Die Lösung für jahrzehntelanges politisches Versagen, ökonomische Ignoranz und ein kollabierendes Umlagesystem lautet also: 21 Euro Mindestlohn.
Nicht 20. Nicht 22. Exakt 21.
Als ob man ein sinkendes Schiff rettet, indem man die Farbe der Rettungsringe ändert.
Wer ernsthaft glaubt, dass höhere Löhne in einem System mit negativer Demografie, massiver Umverteilung und zentraler Geldentwertung plötzlich Altersarmut beseitigen, der glaubt auch, dass man durch lauteres Rufen besser durch einen Schneesturm navigiert.
Die Wahrheit ist unangenehm – und deshalb tabu:
Nicht der Lohn ist das Problem. Nicht die Arbeit.
Sondern das System selbst.
Ein Rentensystem, das Wachstum voraussetzt, wo Schrumpfung Realität ist. Ein Geldsystem, das Kaufkraft verspricht, aber Inflation produziert. Und eine Politik, die den Menschen vorgaukelt, sie könnten sparen – in einem Fiat-System, das Sparen bestraft.
Die „21-Euro-Rettung“ ist nicht einmal ein Pflaster auf einer Schusswunde. Sie ist ein Placebo im Endstadium.
Und jetzt? Mehr Mindestlohn? Oder vielleicht doch lieber antifragile Rücklagen außerhalb des Systems?
Was meinst du:
Reicht 21 Euro die Stunde – wenn der Euro selbst nicht reicht?