…wie oft da zwei Seiten in einem Mann aktiv sind.
Der Teil, der Verantwortung übernimmt, klar denkt und führen will –und der Teil, der sich innerlich noch wie ein kleiner Junge fühlt, der sich beweisen, rechtfertigen oder schützen muss.
Ich kenne das gut. Ich war jahrelang überzeugt, „ein Mann“ zu sein – stark, zielorientiert, belastbar. Aber in manchen Momenten hat ein verletzter Teil in mir reagiert. (Tuts auch heute noch.)
Wenn mich jemand kritisiert hat. Wenn ich mich abgelehnt gefühlt habe. Oder wenn ich keine Kontrolle über eine Situation hatte.
Der Unterschied zeigt sich nicht, wenn alles gut läuft …
… sondern wenn du getriggert wirst.
Dann entscheidet sich, ob du wirklich ein Mann bist – oder ob der Junge in dir das Steuer übernimmt.
- Der Junge will geliebt werden.
- Der Mann liebt.
- Der Junge reagiert.
- Der Mann hält inne, spürt, reflektiert.
- Der Junge sucht Anerkennung.
- Der Mann ruht in sich.
Viele Männer stecken irgendwo dazwischen. Sie haben schon einiges verstanden, vielleicht Therapie oder Coaching gemacht, aber spüren: da ist noch was in mir, das getriggert wird –besonders in Beziehung, mit der Partnerin oder mit den Kindern.
Das ist kein Fehler. Das ist Entwicklung. Aber: Nur wer hinschaut, kann wachsen.
Wie geht es dir damit?