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Podcasts & Bücher? Vergisst es. Was Männer wirklich brauchen.
ich komme gerade vom Männerwochenende zurück – und ich bin zutiefst bewegt. Wenn wir ehrlich sind, versuchen wir oft, unsere Probleme im Kopf zu lösen. Wir hören den nächsten Podcast, lesen das fünfte Buch über Beziehungen oder suchen nach der perfekten „Strategie“, um als Mann richtig zu funktionieren. Aber die Wahrheit ist: Der Kopf heilt keine Scham. Der Kopf schafft keinen tiefen Frieden. Hier sind 6 radikale Erkenntnisse vom Wochenende, die mich nicht mehr loslassen: 1. Gemeinsam fühlen und erleben ist tausendmal mächtiger als jede Theorie. 2. 30 Minuten Schweigen transportiert oft mehr Heilung als 2 Stunden kluges Reden. 3. Ein Feuer sagt manchmal mehr als 1.000 Worte. 4. Männer können körperlich kämpfen und sich genau dabei in der absoluten Tiefe begegnen. 5. Wenn einer weint und alle schweigend präsent bleiben, entsteht ein Raum, den kein Verstand der Welt künstlich kreieren kann. 6. Wir können gemeinsam ein Bier trinken und trotzdem zutiefst präsent füreinander bleiben. Es braucht keine dogmatische Schwere. Wie klingt das für dich als Mann?
Podcasts & Bücher? Vergisst es. Was Männer wirklich brauchen.
Warum sind wir alle so unruhig?
https://youtube.com/watch?v=of4WNxLg_6w&is=Qgaqq8iNcDPj6cYD Was meinst Du dazu?
Die Vaterwunde - aber aus Sicht der Frau
Ich nehme mal eine heutige Mail von Benjamin zum Anlass, um auf die Vaterwunde bei der Frau zu schauen. Ich habe bis heute (werde im Sommer 50) ein gutes Verhältnis zu meinem Vater. Ich habe ihn immer als unterstützend erlebt, habe einige seiner Ideen und Sichweisen auf die Welt annehmen und für mich adaptieren können. Ich hatte nie - und habe bis heute nicht - das Gefühl, irgendwas tun oder erreichen zu müssen, um ihm zu gefallen. Ich durfte immer tun und entscheiden, was mir wichtig war. Durfte mich ausprobieren und wurde aufgefangen, wenn mal etwas schiefging. Ich habe wirklich lange gesucht, habe aber nichts gefunden, um diesem (scheinbar) so typischen Phänomen zu entsprechen. Was ist aber mit Frauen, die ohne Vater aufwachsen, die kein Rollenvorbild haben und das Selbstkonzept entwickeln, sie müssten unweigerlich alles alleine tragen (Stichwort Mental-Load). In meiner Theorie ist dann auch kaum Raum für den Mann, damit dieser seinen Platz einnimmt. Oder es ist ein ständiger Kampf um die "territoriale Hoheit". Was denkt ihr? Könnte das auch zu einer Dysbalance im Rollenverhältnis von Männern und Frauen führen?
Warum du flüchtest, wenn es emotional wird (und wie du stattdessen heilst)
Kenn ich gut. Meine Frau wird emotional – sie weint, sie ist wütend oder sie spricht aus, was sie verletzt hat. Und in meinem Kopf? Da geht das Alarmsignal an. Ich höre nicht ihre Not. Ich höre das Urteil meiner eigenen Shame-based Identity: „Du hast versagt. Du bist nicht genug. Du machst es falsch.“ Der Reflex ist fast immer derselbe: Wir gehen in den Verteidigungsmodus. Wir rechtfertigen uns, wir erklären uns oder wir ziehen uns innerlich komplett zurück. Wir flüchten in uns selbst, um den Schmerz dieser Scham nicht spüren zu müssen. Das fatale Ergebnis: Wir lassen die Frau, die wir lieben, in ihrem emotionalen Sturm völlig allein. Was klappt besser: Aktive Ko-Regulation statt Flucht. Die moderne Bindungsforschung beweist es: Wir Menschen sind biologisch darauf programmiert, uns über unser Gegenüber zu regulieren. Wenn meine Frau in Not ist, sucht ihr Nervensystem unbewusst nach einem Anker – einem Gegenüber, das Sicherheit ausstrahlt. Wenn du stabil bleibst, bietest du ihr genau diesen sicheren Hafen. Sie beruhigt sich nicht, weil du ihr Problem „gefixt“ hast, sondern weil du stabil geblieben bist. Wie du das nächste Mal bei ihr bleibst (statt zu flüchten): 1. Erkenne den Trigger: Wenn der Drang kommt, dich zu erklären oder wegzulaufen, atme tief in den Bauch. Erkenne: „Das ist meine Scham, nicht ihr Angriff.“ 2. Senk die Waffen: Hör auf zu fixen. Deine Logik hilft in diesem Moment nicht – deine Präsenz schon. 3. Bleib da: Schau sie an und sag den einen Satz, der alles verändert: „Ich bin hier. Ich höre dich.“ Das ist kein bloßes „Aushalten“ – das ist aktive Heilungsarbeit für eure Beziehung. Du stirbst den kleinen Tod deines Egos, um den Raum für eure Verbindung zu öffnen. Was denkst du dazu?
Warum du flüchtest, wenn es emotional wird (und wie du stattdessen heilst)
Wer ist der bessere Mann?
Auf Social Media (ok - ist meine Bubble 😀) habe ich manchmal das Gefühl, Männer kämpfen gar nicht mehr direkt miteinander, sondern eher gegeneinander auf eine neue, subtilere Art. Der eine zeigt, wie bewusst er ist, der nächste, wie reflektiert, der nächste wiederum, wie „richtig“ ein Mann und Papa heute zu sein hat, damit er bloß nicht in alte Muster zurückfällt oder ins Patriarchat eingeordnet wird. Und daraus entsteht schnell ein Vergleich: Wer ist der bessere Mann? Wer ist weiter? Wer ist moralisch sauberer? Wer hat es verstanden? Und ich frage mich, ob das noch echte Entwicklung ist – oder ob wir anfangen, uns über andere Männer zu definieren. Dabei gehen genau die Dinge verloren, die viele früher mit Männlichkeit verbunden haben: Klarheit, Rückgrat, Verantwortung und Richtung. Nicht im Sinne von Dominanz, sondern als innere Standfestigkeit. Und vielleicht ist die eigentliche Frage nicht, wer der bessere Mann ist, sondern warum wir überhaupt anfangen, uns gegenseitig so zu messen. Also das Konkurrieren an sich findet ich gar nicht schlimm, aber das Moralisieren. Der Glaube zu wissen, wofür man(n) zu sein hat und was man(n) bekämpfen muss. Geht euch das auch so?
Wer ist der bessere Mann?
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