3.800 Dollar. Der Markt jubelt, die Charts explodieren, Kleinanleger werden nervös: Soll ich jetzt noch rein? Falsche Frage. Gold ist kein Investment. Es ist Versicherung gegen das Versagen des Systems. Wer Gold wie eine Aktie behandelt, hat das Spiel nicht verstanden.
Eine Aktie lebt von Wachstum, Innovation, Management. Deshalb fällt es ins Gewicht, wenn bei Barrick und Newmont zeitgleich die CEOs verschwinden . Bei Gold selbst ist es egal, wer gerade an der Spitze sitzt – das Metall interessiert sich nicht für Strategiepapiere. Es überlebt einfach.
Und genau hier gelten andere Maßstäbe. Aktien sind Wetten auf die Zukunft eines Unternehmens. Gold ist ein Misstrauensvotum gegen die Zukunft der Währung. Du kaufst keinen Cashflow, du kaufst Zeit. Während Fondsmanager längst Richtung Minen rotieren, klammern sich Kleinanleger weiter an die Fantasie von der “Altcoin Season” . Wer Gold mit Bitcoin vergleicht, macht denselben Denkfehler: beides ist knapp, aber nur eines ist seit Jahrtausenden überlebensfähig.
Die Euphorie ist gefährlich. Parabolische Charts sehen nach Durchbruch aus, sind aber oft nur das Fieber vor der Korrektur. Doch selbst wenn die Preise morgen einbrechen – Gold bleibt. Aktien, Anleihen, Token, sie alle können verschwinden. Gold nicht.
Und das ist kein Mythos, sondern Geschichte: 1971 trennte Nixon den Dollar endgültig vom Gold. Seitdem basiert Geld nur noch auf Vertrauen. Dieses Vertrauen erodiert, während Zentralbanken Gold in Rekordmengen horten – nicht aus Nostalgie, sondern weil sie wissen: Währungen kommen und gehen, Gold bleibt.
Wer Gold wie ein Investment tradet, wird irgendwann enttäuscht. Wer es als Versicherung hält, versteht, warum 3.800 Dollar nicht das Ende sind, sondern nur ein Symptom.