinzip. Erst wenn ein 𝐯𝐞𝐫𝐬𝐢𝐜𝐡𝐞𝐫𝐮𝐧𝐠𝐬𝐟𝐫𝐞𝐢𝐞𝐫 𝐒𝐭𝐫𝐮𝐤𝐭𝐮𝐫𝐚𝐧𝐬𝐚𝐭𝐳 überhaupt bekannt ist, entsteht eine echte Wahl. Nicht zwischen Tarifen, sondern zwischen unterschiedlichen Systemlogiken. 𝐛𝐀𝐕 𝐢𝐬𝐭 𝐝𝐞𝐬𝐡𝐚𝐥𝐛 𝐤𝐞𝐢𝐧 𝐏𝐫𝐨𝐝𝐮𝐤𝐭𝐯𝐞𝐫𝐠𝐥𝐞𝐢𝐜𝐡! Sie ist die Frage, ob der Unternehmer innerhalb einer Logik bleibt – oder seinen Entscheidungsraum erweitert. Und genau wie bei der Vermögensstruktur entsteht Stabilität nicht durch Varianten desselben Systems, sondern durch eine 𝐳𝐮𝐬ä𝐭𝐳𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞, 𝐮𝐧𝐚𝐛𝐡ä𝐧𝐠𝐢𝐠𝐞 𝐒𝐭𝐫𝐮𝐤𝐭𝐮𝐫. 👉 𝐖𝐞𝐥𝐜𝐡𝐞 𝐒𝐲𝐬𝐭𝐞𝐦𝐥𝐨𝐠𝐢𝐤 𝐥𝐢𝐞𝐠𝐭 𝐈𝐡𝐫𝐞𝐫 𝐛𝐀𝐕 𝐳𝐮𝐠𝐫𝐮𝐧𝐝𝐞 – 𝐮𝐧𝐝 𝐤𝐞𝐧𝐧𝐞𝐧 𝐒𝐢𝐞 𝐰𝐢𝐫𝐤𝐥𝐢𝐜𝐡 𝐚𝐥𝐥𝐞 𝐀𝐥𝐭𝐞𝐫𝐧𝐚𝐭𝐢𝐯𝐞𝐧?
Gedanken aus unserem aktuellen Buchprojekt mit Ronny Wagner - Teil 4
Um welches Buch geht es?
Krypto war nie Innovation
Es war Erzählung. Mehr nicht. Der sogenannte „Kryptokollaps“ zerstört gerade keine Technik, keine Vision, keine Zukunft. Er zerstört eine Fantasie, die nur funktionierte, solange immer neue Käufer an sie glaubten. Eine kurze Erinnerung aus der echten Welt: Wert entsteht nicht durch Whitepaper, Communities oder Hoffnung. Wert entsteht durch Überleben unter Stress. Alles andere ist Marketing. Krypto hatte seinen Stresstest. Steigende Zinsen. Liquiditätsentzug. Vertrauensverlust. Ergebnis: Implosion. Das ist kein Zufall. Das ist Physik. Ich habe dutzende Gespräche mit Menschen geführt, die mir erklärten, Bitcoin sei „digitales Gold“. Dieselben Menschen erklärten mir später, warum man jetzt „halt Geduld“ brauche. Geduld ist das Lieblingswort gescheiterter Spekulationen. Gold braucht keine Geschichte. Gold braucht keine Updates. Gold braucht keinen neuen Käufer, um seine Funktion zu erfüllen. Krypto schon. Das Kernproblem ist nicht Betrug, Regulierung oder schlechte Akteure. Das Kernproblem ist Fragilität. Ein System, das nur in perfekten Bedingungen funktioniert, ist kein Fortschritt. Es ist eine Wette auf Dauer-Sonnenschein. Wer glaubt, der Kollaps sei nur ein temporärer Rückschlag, hat das Spiel nicht verstanden. Fantasien kommen nicht stärker zurück, wenn sie einmal entzaubert sind. Sie werden ersetzt. Nicht durch bessere Coins. Sondern durch Realität. Und Realität ist langweilig, schwer und gnadenlos. Deshalb meiden sie so viele.
Krypto war nie Innovation
erinnert mich an "Die 3 Glaubenssätze der Krypto-Szene".... https://1x1derfinanzen.podigee.io/212-die-3-glaubenssaetze-der-krypto-szene-und-warum-sie-nichts-taugen-kryptowaehrungen
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Anja-Katharina Riesterer
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@anja-katharina-riesterer-4168
Fan der ✨ 20-Mark-Goldmünze Wilhelm II ✨ (aus Zeiten der Goldwährung)

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Joined Jul 4, 2024
Hamburg
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