Volkswagen streicht Zehntausende Jobs.
Der Gewinn bricht um 44 % ein.
Und der bestbezahlte Mann im Konzern?
Ein Rentner.
Herbert Diess kassierte 2025 über 9 Millionen Euro. Mehr als der amtierende CEO Oliver Blume.
Das Kunststück dabei:
Diess arbeitete seit 2022 nicht mehr bei VW.
Kein Risiko.
Keine Verantwortung.
Kein Skin in the Game.
Nur ein Vertrag.
Taleb hätte daran seine Freude.
Nicht weil es clever ist. Sondern weil es ein perfektes Beispiel für ein krankes System ist.
In der echten Welt gilt eine einfache Regel:
Wer entscheidet, trägt Risiko.
Der Pilot sitzt im Flugzeug.
Der Restaurantbesitzer isst sein eigenes Essen.
Der Unternehmer kann pleitegehen.
Diess dagegen bekam weiter Vorstandsgehalt ohne Vorstand.
Von 2022 bis 2025:
36,9 Millionen Euro.
Danach Pension.
Rund 62.000 Euro im Monat.
Oder anders gesagt: etwa 2.000 Euro pro Tag fürs Nichtstun.
Währenddessen baut der Konzern Stellen ab.
Das Problem ist nicht Diess.
Er hat einfach einen Vertrag unterschrieben und ihn eingehalten. Rational.
Das Problem ist ein System, das Risiko sozialisiert und Belohnung privatisiert.
Manager ohne Konsequenzen.
Entscheidungen ohne Haftung.
Vergütung ohne Verantwortung.
Antifragil ist daran genau gar nichts.
Heute baut Diess Birnen in Nordspanien an, betreibt ein Hotel und sitzt im Aufsichtsrat von Infineon Technologies.
Dort wird er vermutlich wieder für Entscheidungen bezahlt, deren Risiko andere tragen.
Man muss zugeben:
Birnen anbauen hat mehr Skin in the Game als viele Vorstandsetagen.