Wenn Banken über Geld aufklären wollen – wird’s ideologisch.
Finanzielle Bildung ist plötzlich in aller Munde. Schüler sollen „fit in Sachen Finanzen“ werden. Klingt vernünftig. Klingt nach Aufbruch. Klingt nach Zukunft.
Doch wenn man genauer hinsieht, offenbart sich die Farce:
Ausgerechnet Banken und Versicherungen wollen plötzlich „Finanzwissen“ vermitteln. Die selben Institutionen, die seit Jahrzehnten davon leben, dass ihre Kunden keine Ahnung haben, wie Geld, Zins, Risiko und Verschuldung wirklich funktionieren.
Das ist in etwa so, als würde dir McDonald’s erklären, wie gesunde Ernährung funktioniert – mit extra Mayo. Oder Marlboro den Nichtraucherkurs übernehmen.
Die dahinterliegende Strategie ist durchschaubar: Indem man den Bildungsauftrag übernimmt, schafft man Vertrauen. Und wo Vertrauen ist, da wächst das Geschäft. Denn ein junger Mensch, der früh lernt, wie „Geldanlage“ laut Bank funktioniert, wird später vermutlich keine Fragen stellen, wenn ihm ein aktiv gemanagter Mischfonds mit 2,5 % Kostenpauschale angedreht wird.
Die traurige Wahrheit:
Inhaltlich bleibt diese sogenannte Bildung oft an der Oberfläche hängen.
Was ist ein Girokonto? Was ist eine Kreditkarte? Wie funktioniert Onlinebanking?
Kurz: Wie man sich reibungslos in einem fragilen System bewegt – nicht, wie man sich davon unabhängig macht.
Doch genau darum müsste es gehen.
Echte finanzielle Bildung ist kein Produkttraining. Sie ist Aufklärung. Aufrüstung. Ent-Täuschung.
Sie beginnt mit den Fragen, die niemand stellen darf:
– Wer schafft eigentlich unser Geld?
– Warum ist das heutige Finanzsystem instabil – und wem nützt das?
– Was ist der Unterschied zwischen Eigentum und Versprechen?
– Warum sind Schulden kein Teufelszeug, sondern Machtinstrumente – je nachdem, auf welcher Seite man steht?
Finanzielle Bildung muss unbequem sein. Sie muss ein Hirn mit Systemfragen konfrontieren – nicht mit Bedienungsanleitungen für Banking-Apps. Sie muss erklären, warum echte Sicherheit nicht in Versicherungen steckt, sondern in Verständnis, Vorrat und Verantwortung.
Ein Mensch sollte nicht lernen, wie man einen ETF auswählt – sondern wie man ein Portfolio so aufstellt, dass es nicht zerstört wird, wenn der nächste schwarze Schwan landet. Er sollte verstehen, warum Gold kein Investment ist, sondern eine Verweigerung gegenüber Schuldenlogik. Und warum Cash kein „nutzloses Kapital“ ist, sondern ein strategischer Raum, um Optionen zu haben, wenn andere keine mehr sehen.
Kurz: „So geht Geld“ bedeutet nicht, das Spiel besser zu spielen. Sondern zu erkennen, dass das Spiel selbst manipuliert ist – und sich dann ein eigenes Brett zu bauen.
Wer das verstanden hat, wird niemals auf die Idee kommen, sich von einer Bank oder Versicherung erklären zu lassen, wie Freiheit funktioniert.
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Ronny Wagner
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Wenn Banken über Geld aufklären wollen – wird’s ideologisch.
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