Mein Weg mit Höhen, Tiefen und neuen Zielen
Hallo zusammen, ich bin Elena, komme aus Friedberg und laufe schon seit meiner Schulzeit. Lange Zeit einfach nur zum Spaß, ohne Plan und ohne konkrete Ziele. Zwischendurch habe ich auch längere Pausen gemacht und andere Sportarten ausprobiert - Yoga, Ballett, Krafttraining… Aber am Ende bin ich immer wieder zum Laufen zurückgekommen. Zu Weihnachten 2023 habe ich mir dann selbst einen Startplatz für den Frankfurter Halbmarathon geschenkt - als Herausforderung: Schaffe ich das überhaupt? Damals bin ich nie mehr als 10 km gelaufen und hatte außer dem JP Morgan Lauf noch an keinem Wettkampf teilgenommen. Meine Vorbereitung lief nach einem zufälligen Plan aus dem Internet, ich habe sicher vieles falsch gemacht. Mein einziges Ziel war anzukommen - und das hat geklappt, sogar unter 1:50. Ich habe mich während des gesamten Laufs richtig gut gefühlt und hatte danach kaum Muskelkater. Danach bin ich noch ein paar Halbmarathons gelaufen, unter anderem in Heidelberg mit ca. 500 Höhenmetern, und habe entschieden, dass ich bereit für den Marathon bin. Also habe ich mir einen Startplatz in Amsterdam für sechs Monate später geholt. Da ich vor der Marathondistanz deutlich mehr Respekt hatte, habe ich mir einen Trainer genommen. Die ersten Monate, in denen ich noch nicht mehr als 30 km am Stück gelaufen bin, liefen super: Ich habe regelmäßig neue Bestzeiten aufgestellt, mich sehr gut gefühlt und hatte keine Verletzungen. Als dann die eigentliche Marathonvorbereitung begann, bekam ich leider Hüftprobleme. Das hat mich vor dem Marathon viele Nerven gekostet - ich musste pausieren und war nicht optimal vorbereitet. Trotzdem bin ich gestartet und habe den Marathon in 3:36 gefinisht. Danach hatte ich noch einige Zeit mit verschiedenen Beschwerden zu kämpfen und bin trotzdem noch zwei weitere Marathons gelaufen - einer davon war eine Katastrophe, der andere ein absoluter Traum. Für dieses Frühjahr hatte ich mir vorgenommen, den Hamburg Marathon zu laufen und endlich die 3:30 zu knacken. Ich war fast ein Jahr verletzungsfrei und dachte, mein Körper hätte sich endlich angepasst. Im Januar habe ich wieder mit der Vorbereitung begonnen und mich gefreut, Woche für Woche über 60 km laufen zu können - ganz ohne Muskelkater.