Du stehst morgens auf, funktionierst, triffst Entscheidungen, erledigst, regelst.
Von außen sieht alles stabil aus. Und trotzdem gibt es diesen Moment, meist leise, meist unbeachtet, in dem etwas in dir absinkt. Nicht Erschöpfung. Eher Entfremdung. Jahrelang wurde uns beigebracht, dass Durchhalten Stärke ist. Dass Klarheit heißt, keine Fragen mehr zu stellen. Dass Zweifel ein Zeichen von Schwäche sind. Doch wer hat das eigentlich definiert? Und wem dient dieses Bild vom souveränen, innerlich stillgestellten Menschen? Viele erfolgreiche Selbständige und Führungspersönlichkeiten haben gelernt, sich selbst zu übergehen. Nicht aus Unachtsamkeit. Sondern aus Anpassung. Aus dem Wunsch, richtig zu sein. Verlässlich. Belastbar. Das Problem ist nicht das Funktionieren. Das Problem ist, wenn es zur einzigen Daseinsform wird. Denn innere Wahrheit meldet sich nicht laut. Sie zeigt sich als Spannung im Körper. Als Unlust ohne Grund. Als leiser Widerstand gegen Entscheidungen, die eigentlich logisch sind. Wenn du beginnst, diese Signale ernst zu nehmen, verändert sich etwas Grundlegendes. Du hörst auf, dich zu optimieren. Und beginnst, dich auszurichten. Nicht gegen das Außen. Sondern auf dich. Wo in deinem Leben funktionierst du noch, obwohl du längst spürst, dass etwas anderes gemeint ist? Geht es bei dir eher um berufliche Entscheidungen oder um deine innere Haltung zu dem, was du tust? Ich freue mich auf Eure Kommentare https://www.linkedin.com/in/heike-neumann-business-astrologie