𝐅𝐨𝐥𝐠𝐞 𝟏: 𝐄𝐟𝐟𝐞𝐤𝐭 𝐝𝐞𝐫 𝐞𝐢𝐠𝐞𝐧𝐞𝐧 𝐔𝐧𝐭𝐞𝐫𝐧𝐞𝐡𝐦𝐞𝐫𝐛𝐚𝐧𝐤
Viele Unternehmer stellen sich bei der betrieblichen Altersversorgung vor allem diese Fragen:
➡️ Was kostet mich das?
➡️ Welche Rendite erzielt der Mitarbeiter?
➡️ Wie hoch ist der Arbeitgeberzuschuss?
Dabei wird eine entscheidende Frage häufig gar nicht gestellt:
Welche Auswirkungen hat der gewählte Durchführungsweg eigentlich auf mein Unternehmen?
Nehmen wir ein einfaches Beispiel:
Zwei Unternehmen investieren jeweils 100.000 € in die betriebliche Altersversorgung ihrer Mitarbeiter.
Unternehmen A
Die Beiträge fließen vollständig an einen externen Versorgungsträger. Das Geld verlässt das Unternehmen dauerhaft.
Unternehmen B
Der gewählte Durchführungsweg ermöglicht es, dass das Kapital – je nach konkreter Gestaltung – wirtschaftlich weiterhin für das Unternehmen nutzbar bleibt und damit beispielsweise Investitionen oder die Liquidität unterstützen kann.
Beide Unternehmen investieren den gleichen Betrag.
Der Unterschied liegt nicht in der Höhe der Einzahlung.
Der Unterschied liegt darin, welche betriebswirtschaftlichen Auswirkungen der gewählte Durchführungsweg hat.
Genau deshalb sprechen manche Fachleute vom Effekt der eigenen Unternehmerbank.
Denn die entscheidende Frage lautet nicht nur:
„Wie hoch ist später die Betriebsrente?"
Sondern auch:
„Welche Auswirkungen hat meine Entscheidung heute auf Liquidität, Finanzierung und unternehmerische Freiheit?"
Aus meiner Sicht wird die betriebliche Altersversorgung häufig ausschließlich aus Sicht des Mitarbeiters betrachtet.
Ich bin überzeugt, dass sie gleichzeitig auch ein betriebswirtschaftliches Instrument für Unternehmer sein kann – vorausgesetzt, der gewählte Durchführungsweg passt zu den Zielen des Unternehmens.
Wie sehen Sie das?
Sollte eine betriebliche Altersversorgung ausschließlich die Versorgung der Mitarbeiter im Blick haben – oder dürfen betriebswirtschaftliche Vorteile für das Unternehmen bei der Wahl des Durchführungswegs ebenfalls eine Rolle spielen?
Fortsetzung folgt …
Die 17 Entscheidungsfragen zur bAV – Folge 2:
Warum die Innenfinanzierungskraft für viele Unternehmen wichtiger sein kann als der Zinssatz.