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Goldrichtig investieren ✨

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Vom Narren zu den Archetypen: Warum solche Figuren immer wieder auftauchen
Was wäre eigentlich, wenn die Erde flach ist? Die Idee verfolgt mich schon seit ein paar Jahren. Nicht weil ich glaube, dass die Erde flach ist. Sondern weil ich den Gedanken mag. Er ist herrlich nutzlos. Und genau deshalb interessant. Denn sobald ich diese Frage stelle, passiert etwas Faszinierendes. Menschen werden nervös. Nicht alle. Aber erstaunlich viele. Dabei habe ich gar nichts behauptet. Ich habe nur gefragt. Vielleicht liegt genau darin die Macht des Narren. Bevor wir weitermachen, lohnt sich ein kurzer Schritt zurück. Denn der Narr ist mehr als nur eine schräge Figur aus Märchen oder Königshöfen. Er gehört zu etwas Größerem. Zu den wiederkehrenden Rollen und Mustern, die Menschen seit Jahrtausenden erzählen, erkennen und verkörpern. Auf diese Idee bin ich nicht durch ein Buch gestoßen, sondern eher durch einen Umweg. 2010 absolvierte ich eine Ausbildung zum integralen Coach. Damals wollte ich vor allem Menschen besser verstehen. Wie sie denken. Warum sie handeln, wie sie handeln. Und weshalb manche Themen uns ein Leben lang begleiten. In der Ausbildung spielte Tiefenpsychologie eine große Rolle. Wir beschäftigten uns mit inneren Anteilen, unbewussten Mustern und den Geschichten, die Menschen über sich selbst erzählen. Irgendwann fiel dabei immer wieder ein Name: Carl Gustav Jung. Zunächst war das nur einer von vielen Theoretikern. Doch je mehr ich mich mit seinen Ideen beschäftigte, desto mehr hatte ich das Gefühl, auf etwas Zeitloses zu stoßen. Plötzlich begegneten mir dieselben Figuren überall. In Mythen. In Filmen. In Unternehmen. In politischen Debatten. Und manchmal sogar im Spiegel. Carl Gustav Jung nannte sie Archetypen. Der Held. Der Weise. Der Rebell. Der Narr. Sie tauchen in Mythen, Religionen, Filmen und Unternehmen auf, weil sie etwas Zeitloses in uns berühren. Archetypen sind gewissermaßen psychologische Abkürzungen. Sie helfen uns, menschliches Verhalten zu verstehen. Und der Narr ist einer der spannendsten unter ihnen. Er ist meineLieblingsfigur. Nicht weil er alles besser weiß. Sondern weil er weiß, dass niemand alles weiß. Der Held zieht in die Schlacht. Der Weise erklärt die Welt. Der Experte erstellt PowerPoint-Präsentationen. Und der Narr? Der Narr kommt herein und fragt: „Seid ihr euch da wirklich sicher?“ Plötzlich wird es still. Genau deshalb saß der Narr früher am Königshof. Nicht als Unterhaltung. Nicht als Dekoration. Sondern als Sicherheitsmechanismus. Der König hatte Minister. Generäle. Berater. Priester.
Vom Narren zu den Archetypen: Warum solche Figuren immer wieder auftauchen
1 like • 9h
Eine geniale Hommage! Ich mag ihn auch so, den Narren! Sein Job ist es seit je her, unsere Konzepte zu sprengen. Das tut er leichtfüßig und geduldig. Ein weiser Lehrer…
Classroom
Ich würde mir gerne Inhalte im Classroom ansehen. Ausser beim ersten zum Willkommen sehe ich aber überall - auch bei den freigeschalteten - nur eine leere Seite… mache ich was falsch?
Gehören dir deine Aktien wirklich?
Neulich bekam ich eine interessante Frage aus der Community. „Ist der einzige Weg, Aktien wirklich zu besitzen, sie als Namensaktien eintragen zu lassen?“ Eine faszinierende Frage. Denn die meisten Anleger beschäftigen sich mit allem Möglichen. Welcher ETF? Welche Aktie? Welche Branche? Welche Dividendenrendite? Welches Kursziel? Aber nur wenige stellen die vielleicht wichtigste Frage überhaupt: Was besitze ich da eigentlich? Ich habe manchmal den Eindruck, viele Anleger stellen sich Aktien noch so vor wie ihre Großeltern. Man kauft eine Aktie. Die Aktie gehört einem. Ende der Geschichte. Früher war das tatsächlich gar nicht so weit von der Realität entfernt. Es gab echte Aktienurkunden. Papier. Stempel. Unterschriften. Man konnte sie anfassen, einrahmen oder im Tresor lagern. Heute funktioniert die Welt anders. Bequemer. Schneller. Digitaler. Und wie so oft hat Bequemlichkeit ihren Preis. Wenn du heute eine Aktie kaufst, landet sie normalerweise nicht direkt auf deinen Namen. Stattdessen entsteht eine ganze Eigentumskette. Ganz oben steht das Unternehmen. Darunter sitzen Zentralverwahrer. Darunter Depotbanken. Darunter Broker. Und erst darunter kommst du. Du besitzt in der Regel nicht die konkrete Aktie Nummer vier­tausend­sieben­hundert­elf. Du besitzt einen rechtlichen Anspruch auf einen Anteil eines großen Sammelbestandes. Das klingt zunächst dramatischer als es ist. Denn dieses System funktioniert meistens hervorragend. Jeden Tag werden weltweit Billionen bewegt. Käufe werden abgewickelt. Dividenden ausgezahlt. Eigentumsrechte übertragen. Die Maschine läuft. Zumindest solange die Maschine läuft. Und genau hier beginnt das eigentliche Gedankenexperiment. Warum wissen Anleger oft bis auf die dritte Nachkommastelle, wie hoch die Dividendenrendite ihrer Aktie ist, aber nicht, wie die Verwahrung ihrer Wertpapiere funktioniert? Warum diskutieren Menschen stundenlang über Kursziele, aber kaum über Eigentumsstrukturen? Vielleicht weil wir Menschen Sicherheit lieben. Oder genauer: Wir lieben das Gefühl von Sicherheit. Das ist nicht dasselbe. An dieser Stelle kommen Namensaktien ins Spiel. Bei einer Namensaktie wirst du direkt im Aktienregister des Unternehmens eingetragen. Das schafft mehr Transparenz. Das Unternehmen weiß, dass du Aktionär bist. Aber auch das bedeutet nicht automatisch, dass deine Aktie völlig außerhalb des Finanzsystems existiert.
Gehören dir deine Aktien wirklich?
3 likes • 5d
Vielen Dank für diesen Beitrag! Da wünsche ich mir doch - wie öfters mal - analoge Zeiten zurück… 😏
Die wichtigste Lektion über Geld hat nichts mit Geld zu tun
Morgen stehe ich vor einer neunten Klasse. Eigentlich soll es um finanzielle Bildung gehen. Also um Geld. Sparen. Investieren. Vermögensaufbau. Doch je länger ich mich mit Geld beschäftige, desto mehr komme ich zu einer unbequemen Erkenntnis: Die meisten Menschen haben kein Geldproblem. Sie haben ein Sprachproblem. Deshalb werde ich die Schüler morgen wahrscheinlich nicht zuerst nach Aktien, Kryptowährungen oder Gold fragen. Ich werde eine viel einfachere Frage stellen: „Was bedeutet eigentlich Reichtum?“ Und dann wird etwas Interessantes passieren. Der eine wird sagen: viel Geld. Der nächste: ein großes Haus. Jemand anderes: ein teures Auto. Vielleicht sagt einer: Zeit. Vielleicht sagt jemand: Freiheit. Plötzlich wird sichtbar, dass zwanzig Menschen im selben Raum sitzen und dasselbe Wort benutzen, obwohl jeder etwas anderes meint. Genau hier beginnt das Drama. Wir reden ständig über Geld, ohne zu wissen, worüber wir eigentlich reden. Nimm das Wort „Sicherheit“. Der ETF-Anleger meint damit Diversifikation. Der Beamte meint einen festen Arbeitsplatz. Der Goldanleger meint Eigentum ohne Gegenpartei. Die Bank meint Einlagensicherung. Der Staat meint Vertrauen. Alle benutzen dasselbe Wort. Alle meinen etwas anderes. Der Philosoph Ludwig Wittgenstein nannte solche Zusammenhänge Sprachspiele. Die Bedeutung eines Wortes entsteht nicht durch eine Definition im Wörterbuch, sondern durch die Art, wie Menschen es verwenden. Richard Rorty ging noch einen Schritt weiter: Viele Konflikte entstehen nicht, weil Menschen unterschiedliche Fakten haben. Sondern weil sie dieselben Wörter benutzen und unterschiedliche Dinge meinen. Und die Stoiker hätten vermutlich ergänzt: Konzentriere dich nicht auf Wörter, sondern auf die Dinge dahinter. Wenn jemand Sicherheit sagt, frag nach. Wenn jemand Reichtum sagt, frag nach. Wenn jemand Erfolg sagt, frag nach. Denn Klarheit beginnt dort, wo wir aufhören, große Begriffe einfach zu übernehmen. Vielleicht ist Reichtum nicht die Größe deines Kontos.
Die wichtigste Lektion über Geld hat nichts mit Geld zu tun
1 like • 11d
Wunderbar! Ich wünschte, du wärst bei uns aufgetaucht, als ich in der neunten Klasse war… 😌
Merz sieht die gesetzliche Rente nur noch als “Basisabsicherung”
𝐄𝐫 𝐡𝐚𝐭 𝐑𝐞𝐜𝐡𝐭: 𝐃𝐮 𝐚𝐫𝐛𝐞𝐢𝐭𝐞𝐬𝐭 𝟒𝟓 𝐉𝐚𝐡𝐫𝐞 – 𝐮𝐧𝐝 𝐞𝐬 𝐫𝐞𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐭𝐫𝐨𝐭𝐳𝐝𝐞𝐦 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭! Friedrich Merz sagt es offen. Man muss ihn nicht mögen. Aber man sollte verstehen, was dieser Satz wirklich bedeutet. Stell dir das einmal ehrlich vor: Du arbeitest 45 Jahre. Du zahlst jeden Monat ein. Du verzichtest heute, weil du an morgen glaubst. Und am Ende bekommst du: 👉 1.100 – 1.300 € im Schnitt 👉 Vielleicht 1.500 € brutto, wenn alles „gut“ läuft Jetzt wird es wirklich unangenehm: Die Europäische Zentralbank hat ein klares Ziel: 👉 rund 2 % Inflation pro Jahr Klingt wenig. Ist es nicht. Nach 45 Jahren hat dein Geld nur noch etwa die Hälfte seiner Kaufkraft. 👉 1.500 € brutto entsprechen dann real vielleicht noch 700 – 800 € Und das ist kein Fehler. Das ist das System. Wenn die Rente nur noch „Basis“ ist, bedeutet das: 👉 Beiträge werden steigen 👉 Leistungen geraten unter Druck 👉 Arbeitszeit wird länger Oder alles zusammen. 𝐃𝐚𝐬 𝐢𝐬𝐭 𝐤𝐞𝐢𝐧 𝐀𝐮𝐬𝐫𝐞𝐢ß𝐞𝐫. 𝐃𝐚𝐬 𝐢𝐬𝐭 𝐝𝐢𝐞 𝐋𝐨𝐠𝐢𝐤 𝐝𝐚𝐡𝐢𝐧𝐭𝐞𝐫. Ein umlagefinanziertes System hat nur drei Stellschrauben: 👉 Mehr einzahlen 👉 Weniger bekommen 👉 Länger arbeiten Mehr gibt es nicht. 𝐃𝐞𝐫 𝐞𝐧𝐭𝐬𝐜𝐡𝐞𝐢𝐝𝐞𝐧𝐝𝐞 𝐃𝐞𝐧𝐤𝐟𝐞𝐡𝐥𝐞𝐫: Du glaubst, Sicherheit entsteht durch Einzahlen. In Wahrheit entsteht Sicherheit durch: 👉 Zugriff 👉 Kontrolle 👉 eigene Struktur Du kannst 45 Jahre einzahlen – und dir am Ende trotzdem zu wenig leisten. Wann hast du das letzte Mal ehrlich geprüft, was von deiner Rente real übrig bleibt?
Merz sieht die gesetzliche Rente nur noch als “Basisabsicherung”
3 likes • Apr 24
Das Tragische dabei ist, dass - selbst wenn sie das Problem erkannt haben, viele Menschen aufgrund ihres geringen Einkommens nicht (mehr) in der Lage sind, ausreichend gegenzusteuern… die Vorstellung, wie es aus diesem Grund in den nächsten Jahrzehnten vermutlich vielen alten Menschen finanziell gehen wird, ist traurig. Wir werden uns viel mehr brauchen - daraus kann gesellschaftlich auch viel Schönes entstehen…
3 likes • Apr 24
Jep. Das gilt auch für viele weitere Bereiche. Pflege etwa, um nur einen zu nennen.
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Katrin Strasser
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@katrin-strasser-9034
Lebe in der Oberpfalz, bin im sozialen Bereich tätig und versuche mich in finanzieller Bildung 😉

Active 9h ago
Joined Feb 6, 2026
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