📝 Warum To-Do-Listen besser als Schäfchen sind
Gestern habe ich gefragt:
Was machst du, wenn Gedanken rasen und du nicht einschlafen kannst?
Die Antwort: C) – aber mit entscheidendem Twist
Hast du es gewusst, erahnt?
Eine Studie von Scullin et al. zeigt: Probanden, die eine detaillierte To-Do-Liste für die kommenden Tage schrieben, schliefen signifikant schneller ein als jene, die über bereits Erledigtes Tagebuch geführt haben (Journaling).
Der Mechanismus:
  • Zeigarnik-Effekt: Unerledigte Aufgaben bleiben im Arbeitsgedächtnis aktiv und "nagen" unterschwellig
  • Durch Aufschreiben signalisierst du deinem Gehirn: "Gesichert. Kann losgelassen werden."
  • Das Default Mode Network beruhigt sich
Entscheidend: Der Detailgrad Je spezifischer, desto wirksamer:
❌ Schlecht: "Projekt X"
✓ Besser: "E-Mail an Chef wegen Projekt X"
✓✓ Am besten: "E-Mail an Müller: Budget-Freigabe für Projekt X anfragen, max. 3 Sätze"
Das Prinzip: Dein Gehirn lässt nur los, wenn der nächste Schritt klar definiert ist.
🔬 Deep Dive für Level 4+: Das vollständige Studienprotokoll, die Neurowissenschaft dahinter und warum Dankbarkeits-Journaling anders wirkt – im Classroom.
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Dr. med. Orell Mielke
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