đŸ¶Woran erkenne ich einen seriösen Hundetrainer?
Ein Zertifikat, eine Website – mehr braucht es heute nicht, um sich Hundetrainer zu nennen. Das ist erstmal nichts Schlechtes: viele Menschen finden so ĂŒberhaupt erst zu diesem Beruf, und manche von ihnen entwickeln sich zu wirklich guten Trainern. FĂŒr dich als Hundehalter macht es die Wahl aber schwerer, denn auf den ersten Blick sehen sich die Angebote oft zum Verwechseln Ă€hnlich. Gleiche Website-BaukĂ€sten, Ă€hnliche Stockfotos, Ă€hnliche Versprechen von "entspanntem Zusammenleben" und "artgerechtem Training".
Was die wenigsten wissen: "Hundetrainer" ist in Deutschland kein geschĂŒtzter Begriff. Es gibt weder eine einheitlich geregelte Ausbildung noch einen staatlich anerkannten Abschluss – im Grunde darf sich jeder so nennen, unabhĂ€ngig davon, wie viel er tatsĂ€chlich weiß. Genau das erklĂ€rt, warum sich die Angebote so Ă€hneln: Es fehlt schlicht der gemeinsame Maßstab, an dem du dich orientieren könntest.
Ein paar Fragen helfen dir trotzdem, schon vorab herauszufinden, ob es wirklich passt. Eine gute erste Frage: welche der vier Lernquadranten – positive VerstĂ€rkung, negative VerstĂ€rkung, positive Strafe, negative Strafe – setzt die Person bewusst ein, und worauf verzichtet sie bei eurem Hund vielleicht bewusst? Eine vage Antwort wie "ich arbeite nur positiv, das reicht" oder "ich mache das schon lange so" verrĂ€t oft mehr ĂŒber Ideologie als ĂŒber euren konkreten Hund.
Eine zweite Frage: liegt eine Erlaubnis nach §11 Tierschutzgesetz vor? Die braucht, wer Hunde gewerblich trainiert – eine SachkundeprĂŒfung durch das VeterinĂ€ramt. Aber Vorsicht mit falscher Sicherheit: weil es keine bundeseinheitliche PrĂŒfungsordnung gibt, entscheidet jedes VeterinĂ€ramt selbst, wie streng geprĂŒft wird. Viele verlangen ein aufwĂ€ndiges FachgesprĂ€ch und eine praktische PrĂŒfung. Die Erlaubnis zeigt also vor allem, dass jemand gewerblich arbeiten darf – sie garantiert noch nicht automatisch QualitĂ€t. Und: reine Social-Media-Angebote und ehrenamtliche Vereinsarbeit fallen hĂ€ufig ganz aus dieser Pflicht heraus, weil dort formal nicht gewerblich oder nicht direkt am Hund gearbeitet wird. Ein blinder Fleck im System, den man kennen sollte.
Und dann die Frage nach der Erfahrung selbst: wie viele Hunde und Menschen wurden schon begleitet, ĂŒber welchen Zeitraum, mit welchen Problemen? Gute Trainer erzĂ€hlen darĂŒber gern, mit konkreten Beispielen statt vagen Zahlen. FĂŒr mich persönlich zĂ€hlt jemand erst nach mehreren hundert Hunden und ĂŒber zehn Jahren echter Praxis wirklich als erfahren – das ist meine eigene Messlatte, nicht die einzig gĂŒltige, aber eine, die sich in ĂŒber drei Jahrzehnten immer wieder bestĂ€tigt hat. Bei mir selbst sind es nach 35 Jahren Praxis mit Sicherheit weit ĂŒber 3.000 begleitete Hunde.
35 Jahre als Hundetrainerin und Hundephysiotherapeutin, 25 Jahre Trainerausbildung, 30 Jahre Arbeit mit Tieren am Filmset, weit ĂŒber 3.000 begleitete Hunde – genau daraus wĂ€chst das VerstĂ€ndnis, das du dir fĂŒr deinen Hund wĂŒnschst.
Ich nehme kein Blatt vor den Mund – dafĂŒr bekommst du bei mir ehrliche Antworten statt WohlfĂŒhlfloskeln. Meine Community ist aktuell noch kostenlos. Schau vorbei, wenn du aktiv mitmachen willst – du bist herzlich willkommen.
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Susanne Zischgl
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