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Online Geld verdienen - Inspiration
Weil die Frage zu möglichen Online Jobs öfters aufgetaucht ist, habe ich mir gedacht, dass wir einen Sammelbeitrag dazu machen könnten! Wenn ihr Erfahrungen habt oder gute Möglichkeiten kennt, teilt sie auch gerne in den Kommentaren - damit wir es gemeinsam möglich machen, dass jeder, der selbstbestimmer Leben möchte, das Passende für sich findet! ich fange heute mit einer Möglichkeit an und teile in Laufe der Zeit noch weitere Optionen. Alles Liebe, Martina 🌻 PS: Wir haben seit einigen Jahren eine US-LLC (amerikanische Firma mit großen steuerlichen Vorteilen, da wir nicht mehr in Österreich gemeldet sind). Wenn jemand dazu Infos möchte, schreibt mich gerne an!
Life is a Roller-Coaster
Unser Leben passiert immer mit gefühlt 300 km/h - manchmal denke ich dass wir in einer Woche mehr erleben als andere in einem Monat oder Jahr... kennt ihr das auch? ✔️ Zum einen hat das mit der Geschwindigkeit unserer Gehirne zu tun - ADHS und Höherbegabung - da ist einfach kein Stillstand. So viele neue Ideen, neue Wünsche, neue Pläne. Und der Autismus-Anteil ist dauerhaft überfordert. Vor allem Hanna hält uns hier auf Trapp - immer etwas Neues, das gebraucht wird, um in der Regulation zu bleiben. Nicht nur Dinge - sondern auch Hobbies, Jobwünsche, Aktivitäten - und natürlich muss immer alles sofort sein. Und auch Niklas hat Bedürfnisse - nicht so viele wie Hanna, aber dafür hochwertig und teuer. ✔️ Zum anderen hat es damit zu tun, dass wir unser Leben so dermaßen auf den Kopf gestellt haben. Bei uns hat sich einfach alles geändert, und es sind noch einige lose Ende zu verknüpfen, bis es wieder ruhiger werden kann. Bzw. ist die Frage, ob es überhaupt ruhiger werden kann, weil sich Bedürfnisse weiterentwickeln, Flexibilität gefordert ist und der Alltag dann wieder neu angepasst werden muss. ✔️ Auch Ortswechsel, so wie unsere Zeit auf der Insel Koh Chang und in Österreich bringen so viele neue Dynamiken, Erfahrungen und Erkenntnisse zurück - und dann wieder die Rückkehr nach Pai. Immer neue Eindrücke, Challenges, Veränderungen. Ähnliches gilt aber bestimmt auch für alle, die in der Heimat sind und sich mit Schulpficht, Systemdruck. Therapien, Diagnostiken, Jugendämter, Einsprüchen, Unterstützungsansuchen und ähnlichem herumschlagen. ✔️ Und dann natürlich ganz Alltägliches wie Geschwisterstreitt, Meltdowns (bei unseren Kids zum Glück nicht mehr vorhanden), Equalizing, Partnerkonflikte, Umfeld, eigenen Entwicklung... dauerhaft Brände löschen, Lösungen finden, weiter denken, neu beginnen. Es ist einfach nie Ruhe, auch wenn wir das manchmal so brauchen würden. *** Ich könnte hier 24/7 Einblicke und Erkenntnisse über unser Leben teilen - zum Glück viel Positives, und gleichzeitig auch viel Verrücktes und Herausforderndes. Mein Gehirn ist immer ON. Die Hälfte von allen Beiträgen, die ich in den letzten Tagen schreiben wollte, sind schon wieder verpufft, weil so viel Neues dazu gekommen ist, das mich beschäfige.
Life is a Roller-Coaster
JOURNAL - Mai 2026 (Updates in den Kommentaren)
Wilkommen im Mai - mit hoffentlich ganz viel Sonne für euch - fürs Gemüt und einen unkomplizierteren Alltag! Bei uns in Pai ist die "Smokey Season" vorbei, die Luft ist wieder klar und es regnet hin und wieder ein bisschen - was sehr gut tut weil die Monate April und Mai die heissesten Monate hier sind! Die letzten Wochen in Österreich und auf der Insel Koh Chang waren sehr erholsam, aber jetzt freuen wir uns auch wieder auf die Zeit hier! Die meisten unserer Freunde kommen erst in den nächsten Wochen zurück, und die Schule beginnt wieder im Juni! Zum Glück sind aber die beiden besten Freunde von Niklas und Hanna hier, somit sind sie beschäftigt - und hängen nach all dem Imput auch gerne einfach zuhause herum. Bert und ich bemühen uns, hier vieles neu zu sortieren und abzuschließen - ich will in diesem Monat endlich meine Audiokurse fertigbekommen (mehr dazu in den Kommentaren) - und Bert hat in seinem Job einige Projekte in Aussicht, die hoffentlich realisert werden. Eine unserer Katzen ist seit 1.5 Wochen in einer Tierklinik in der nächsten großen Stadt Chiang Mai (135 km entfernt) und bekommt dort aufgrund eines Tumors 4 Wochen lang Chemotherapie. Das alles aus der Ferne zu organsieren, die Sorge und die Extrakosten haben uns ein bisschen aus dem Konzept geworfen, aber die Behandlung schlägt gut an und am Sonntag darf unsere "Clover" erstmal wieder nach Hause! Ich bin gespannt, was dieser Monat sonst noch mit sich bringen wird - wie ich schon in einem meiner letzten Beiträge geschrieben habe: Unser Leben bewegt sich immer in Hyperspeed... ständig entstehen neue Bedürfnisse und Challenges - und es ist andauernd etwas zu lösen oder organisieren. Ich muss immer lachen wenn andere denken, dass wir hier Dauerurlaub machen! Es sind aber auch so viele schöne Momente, Erfolge und große Entwicklungen dabei! Hanna hatte wieder eine Freundin über Nacht hier - was lange Zeit ein No-Go war. Niklas ging in dieser Woche 2x mit seinem Freund ins Fitnesscenter und 1x Muay Thai - vor 1-2 Jahren bekamen wir ihn kaum aus dem Zimmer, geschweige denn war an Sport zu denken. Und Niklas isst das verrückteste Essen! Burger mit Salat, Tomaten und Zwiebel zum Beispiel - und probiert auch immer wieder etwas Neues aus - nachdem er fast 3 Jahre lang immer dieselben 3 Gerichte gegessen hat.
Über individuelle "Schweregrade" von Autismus
Das ist ein Thema, über das ich mir immer wieder viele Gedanken mache - und heute bin ich auf einen Beitrag gestoßen, der einiges davon gut in Worte fasst! Das Autismus-Spektrum ist groß und reicht von (auf den ersten Blick) hochfunktionalen und hochintelligenten Menschen - bis hin zu nonverbalen Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen. In unserer Familie ist die Neurodivergenz nicht auf den ersten Blick ersichtlich - zumindest nicht für Menschen, die sich in der Thematik nicht auskennen. Wir funktionieren alle verhältnismäßig gut und brauchen keine offensichtliche Unterstützung. Wenn man tiefer blickt, erkennt man aber, welche Auswirkungen das - und damit verbunden wenig Verständnis und Erleichterungen im Alltag - für unseren Körper, unsere Psyche, unseren Energiehaushalt und unseren Selbstwert nach sich zieht. Und auch wenn wir immer alles "irgendwie" hinkriegen - der Preis ist hoch und wir haben viele Fragezeichen im Kopf in einer Welt, die für viele eigentlich ganz gut zu funktionieren scheint. Und selbst wenn es Vorteile mit sich bringen kann, mehr wahrzunehmen, komplexer zu denken und intensiver zu fühlen als andere, ist es im Alltag oft auch hinderlich - besonders wenn man nie einen gesunden Umgang damit gefunden hat. *** Und dann stoße ich auf auf Beiträge von Autisten, die wirklich schwer beeiträchtigt sind. Und frage mich, ob ich neben diesen das Wort Autismus überhaupt für uns verwenden darf - weil unsere Leben trotz aller Herausforderungen nur wenig mit derer Lebensrealität gemein hat. Konkret denke ich dabei an zwei Instagram-Accounts, die mir sehr am Herzen liegen: Stories about Autism und Twin Tides & Autism Vibes, in denen zwei getrennt lebende Elternteile über den Alltag ihrer autistischen Söhne berichten. Auch wenn wir unser Leben 100% auf die Bedürfnisse unsere Kinder ausgerichtet haben und selbst sehr daran arbeiten müssen, das gemeinsam mit unseren eigenen Challenges halten zu können, ist das für mich dennoch ein sehr anderes Level.
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Über individuelle "Schweregrade" von Autismus
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold
Hanna möchte derzeit morgens überhaupt nicht angesprochen werden, und das respektiere ich auch (vor kurzem hab ich es mal vergessen, und dann hat sie mir später - bei einem anderen Problem - gesagt, dass dadurch schon der ganze Tag schlecht begonnen hat). Sie schläft im Raum neben mir mit der Türe leicht offen, und machmal macht sie - wenn sie aufwacht - gleich die Türe zu. Oder sie geht wortlos an mir vorbei ins untere Stockwerk und legt sich da mit ihrem Tablet auf die Couch. Und fragt irgendwann: "Gibt es Frühstück?" Dann ist sie bereit für leichte Gespräche und unser gemeinsamer Tag beginnt. An einem Schultag - oder wenn wir morgens etwas vorhaben - macht sie sich selbstständig fertig und kommt erst aus dem Zimmer, wenn sie bereit ist. Ich nutze die "Schweigezeit" zum Arbeiten und Schreiben. Das ist meine produktivste Zeit, denn oft weiß ich nicht, wie sich der Tag entwickeln wird, und ob ich danach noch zu kreativer Arbeit komme. *** Für uns war damals - als Niklas im extremen Burnout war - einer der größten Gamechanger, ihn morgens nicht mehr von uns aus anzusprechen. Das hat sich seltsam angefühlt, weil er ja auch bei uns im Bett geschlafen hat. Wenn ich mit Niklas telefoniere, dann sprechen wir ein bisschen und dann ist auch viel Schweigen... manchmal eine Stunden lang (er ruft mich oft an, wenn er früh munter wird und Bert noch schläft). Wir haben dann das Handy vor uns, und sind einfach miteinander, während jeder seinen eigenen Gedanken nachhängt oder sogar etwas nebenbei macht. Manchmal versuche ich gezwungen irgendwelche Fragen zu stellen... aber ich hab das Gefühl, dass das gar nicht nötig oder erwünscht ist. Seit Niklas' Burnout und unser aller Unmasking-Prozess wird bei uns grundsätzlich weniger gesprochen... was nicht dem entspricht, was ich mir uns für unser Familienleben vorgestellt haben - aber irgendwie ist jeder (inklusive uns Eltern) auch gerne in seiner eigenen Welt. Manchmal fühlt sich unser Zusammenleben an wie eine WG und nicht wie einen klassische Familie. Nebeneinander anstatt Miteinander sein, aber gleichzeitig auch verbunden. Manchmal fühlt sich das unsozial an, aber ich glaube, das entspricht vielen autistischen Menschen.
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