Ich wette, du hast dich das auch schon mal gefragt.
Zufall? Klingt einfach nett? Nope. Da steckt eine richtig gute Geschichte dahinter.
Der Namensgeber: Ein Mann, den kaum jemand kennt – obwohl er alles verändert hat
Claude Shannon. 1916 geboren, 2001 gestorben. In Deutschland so gut wie unbekannt. Und trotzdem: Ohne ihn kein Internet, kein Smartphone, keine KI.
1948 veröffentlichte er ein Paper mit dem sperrigen Titel "A Mathematical Theory of Communication". Klingt trocken. War eine Revolution.
Shannon fragte sich: Gibt es eine universelle Theorie der Kommunikation – egal ob Telefon, Radio oder Telegraph? Und er lieferte die Antwort. Er zeigte, wie Information mathematisch messbar ist. Und er führte dabei den Begriff "Bit" ein – die kleinste Einheit digitaler Information.
Scientific American nannte sein Paper später die "Magna Carta des Informationszeitalters".
Sein berühmtester Satz:
"Information is the resolution of uncertainty."
Information ist die Auflösung von Unsicherheit.
Klingt fast wie eine Stellenbeschreibung für eine KI, oder? 😄
Und Anthropic?
Die Gründer wählten den Namen bewusst. Als Verbeugung vor Shannon – und als Statement: Wir verstehen, was wir hier bauen. Keine Spielerei, sondern die Fortsetzung eines langen wissenschaftlichen Projekts.
Alle anderen KI-Assistenten bekamen weibliche Namen – Alexa, Siri, Cortana. Claude sollte bewusst anders sein. (Und im Französischen ist Claude übrigens für alle Geschlechter gebräuchlich – auch das eine elegante Mehrdeutigkeit.)
Das Schöne daran: Jedes Mal, wenn du mit Claude arbeitest, steckt da im Kern genau das drin, was Shannon 1948 beschrieben hat: Ein System, das Rauschen reduziert, Bedeutung überträgt und Unsicherheit auflöst.
Nur halt mit deutlich mehr Rechenleistung als ein Einrad. 🚲
(Ja – Shannon war auch dafür bekannt, durch die Flure von Bell Labs auf einem Einrad zu fahren. Manchmal jonglierend. Weil er konnte.)
Hättet ihr gewusst, woher der Name kommt? 👇