Mein Opa ist an Heiligabend gestorben.
An einem Tag, der sonst für Familie, Wärme und Zusammensein steht.
Statt Kerzen, Lachen und vollem Tisch
gab es leise Schritte, flackerndes Licht
und meine Hand in seiner.
Wir haben ihn in den letzten Wochen als Familie intensiv zuhause gepflegt.
Wir haben gehalten, gewartet, gehofft.
Und ich habe vor allem eines getan: zugehört.
Er hat erzählt.
Von früher.
Von Dingen, die ich schon kannte
und von manchen, die ich nie vergessen werde.
In diesen Momenten wurde mir schmerzhaft klar:
Irgendwann verstummt jede Stimme.
Aber das, was sie erzählt hat, darf bleiben.
Und trotz aller Anstrengung
bin ich dankbar für diese intensiven Wochen.
Für die vielen kleinen Momente,
die mir niemand mehr nehmen kann.
Dieses Weihnachten hat mir gezeigt,
wie kostbar Zeit ist.
Wie wertvoll echte Nähe ist.
Und wie wichtig es ist, Geschichten nicht aufzuschieben.
Vielleicht ist genau das der Kern von allem, was ich beruflich tue.
Warum mir Stimmen so wichtig sind.
Warum Zuhören für mich mehr ist als ein Wort.
Und warum ich glaube, dass Erinnerungen eine Bühne verdienen.
Dieses Jahr war anders.
Aber es war ehrlich.
Und voller Liebe.
Ich trage meinen Opa in meinem Herzen. 🤍
Welche Stimme in deinem Leben solltest du vielleicht öfter bewusst hören solange es noch möglich ist?