Gold glänzt nicht, weil es hübsch ist. Es glänzt, weil es unfassbar teuer erkauft wurde. Und ich rede nicht vom Preis pro Unze.
Willst du wissen, was echtes Skin in the Game bedeutet? Dann steig hinab in die tiefste Goldmine der Welt: Mponeng, Südafrika. Mehr als drei Kilometer unter der Erde – das ist, als würde man den Eiffelturm zwölf Mal aufeinanderstapeln und dann noch etwas weiter bohren. 60 Grad Celsius, stickige Luft, absolute Dunkelheit, wenn das Licht versagt. Kein Ort für romantische Goldgräberträume. Hier unten lebt der Kapitalismus seinen dreckigsten Instinkt aus: Gier gegen Risiko, Hitze gegen Hoffnung.
Warum das jemand tut?
Weil Gold nicht inflationiert werden kann. Weil du es nicht „drucken“, „klicken“ oder synthetisch erzeugen kannst. Du musst tief, sehr tief in die Eingeweide der Erde vordringen, um es zu finden. Und genau deshalb ist es das Gegenteil von billigem Geld: Es ist der Schmerz, der ihm seinen Wert verleiht.
Das nächste Mal, wenn dir jemand erzählt, Gold sei „veraltet“, „altmodisch“ oder „produziert keine Zinsen“ – frag ihn, ob er mal drei Kilometer unter der Erde gearbeitet hat, um ein paar Gramm Sicherheit zu bergen.
Gold ist kein Investment. Es ist der Beweis dafür, dass manche Dinge ihren Preis verdienen.
Wenn es nicht schmerzt, ist es keine Absicherung.