KI-Assets nach der App-Challenge: Was wir gerade wirklich bauen
Wir haben in der letzten Woche in der App-Challenge mit Claude Code gesehen, wie weit man inzwischen in ein paar Tagen kommt: vom Buchgenerator bis zu vielen kleinen Spezial-Apps. Und vor allem vom Chat im Browser hin zu echten Tools.
Genau da setzt dieser Anschlussgedanke an: KI-Assets.
Gemeint ist nicht einfach „ich nutze KI“, sondern Bausteine, die man einmal baut und dann immer wieder von KI und Apps nutzen lässt – wie kleine mentale Maschinen, die für dich arbeiten.
Drei Stufen von KI-Assets
Stufe 1 – Prompts
Gute Analyse-Prompts, Schreib-Prompts, Struktur-Prompts, Kritik-Prompts.
Im Grunde schon ein kleines Denkmodell in Textform.
Stufe 2 – Systeme (Skills statt GPT-Zoo)
Custom GPTs, Claude Skills, feste Rollen, feste Workflows.
Also nicht mehr einzelne Prompts, sondern kleine Maschinen für wiederkehrende Denkprozesse. Skills sind dabei so etwas wie portable Custom GPTs in Markdown: einmal sauber beschrieben, überall wiederverwendbar – statt 20 spezialisierte Bots, die keinen Kontext teilen.
Stufe 3 – Infrastruktur (Wissensbasis + KI)
Eigene Wissensbasis + KI.
Alles, was auf deinen Notizen, Texten, Methoden, Projekten aufsetzt und damit arbeitet. Spätestens hier baust du kein einzelnes Dokument mehr, sondern ein eigenes Denk-Ökosystem, in dem deine Modelle, Frameworks und Beispiele maschinenlesbar zugänglich sind.
Die App-Woche: von GPTs zu Skills zu Apps
Genau das haben wir in der App-Woche praktisch durchgespielt:
- Weg von einzelnen Custom GPTs und Chat-Snippets.
- Hin zu Skills, die eure Methoden, Frameworks und Workflows als wiederverwendbare Bausteine kapseln.
- Und dann weiter zu Claude Code, das aus diesen Bausteinen echte Apps baut – mit Oberfläche, Logik und Anbindung an Daten.
Der Buchgenerator war (das wurde ja immer wieder von TJ betont) nur ein Beispiel dafür: Im Kern war das ein Bündel aus Prompts (Stufe 1), Methoden-Skills (Stufe 2) und einer App, die alles in einen wiederholbaren Prozess gegossen hat (Stufe 3).
Mit Claude Code und den neuen App-Features beschreibst du deine Idee im Klartext – Claude schreibt den Code, baut dir eine Web-App und du iterierst daran, bis dein Tool sich wie „deine Denkweise in App-Form“ anfühlt.
Kurze historische Einordnung
Früher hieß es:
Wissen ist Macht.
Dann merkte man:
Strukturiertes Wissen ist Macht.
Also Modelle, Methoden, Frameworks.
Jetzt kommt noch eine Stufe dazu:
Systeme, die mit deinem Wissen arbeiten, sind Macht.
Und mit Skills und Claude-Code-Apps eben Anwendungen, die dein Denken zum Produkt umwandeln. Vom Mini-Tool bis zum internen Expertensystem.
Oder anders gesagt:
Nicht nur wissen.
Nicht nur strukturieren.
Sondern Systeme und Apps bauen, die damit arbeiten.
Das sind vermutlich die eigentlichen Assets im KI-Zeitalter – und genau das haben wir in der Challenge angefangen.
Frage an euch: Auf welcher Stufe seht ihr euch gerade nach der App-Woche – eher noch bei Prompts, schon bei Skills/Systemen oder bereits bei eigenen Apps, die sich wie euer „Denkbetriebssystem“ anfühlen?
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5 comments
Stefan Wellmann
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KI-Assets nach der App-Challenge: Was wir gerade wirklich bauen
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