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PDA Potenzialraum

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PDA Kompass

47 members • Free

20 contributions to PDA Potenzialraum
Was für mich an PDA Sinn macht - und was nicht...
Obwohl ich mich schon soo lange mit PDA beschäft, fühlt sich das ganze Thema nicht wirklich rund für mich an - und das erklärt für mich auch, warum die Beschäftigung damit für mich so anstrengend ist. Und ja, man könnte sagen, dass es ja egal ist, was PDA genau ist, und ob es Sinn macht oder nicht, bzw. anerkannt wird oder nicht - Hauptsache man findet einen guten Umgang damit. Aber ich finde, dass eben genau das Verständnis von PDA den Grundstein dafür legt, in welche Richtung die Suche nach Lösungen geht. WAS MICH IMMER WIEDER VERWIRRT Der Begriff "Pathological/Protective Demand Avoidance" meint im Grund eine (für mich) logische Vermeidung als Schutzreaktion auf unpassende Rahmenbedingungen, mit denen ein (neurodivergenter) Mensch konfrontiert ist. Ich sehe es als Vorstufe zum Burnout - bevor ich nicht mehr kann, wehre ich mich - durch Vermeidung und Verweigerung. Das ist für mich etwas, das auf einer ähnlichen Ebene wie ein Burnout diagnostiziert werden kann, aber nichts, was einen Menschen an sich definiert oder beschreibt. Beim Begriff "Persistent Drive for Autonomy", geht es für mich um das natürliche und gesunde Streben nach Selbstbestimmtheit von Menschen, die nicht in ein bestehendes System passen (Familie, Schule, Gemeinschaften). Weil sie besser als andere wissen, was gut für sie ist (zumindest solange sie noch mit sich selbst verbunden sind), und weil sie negative Folgen für sich, ihre Psyche und ihre Gesundheit abwenden wollen. Auch hier ist für mich nichts krankhaftes oder defizitäres dabei - aber viel Unbequemes für das Umfeld (und auch für sich selbst), weil das eben oft nur schwer umsetzbar ist. Liest man sich PDA-Checklisten oder auch Erfahrungsberichte durch, werden Betroffene als seltsam, defizitär, schwach, schwierig und irrational dargestellt. Im besten Fall wird das Verhalten liebevoll und veständnisvoll betrachtet: Sie brauchen unsere Unterstützung, weil sie eben "behindert" sind - auch wenn es schwer für uns Eltern ist. (Und ich weiß, behindert wird oft im Sinne "be-hindet von der Gesellschaft" gesehen, aber es hat für mich trotzdem einen falschen Beigeschmack).
3 likes • 9d
Ich bin echt wahnsinnig froh durch Instagram auf dich gestoßen zu haben. Ich kann es oft gar nicht fassen wie du mir aus dem Herzen sprichst. Und als jemand der entwurzelt aufgewachsen ist kann ich sagen, dass zumindest für mich die Entwurzelung nicht das Problem war - es war das Problem, dass ich nicht so sein konnte wie ich wirklich war - nicht akzeptiert wurde wie ich war und zu Sachen (vor allem wegen der Schule) gezwungen wurde - die nachhaltig meine Gesundheit beeinflusst haben. Unter anderem sind wir daher auch losgezogen. Denn nur wenn wir uns frei machen können von den Erwartungen einer Gesellschaft (in der jedes Kind in die Schule gehen muss egal wie es diesem Kind geht dabei) können wir wirklich sein wie wir sind. Und nur wenn wir sein können wie wir sind können wir gesund leben. Ich bezweifle ganz stark ob es in Deutschland oder in jedem Land wo es eine Zwangsschulpflicht gibt ein würdevolles aufwachsen eines Menschen geben kann der nicht dazu passt. Und für mich ist die Würde meiner Kinder am allerwichtigsten. Als ich meine Kinder zu Sachen zwingen musste, die gesetzlich vorgeschrieben waren - es hat mir das Herz gebrochen. Da ist im Vergleich dazu jegliche Schwierigkeiten die man durchaus im Ausland erleben kann für mich einfach lohnenswerter. ❤️🧡
AUDIO-GUIDE: Meine Sicht auf PDA (50 Min) 🎧
Wenn ihr euch 50 Minuten Zeit nehmen könnt, dann möchte ich euch dieses Audio ans Herz legen. Darin beschreibe ich meine Perspektive auf PDA - anfangs ein bisschen "slow" weil ich um 5 Uhr morgens begonnen habe - und auch weil es mir so schwer fällt, über diese Dinge zu sprechen (siehe weiter unten) 🌻 7 NEUE BLICKWINKEL 1. AuDHS als Grundlage 2. Vermeidung als Dynamik 3. Integrität statt Defizit 4. PDA als Ursachengefüge 5. Systemischer Blick 6. Anpassung vs. Authentizität 7. Eigenverantwortung Ich muss jede freie Minute (in der Hanna schläft) nutzen weil Hanna sagt, dass wir hier auf Urlaub sind und nicht zum Arbeiten... (und sie hat ja recht!). Eigentlich wollte ich dieses Audio auch im kostenlosen Raum veröffentlichen (daher der Hinweis darauf, dass es weitere Inhalte im Potenzialraum gibt) - und habe das auch vorgestern gemacht. Das hat mich allerdings so gestresst, dass ich es wieder gelöscht habe. Und gestern einen sehr unrunden Tag mit ganz viel Zweifel hatte - und schon fast alles hinschmeissen wollte. Es ist unvorstellbar, wie gross meine Angst vor Kritik bei diesem Thema ist, weil die Inhalte dieses Audio so stark mit meiner Identität, meinen Werten und allem, was ich glaube und spüre, verbunden sind. Ich habe definitiv ein Trauma davongetragen, jahrelang mein tiefstes Inneres und meine Wahrheit auf Social Media zu teilen und dabei auch immer wieder mit Hinterfragungen, Kritik und falschen Interpretation konfrontiert zu werden - während ich mich immer so sehr bemühe, alle Seiten zu sehen und zu verstehen und sehr sorgfältig und objektiv zu recherchieren. Diesen Raum hier sehe ich als einen Safe Space mit Potenzial zu Heilung für mich - und vielleicht auch für euch - DANKE DAFÜR 💛 PS: Bitte fragt gerne nach, wenn etwas unklar ist - ich habe sicher einiges vergessen! Und gebt sehr gerne Feedback!
1 like • 10d
Liebe Martina, habe jetzt endlich wieder genug Energie und Kapazität mich den Potenzialraum zu widmen und ich habe das starke Bedürfnis auszudrücken wie wichtig diese Audio bzw. deine Sicht auf PDA ist. Ich habe mich bei anderen Menschen die sich PDA widmen nie ganz wieder gefunden. Es fehlte mir immer der über „den Tellerrand schauen“ Teil und auch weil wir wahrscheinlich mit dem 1. Kindergartenjahr (wo er bereits 5/6 Jahre alt war) und vor Schule von PDA erfahren haben - die extreme Darstellung der Anforderungsverweigerung. In meiner lokalen PDA Community (sei Dank!) hatte ich die Rückmeldung bekommen, dass mein Kind noch nicht so viel maskiert und gezwungen wurde und deswegen wir es nicht so klar erlebt haben wie viele andere. Wir hatten das große Glück dass wir zufällig dieser Community beigetreten sind und ich dadurch so wahnsinnig viele Geschichten gehört habe die mir die Augen geöffnet haben. Ich sehe und erlebe PDA genauso wie du es beschreibst und hab echt Pipi in den Augen an manchen Stellen gehabt. Besonders berührt mich einfach auch der Teil wie weit ihr gegangen seid für eure Kinder und euch. Das kann ich wahnsinnig gut nachfühlen auch wenn wenn wir hier noch weit hinter euch stehen. Den Teil mit den Privilegien kann ich auch nur so unterschreiben und finde es ganz besonders interessant was du erzählst hast mit den ADHS und Autismusanteilen bei PDA. Ich finde der Podcast könnte wirklich weiter gehen. Fände es toll, wenn es wirklich einen Podcast geben würde! Oder ein Buch… finde das würde der PDA Community sehr sehr bereichern. Zuletzt eine Frage 😆 Welche Strategien könnten denn bei deinen genannten Punkten zu Neurodiversität helfen um schneller wieder in der Balance zu finden bzw. Mehr im Balance zu leben? Liebste Grüße
WILLKOMMEN & ÜBERBLICK (Starte hier!)
Herzlich Willkommen in meinem praxisnahen & stärkenden Raum für neue Perspektiven und Möglichkeiten im Umgang mit PDA. Du bekommst hier keine fertigen Lösungen, die du einmal durcharbeitest, sondern einen Raum, der dich über Zeit begleitet. Meine Audio-Guides geben dir Orientierung. Der Austausch und die Impulse bringen Tiefe in deinen Alltag. Du brauchst keine Angst haben, etwas zu verpassen. Inhalte kommen in verschiedenen Formen immer wieder. Nimm dir einfach das, was gerade passt.
0 likes • 20d
@Martina Franzl darf ich fragen woher bei Hanna der Drang nach sozialer Akzeptanz so viel mehr ausgeprägt ist als bei Niklas? Ich dachte immer (also von meiner eigenen Erfahrung), dass das mit kindheitstraumatas verbunden ist - ein gewisseres Peoplepleasing. Aber dem ist es offenbar nicht so und ich würde mich einfach sehr interessieren wieso woher das kommt? Bei uns ist es ja so, dass mein mann das gar nicht so kann… also er könnte sich nicht wirklich verbiegen um irgendwo dazu zugehören - selbst wenn er wollte konnte er es nie wirklich. Ich dagegen bin Hanna 2.0 gefühlt 😂
Wie reagiert ihr auf Beschimpfungen und/oder Angeschrien werden?
Hallo ihr Lieben, Wir befinden uns aktuell in einer sehr dysregulierten Phase, welche (so denke ich) viele verschiedene Gründe hat. Es kommen daher vermehrt zu Meltdowns. Einige dieser Gründe kann ich aktuell nicht so gut beseitigen - weshalb es gerade schwer ist. Nun ist es so, dass ich fast täglich angeschrien oder beschimpft werde. Gestern waren wir auf einem Tagesausflug und es war ihm dann plötzlich alles zu viel weil er keinen Sitzplatz im Zug bekommen hat obwohl er müde und hungrig war. Mir war das ehrlich gesagt in dem Moment nicht klar. Dann habe ich 2 Brösel von dem Stock welches er gesammelt hatte weggeschmissen - das hatte dann den Fass zum überlaufen gebracht. Ende vom Lied war, dass ich mit beiden Kids den Zug vorzeitig verlassen habe und noch weitere 3-4 Züge hab ziehen lassen bis sich alles beruhigt hatte. Dann heute Morgen ist das Geschwisterkind unwissentlich ins Video gelaufen welches er am aufnehmen war. Wieder komplett geschrien und beschimpft. Dann habe ich mich bewegt und irgendwas ist runtergefallen was er auf meiner Decke abgestellt hatte. Wieder sofort komplett geschrien und geschimpft. Das waren einige Beispiele von gestern und heute und ich bin ehrlicher Weise wirklich sehr verletzt durch dieses beschimpfen und einfach das zu viel Geschrei für mein Gemüt. Auch wenn ich weiß, dass es dabei nicht um mich direkt geht wenn er schreit - belastet es mich gerade sehr. Und mir fehlt dann oft die Energie ihn so zu begleiten, wie es sein sollte. Es ist ja auch echt intensiv und hört ja nicht sofort auf oder? Ich muss dann einfach aktuell weinen - wo ich früher noch wirklich gut begleiten konnte. Ich habe das Gefühl ich befinde mich in einem Teufelskreis und sehe mittlerweile nicht mehr was wie wo um hier raus zukommen. Was würdet ihr machen? Was hat euch geholfen? Ganz liebe Grüße
1 like • 20d
@Martina Franzl Liebe Martina, DANKE!!! Das hat mir wirklich sehr geholfen. Gleich nachdem lesen deines Kommentars habe ich mich hingesetzt und einiges aufgeschrieben was die Gründe dafür sein könnten spezifisch in unserer Situation und was für Schritte ich unternehmen könnte um dagegen zu steuern. Ich schreibe wann anders genauer dazu. Heute war schon ein besserer Tag… Ich danke dir von Herzen! Auch dass du so schnell geantwortet hast.
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold
Hanna möchte derzeit morgens überhaupt nicht angesprochen werden, und das respektiere ich auch (vor kurzem hab ich es mal vergessen, und dann hat sie mir später - bei einem anderen Problem - gesagt, dass dadurch schon der ganze Tag schlecht begonnen hat). Sie schläft im Raum neben mir mit der Türe leicht offen, und machmal macht sie - wenn sie aufwacht - gleich die Türe zu. Oder sie geht wortlos an mir vorbei ins untere Stockwerk und legt sich da mit ihrem Tablet auf die Couch. Und fragt irgendwann: "Gibt es Frühstück?" Dann ist sie bereit für leichte Gespräche und unser gemeinsamer Tag beginnt. An einem Schultag - oder wenn wir morgens etwas vorhaben - macht sie sich selbstständig fertig und kommt erst aus dem Zimmer, wenn sie bereit ist. Ich nutze die "Schweigezeit" zum Arbeiten und Schreiben. Das ist meine produktivste Zeit, denn oft weiß ich nicht, wie sich der Tag entwickeln wird, und ob ich danach noch zu kreativer Arbeit komme. *** Für uns war damals - als Niklas im extremen Burnout war - einer der größten Gamechanger, ihn morgens nicht mehr von uns aus anzusprechen. Das hat sich seltsam angefühlt, weil er ja auch bei uns im Bett geschlafen hat. Wenn ich mit Niklas telefoniere, dann sprechen wir ein bisschen und dann ist auch viel Schweigen... manchmal eine Stunden lang (er ruft mich oft an, wenn er früh munter wird und Bert noch schläft). Wir haben dann das Handy vor uns, und sind einfach miteinander, während jeder seinen eigenen Gedanken nachhängt oder sogar etwas nebenbei macht. Manchmal versuche ich gezwungen irgendwelche Fragen zu stellen... aber ich hab das Gefühl, dass das gar nicht nötig oder erwünscht ist. Seit Niklas' Burnout und unser aller Unmasking-Prozess wird bei uns grundsätzlich weniger gesprochen... was nicht dem entspricht, was ich mir uns für unser Familienleben vorgestellt haben - aber irgendwie ist jeder (inklusive uns Eltern) auch gerne in seiner eigenen Welt. Manchmal fühlt sich unser Zusammenleben an wie eine WG und nicht wie einen klassische Familie. Nebeneinander anstatt Miteinander sein, aber gleichzeitig auch verbunden. Manchmal fühlt sich das unsozial an, aber ich glaube, das entspricht vielen autistischen Menschen.
1 like • 29d
@Martina Mayer Liebe Martina, das klingt alles so unfassbar! Ich finde es so schrecklich, dass dann am Schluss dir als Mutter die Schuld gegeben wird. Ich bin in einer Selbsthilfegruppe bzw. war - ist zwar in Deutschland aber solche Geschichten wie deine habe ich echt schon so oft da gehört. Vielleicht hilft es ein ganz klein wenig, dass du/ihr bei weitem nicht alleine seid!
1-10 of 20
Xin L
3
1point to level up
@xin-l-6577
You can be at home anywhere in this beautiful world.

Active 1d ago
Joined Jan 31, 2026
Asia