📝 4‑Tage‑Woche: Warum sie neurobiologisch Sinn macht
Viele diskutieren über die 4‑Tage‑Woche, als wäre es ein politisches Thema.
Neurobiologisch ist es vor allem ein Energie-Management-Thema.
Was die Forschung zeigt:
  • Das Gehirn arbeitet in Ultradian-Rhythmen von ca. 90 Minuten Leistungsphase + 15–20 Minuten Erholungsphase.​
  • Das LC‑NE‑System (Locus coeruleus – Noradrenalin) steuert Wachheit & Fokus – bei Dauerstress „brennt“ es aus: Aufmerksamkeit bricht ein, Fehler steigen, Kreativität sinkt.​
  • Chronischer Schlafmangel verschiebt diese Rhythmen, erhöht Grundstress und senkt kognitive Kontrolle (PFC‑Funktion).​
Die 4‑Tage‑Woche funktioniert darum in Studien oft besser als erwartet:
  • Mehr Schlaf & Regeneration → stabilere LC‑NE‑Aktivität, weniger „Overdrive“.​
  • Mehr echte Off‑Phase → Ultradian-Rhythmen können sich normal einpendeln, statt permanent überfahren zu werden.​
👉 Mini-Experiment (auch bei 5 Tagen möglich):
  • Arbeite in 90‑Minuten‑Fokusblöcken + 15 Minuten echte Pause (kein Handy, kein Mails)
  • Nutze 1 Tag/Woche als Recovery-/Deep‑Work‑Tag (kein Meeting‑Zerhacker)
Beobachte: Wie verändern sich Fokus, Fehlerquote und Emotionen am Ende des Tages?
➡️ Deep Dive im Classroom: Was LC‑NE, Ultradian-Rhythmen und Schlafstudien konkret zur 4‑Tage‑Woche sagen – plus, wie du das in einer 5‑Tage‑Umgebung nutzen kannst.
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Dr. med. Orell Mielke
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