Jede Idee hat eine Geschichte.
Manche entstehen über Nacht.
Andere brauchen Jahre.
Diese hier brauchte dreieinhalb.
Ich nehme euch mit auf diese Reise.
Ich erinnere mich noch gut an diesen Abend.
Eigentlich wollte ich nur herausfinden, ob die vielen Berichte über Large Language Models wirklich stimmen.
Keine Agenda. Kein Forschungsprojekt. Keine große Vision.
Nur Neugier.
Also begann ich zu experimentieren.
Ich ließ Texte schreiben, Fragen beantworten, Ideen entwickeln und Code erzeugen.
Nicht jede Antwort war gut.
Manche waren sogar erstaunlich schlecht.
Aber darum ging es irgendwann nicht mehr.
Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, dass Maschinen nicht mehr nur Informationen verarbeiten.
Sie begannen, an Wissensarbeit mitzuwirken.
Und plötzlich stand eine Frage im Raum:
Was passiert, wenn das kein Hype ist?
Was, wenn wir gerade erleben, dass sich ein großer Teil unserer Wissensarbeit automatisieren lässt?
Gedanklich ging ich immer weiter.
Schreiben.
Recherche.
Analyse.
Dokumentation.
Programmierung.
Beratung.
Immer mehr Tätigkeiten schienen plötzlich erreichbar.
Vielleicht war das gar kein neues Werkzeug.
Vielleicht veränderte sich gerade die Art, wie Wissensarbeit entsteht.
Diese Vorstellung hat mich fasziniert.
Heute, dreieinhalb Jahre später, glaube ich noch immer, dass dieser Eindruck richtig war.
Verändert hat sich etwas anderes.
Damals hielt ich die entscheidende Frage für:
Wie viel Wissensarbeit kann KI übernehmen?
Heute würde ich sagen:
Das war nur der Einstieg.
Ein paar Tage später tauchte eine zweite Frage auf.
Sie war erstaunlich einfach.
Und gerade deshalb so folgenreich.
Wenn KI Wissensarbeit automatisieren kann – warum sollte sie dann nicht auch bei der Entwicklung von KI-Systemen helfen?
Genau mit dieser Frage beginnt der nächste Teil der Reise.
Fortsetzung am Donnerstag.