Gestern bot sich ein tiefer Einblick in eine Welt, die hinter verschlossenen Türen agiert. Mein Mann war für Consulting Dickbauer auch in Bezug meiner Marke RCD High End Transistion Management auf einer High-Level Pitch-Veranstaltung. Ein Raum voller Entscheider, in dem es um die Deutungshoheit über die Zukunft von Organisationen geht.
Als die Sprache auf das Thema Feelgood Management kam, geschah etwas Bezeichnendes: Ein kollektives Augenrollen ging durch die Runde. Die begleitende Aussage war von einer kühlen, monetären Logik geprägt: „Warum Mitarbeiter halten? Wir sind froh, wenn sie von selbst gehen – das spart uns die Abfertigungszahlungen.“
Ich nehme in diesem Moment eine tiefe Resonanz des Taylorismus wahr. Der Mensch wird hier primär als Kostenfaktor gesehen, dessen Ausscheiden einen finanziellen Vorteil in der Bilanz verspricht. Es ist eine Welt, in der die kurzfristige Ersparnis über den langfristigen Wert menschlicher Bindung steht.
Doch genau in diesem Gegenwind liegt eine spannende Wendung. Trotz der Skepsis ist ein Dialog entstanden. Aktuell stehen zwei Optionen im Raum: ein gezielter Auftrag oder eine befristete Anstellung für zwei Jahre. Die Verhandlungen laufen weiter und zeigen, dass selbst dort, wo der Taylorismus noch tief sitzt, eine Neugier auf neue Wege der Koexistenz spürbar wird.
Für uns Feelgoodmanager bedeutet das: Der Weg zu echten High-End-Positionen führt über beharrliche Bewusstseinsarbeit. Wir sind Gestalter einer Zukunft, die diesen rein monetären Fokus herausfordert.
Ich halte euch über den Fortgang der Gespräche auf dem Laufenden.
Wie nehmt ihr solche Momente wahr, in denen wirtschaftliche Logik auf menschliche Werte trifft?