Ich bin nach wie vor gut verdrahtet in der IT-Branche und stoße immer wieder auf Entwickler, die Vibe Coding komplett kleinreden. Gerade unter meinen YouTube-Videos kommen regelmäßig Kommentare wie dieser hier 👇 von Leuten, die nicht wissen, dass ich selbst vom Fach bin.
Und der Kommentar ist ein perfektes Beispiel für eine Denkweise, die ich sehr oft sehe. "Ersetzt höchstens Junior-Entwickler", "keine komplexen Projekte", "Clickbait". Ich will den Verfasser gar nicht angreifen. Der Kommentar spiegelt wider, was viele Devs gerade denken. Und ja, bei großen Kontextfenstern gibt es Herausforderungen, das ist Fakt.
Aber genau hier liegt der Denkfehler. Die Leute bewerten den Stand von heute und schließen daraus auf morgen. Als ob sich die Modelle, die Toolchains und die Workflows nicht in Monaten komplett weiterentwickeln würden.
Und mal ehrlich. Es war als Entwickler schon immer so, dass du dich ständig anpassen musstest. Neue Frameworks, neue Sprachen, neue Paradigmen. Wer stehen bleibt, wird überholt. Das war vor 10 Jahren so und das ist heute so.
Deshalb wundert es mich jedes Mal, wenn ausgerechnet Devs, also Leute deren ganzer Job auf Anpassungsfähigkeit basiert, sich gegen Vibe Coding sträuben anstatt es als das zu sehen was es ist: das nächste Werkzeug im Toolkit.
Was sind eure Erfahrungen? Begegnet euch diese Abwehrhaltung auch?