Was mich gerade beschäftigt
Für das allererste Mal in der Öffentlichkeit möchte ich in dieser coolen Community etwas teilen, das mich in den letzten Tagen tief bewegt hat. Wir sind seit über drei Jahren auf Reise mit meinen sechs Kindern und unseren zwei Hunden. Da wir kein Wohnmobil haben, ist es gerade in den winterlichen Monaten immer eine Herausforderung, passende Unterkünfte zu finden. Im Sommer, Anfang Herbst und Spätsprühling sind wir mit Zelt unterwegs – teils auch ein halbes Jahr am Stück. Momentan suchen wir ein Haus in einer bestimmten Region Südeuropas, die uns und den Kindern sehr begeistert. Die Kosten für Unterkünfte sind aber in den üblichen Plattformen enorm hoch. Vor zwei Tagen habe ich beschlossen: Ich buche die Flugtickets trotzdem, obwohl wir noch nicht wissen, wie wir die Unterkunft regeln. Am selben Tag ruft ein Freund aus Deutschland an, der uns weder auf Instagram folgt noch in Kontakt war – er brauchte Hilfe wegen einer Strafanzeige. Ich habe ihm geholfen, und dann fragte er: „Wo seid ihr gerade?“ Wir hatten ein Jahr lang nicht gesprochen. Ich erzähle ihm von unserer Route – und er sagt: „Meine Tochter hat ein Haus, kann euch das helfen?“ Ich antworte: „Selbstverständlich, das ist ein Wunder.“ Heute Nachmittag spreche ich mit seiner Tochter. Geplant ist, dass wir einen Monat in ihrem Haus wohnen können – mehr oder weniger kostenfrei. Warum erzähle ich das? Weil mir ein Satz in diesem Moment so klar geworden ist, gerade als Mann und Papa: Wer will, vor allem wer als Papa wirklich etwas will, findet Wege. Wer nicht will, findet Ausreden. Ist dir schon einmal passiert, dass du den ersten Schritt machen musstest, um den Rest des Weges zu verstehen? Oder wartest du immer auf den perfekten Moment, der nie kommt?