Der japanische Anleihemarkt steht kurz vorm Kollaps. Aber keine Panik – das ist nur die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt mit 263 % Staatsschuldenquote. Alles unter Kontrolle. Die Bank of Japan? Reagiert wie ein Karpfen im Fukushima-Abfluss: schwankend, blass, aber irgendwie noch am Leben.
Zinsmanipulation, unendliches Gelddrucken, tägliche Interventionen – willkommen im geldpolitischen Irrenhaus. Was früher als monetäre Verantwortung galt, nennt man heute Yield Curve Control. Und wenn der Markt trotzdem ausrastet? Dann kauft man einfach noch mehr Anleihen. Mit frisch gedrucktem Geld, versteht sich.
ZeroHedge spricht vom “Rande des Zusammenbruchs”. Ich frage mich: Was genau muss noch passieren, bis man vom Kollaps spricht? Bröckelnde Auktionen, fehlgeschlagene Platzierungen, die eigene Zentralbank als größter Gläubiger im eigenen Monopoly. Das ist kein Kapitalmarkt mehr. Das ist Staatsfinanzierung auf Crack.
Und jetzt kommt’s: Die EZB schaut zu – und schreibt mit.
Denn was in Japan getestet wird, wird im Westen kopiert. Erst belächelt. Dann bewundert. Dann übernommen.
Merke: Wenn selbst der japanische Staat seine Schulden nicht mehr loswird, ist das kein japanisches Problem. Das ist ein globales Endspiel.
Aber hey – wer braucht schon funktionierende Anleihemärkte, wenn man ETFs, ESG und künstlich gedrückte Zinsen hat?
Frage: Was passiert, wenn Vertrauen das einzige Asset ist – und genau dieses Vertrauen flieht?
Gold weiß es schon.