Maßeinheiten kollabieren – und niemand merkt’s
Nominal ist das neue Normal. Willkommen in der Welt der monetären Illusion.
Die meisten Menschen glauben, dass ihr Kontostand etwas über ihren Wohlstand aussagt. Dass 100.000 Euro auch in zehn Jahren noch „viel Geld“ sein werden. Sie vergessen dabei eine Kleinigkeit: Der Maßstab, in dem sie messen, ist selbst Gegenstand des Zerfalls.
Geld soll messen, tauschen und aufbewahren helfen. Es versagt in allen drei Disziplinen.
Die Kaufkraft des Geldes – also die wahre Maßeinheit – ist keine Naturkonstante, sondern politisches Wunschkonzert. Wer das nicht versteht, wird in nominaler Sicherheit untergehen – real jedoch verarmen. Der DAX steht bei 24.000 Punkten? Klingt gut. In Gold gemessen ist das ein Witz. Tatsächlich ist der reale DAX (in Gold gemessen) seit dem Jahr 2000 um über 70 % gefallen . Das ist, als würde dein Maßband bei jedem Messen schrumpfen – und du glaubst trotzdem, dein Haus wird größer.
Willkommen im Weimar 2.0.
Schon einmal erlebt: In der Weimarer Republik schien alles zu steigen – Aktienkurse, Gehälter, Vermögen. Nur dumm, dass die Maßeinheit, die Papiermark, gleichzeitig implodierte. Ergebnis: Ein scheinbarer Boom – in Wirklichkeit ein Totalverlust. Real, also in Gold gerechnet, blieb nichts übrig außer Illusionen und Asche .
Heute stehen wir wieder an der Schwelle zum selben Abgrund – nur diesmal global. Drei Inflationszyklen des US-Dollars sind durchlaufen, der dritte läuft gerade (siehe Seite 4). Die Geschichte ist eindeutig: Immer wenn Papiergeld zur alleinigen Maßeinheit wird, folgt der finale Zusammenbruch. Voltaire wusste das schon vor 300 Jahren: „Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück – Null.“
Was ist ein Maßstab wert, der sich selbst verändert?
Stell dir vor, du würdest eine Brücke bauen – aber das Metermaß verändert sich jeden Tag. Genau das passiert mit Fiat-Währungen. Sie sind kein Maßstab, sie sind ein bewegliches Ziel. Und dennoch glauben Millionen, sie könnten damit ihr Vermögen aufbewahren? Absurd. Das eigentliche Problem ist nicht der Preis der Dinge. Sondern die Idiotie des Maßstabs.
Es ist kein Rohstoffboom, wenn die Preise steigen – es ist ein Währungszusammenbruch, der sich in steigenden Preisen zeigt. Gold steigt nicht. Es bleibt. Alles andere fällt – insbesondere dein Euro, dein Dollar, dein Glaube. Maßeinheiten, die sich entwerten, sind wie Thermometer, die bei Fieber 36,6 anzeigen.
Der Kollaps der Maßeinheit ist das ultimative „tail risk“, das der moderne Investor ausblendet. Warum? Weil es unbequem ist. Weil es bedeutet, dass das gesamte Spiel – Rendite, Risiko, Benchmark – auf einer Illusion basiert. Eine fragile Welt aus Fiat-Zahlen ohne Bodenhaftung. Die Lösung? Denk wie ein Zimmermann – und vertraue auf ein Maßband aus Stahl.
Gold ist kein Investment. Es ist ein Maßstab. Ein Nullpunkt. Eine Referenz jenseits politischer Willkür. Deshalb hält es seit 7.000 Jahren stand. Und genau deshalb ist es der stille Richter über jedes System, das sich für unbesiegbar hält.
Denn wenn die Maßeinheiten kollabieren, zeigt sich, wer nackt schwimmt.
Spoiler: Es sind fast alle.
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Ronny Wagner
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Maßeinheiten kollabieren – und niemand merkt’s
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