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Mission Papa Power

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179 contributions to Mission Papa Power
2 likes • Mar 13
Spannender Gedanke! Systemisch hast du recht: Die Eltern bleiben die Großen und wir die Kleinen. Wenn Vergebung als moralisches Urteil verstanden wird, stellt man sich tatsächlich über sie. Aber ist Vergebung nicht eher ein inneres Loslassen statt ein Urteilen? Ich sehe es so: Vergeben bedeutet nicht, sich zum Richter zu machen, sondern die emotionale Schuldverschreibung zu zerreißen, damit man selbst frei wird. Man erkennt an, dass sie unter ihren Umständen (Traumata, Zeitgeist) oft nicht anders konnten. Vielleicht ist das Ziel gar nicht die 'Vergebung' von oben herab, sondern der innere Frieden, der entsteht, wenn man aufhört, eine bessere Vergangenheit zu verlangen. Man bleibt das Kind, aber ein freies.
1 like • 6d
@Benjamin Speitelsbach Klingt spannend. Meinst du damit, dass man sich eigentlich gar nicht "ent-schuld-igen" kann?
Was ist Männlichkeit?
Ich habe mich zwar immer als Mann gefühlt, war aber gleichzeitig stolz darauf, kein "Macho" und kein "Kraftpaket" zu sein, sondern sensibel, mitfühlend, unterstützend. Ich habe selbstverständlich lange Elternzeit genommen, um viel Zeit mit meinen Kindern zu verbringen und helfe bei Familienfeiern absichtlich mit in der Küche, während die anderen Männer beim Bier sitzen bleiben. Das finde ich auch alles gut so und möchte es auch gar nicht ändern oder missen. Es entspricht auch meiner Persönlichkeit. Gleichzeitig habe ich in den letzten Monaten bemerkt, dass ich Männlichkeit bisher vor allem negativ definiert habe - ich wusste also vor allem, wie ich als Mann NICHT sein möchte. Ein positives Männlichkeitsbild hat mir gefehlt. Dann durfte ich das Konzept der Polarität von maskuliner und femininer Energie kennenlernen, habe in Calls und Podcasts davon gehört, habe "Der Weg des wahren Mannes" von David Deida gelesen (was für ein Buch!) und durfte mich mit meiner eigenen Maskulinität stärker verbinden, was sehr stark mein Wohlbefinden gesteigert und auch die Beziehung zu meiner Frau stark verbessert hat - das letztere kam für mich fast schon überraschend, denn ich dachte erst, das Konzept ist zu holzschnittartig um es einfach so auf unsere Beziehung anzuwenden, aber es ist krass wie schnell und wie stark es gepasst und geholfen hat. Da musste ich manchmal einfach nur staunen. 😀 Gleichzeitig ist mir wichtig: Bei diesem Konzept geht es nicht darum, eine "Rolle" eines Mannes und einer Frau zu spielen, sondern sich mit seinem eigenen Kern zu verbinden und diesen mit allen Aspekten zu akzeptieren und zu leben und gleichzeitig mehr über die Unterschiede zwischen den Geschlechtern zu lernen, um sich besser zu verstehen, natürlich mit dem Wissen, dass nicht jede Frau und jeder Mann gleich ist, sondern Individuen. Was denkt ihr dazu? Was bedeutet es für euch, ein Mann zu sein? Was ist Männlichkeit für euch? Und gibt es toxische Männlichkeit?
Was ist Männlichkeit?
1 like • 8d
@Tobias Braeker spannende Liste. Ich glaube im Detail wird die Liste auch nie vollständig. Jeder hat da seine Facetten.
1 like • 6d
@Sebastian Schindler Absolut. Aggression ist auch so ein Thema, was gern missverstanden wird. Und pauschal negativ bewertet wird...
Warum ich aufgehört habe, meine Wut zu unterdrücken (und was passiert ist)
Früher dachte ich immer, Wut sei ein Zeichen von Schwäche. Ich habe mich versucht immer zu beherrschen, der Profi, der über den Dingen steht. Jedes Mal, wenn die Wut in mir aufgestiegen ist, habe ich sie sofort weggedrückt. Das Ergebnis? Die Wut verschwand nicht. Sie wurde zu Sarkasmus, zu innerer Unruhe oder ich bin wegen einer absoluten Kleinigkeit explodiert, die es gar nicht wert war. Als ich mich mit dem Thema mehr beschäftigt habe, habe ich gelernt: Wir verurteilen Wut oft nur deshalb, weil wir sie mit Aggression verwechseln. Aber Wut ist nicht der Ausbruch – sie ist der Bote. Daher versuche ich heute Wut als Kompass zu nutzen: 1. Wenn ich wütend werde, frage ich mich: Welche meiner Werte wurde hier gerade verletzt? 2. Ich lasse keine Türen mehr knallen, sondern packe Dinge endlich an, die ich viel zu lange aufgeschoben habe. 3. Wut gibt mir die Kraft, klar „Nein“ zu sagen, wo ich früher ein faules „Ja“ gegeben hätte. Wut ist für mich heute kein „Fehler“ im System mehr, sondern mein ehrlichster Berater. Sie zeigt mir genau, wo ich noch keine Grenzen gesetzt habe. Wer von euch kennt das Gefühl, die Wut ständig zu deckeln? Und was würde passieren, wenn ihr sie stattdessen mal als Treibstoff für eine Entscheidung nutzen würdet? Schreibt’s mir mal unten rein in die Kommentar. Danke und ein schönes Osterfest. 😊
Warum ich aufgehört habe, meine Wut zu unterdrücken (und was passiert ist)
0 likes • 6d
@Benjamin Speitelsbach Klingt gut. Hast du da eine Situation konkret? (Falls du das teilen magst)
Schmerz ist nicht mein Feind
Das wollte ich schon länger mal teilen. Und da ich das heute eh für das Mission Leader Papa Programm vorbereitet habe, nutze ich doch gleich mal die Chance. :-) Ich habe gemerkt: der Schmerz ist nicht mein Feind. Mein eigentliches Problem ist, wenn ich ihn nicht klar benenne. Solange ich nur funktioniere, reagiere ich: im Job, in der Beziehung, als Papa. Gebe Vollgas, habe aber oft keinen richtigen Plan. Und erst als ich meinen Schmerz ehrlich definiert habe, ist er zu meinem Kompass geworden. Ich sehe und verstehe: - was in meinem Leben nicht mehr passt - wo ich gegen meine Werte lebe - was ich wirklich verändern will Und so dreht sich die Frage von „Warum passiert mir das?“, zu „Was zeigt mir das – wofür ist das gut?“. Genau da fühle ich meine Selbstbestimmung & Verantwortung. Dazu eines meiner Lieblingszitate: "Life happens not TO me, it happens FOR me." Wie geht ihr mit Schmerz um?
Schmerz ist nicht mein Feind
3 likes • 14d
@Tobias Braeker Vielleicht ist es gar nicht unbedingt weniger schmerzvoll, aber man bewertet es anders und daher macht es alles mehr Sinn. Oder?
1 like • 14d
@Tobias Braeker 🤪
Handy, Handy, Handy
Ich verbringe, wie wohl die meisten Menschen, viel zu viel Zeit am Handy, was mich sehr stört, wenn ich bedenke, was ich mit der verdaddelten Zeit alles Sinnvolles hätte machen können (Damit meine ich nicht nur produktiv sein - ich habe gelernt, dass auch Entspannung Fokus braucht und die unbewusste Ablenkung mit dem Handy oft alles andere als wirklich entspannend ist). Ich habe schon allerlei verhaltensorientierte Lösungsansätze versucht, vom Handy-internen Bildschirmlimit-Tool, über Apps bis hin zu einer physischen Schnittstelle namens "Brick", die ich mir mal gekauft hatte, die macht, dass man das Handy oder die Nutzung bestimmter Apps nur entsperren kann, wenn man es an den "Brick" hält - ist der nicht in Reichweite, gibt es keine Möglichkeit der Entsperrung. Das hat alles eine Zeit lang geholfen, aber nie nachhaltig. Ich habe große Lust, frei nach dem Motto "Macht kaputt was euch kaputt macht" einfach das Handy kaputt zu schlagen und mir zum telefonieren so ein altes Klapphandy zu besorgen. Endlich frei. Aber dann gibt es einige Funktionen eines Smartphones, auf die ich wiederum überhaupt nicht verzichten möchte. Das ist konkret: Spotify und Chatprogramme. Wenn ich dafür alternativ den Rechner aufklappen würde, würde ich dort daddeln und das Problem nur verlagern. Auch für Online-Banking und einige wirklich gute und praktische Apps nutze ich es gern. Derzeit höre ich ein spannendes Buch zum Thema, welches mir von einem Freund empfohlen wurde: "How to break up with your phone" von Catherine Price. Mal sehen, welche Erkenntnisse das bringt. Meine Frage lautet: Wem geht oder ging es genauso und was habt ihr gemacht, um Kontrolle über das Thema zu bekommen?
1 like • 23d
@Tobias Braeker Ja. Gute Frage. Dopamin. Dopamin. :-)
2 likes • 18d
@Reimo Schaupp Danke dir für die wertvolle, ausführliche und tiefe Antwort.
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Benjamin Wendt
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@benjaminwendt
Verheiratet mit der besten Frau der Welt Papa von 6 Kindern --> "Mission Papa"-Gründer

Active 18h ago
Joined Aug 20, 2024
ISTJ
Dresden