Warum spricht die Kabbala in Metaphern und Gleichnissen?
Weil wir das, was vor und über unserer Welt liegt, nicht direkt erfassen können. Unser Verstand und unsere Sinne sind an die physische Realität gebunden. Alles, was darüber hinausgeht, entzieht sich unserer Vorstellung. Deshalb nutzen die Kabbalisten eine besondere Sprache: Sie sprechen von „Wurzeln und Zweigen“.
🔹 Alles, was wir hier sehen, ist nur ein „Zweig“ – eine Folge einer höheren „Wurzel“
🔹 Die spirituelle Welt selbst bleibt uns verborgen
🔹 Bilder und Begriffe helfen uns nur, uns anzunähern – sie sind keine Realität, sondern Hinweise
Diese Sprache ist wie eine Brücke:Sie führt uns von dem, was wir kennen, zu dem, was wir noch nicht wahrnehmen können.
Gleichzeitig lernen wir ein zentrales Prinzip: Die Schöpfung besteht immer aus zwei Seiten – Licht und Gefäß:
🔹 Das Licht: die ausströmende göttliche Kraft
🔹 Das Gefäß: die Form, die begrenzt und wahrnehmbar macht
Erst das Zusammenspiel beider lässt Wirklichkeit entstehen.Ohne Gefäß kein Licht – und ohne Licht kein Leben.
👉 Dieser Unterricht öffnet den Blick dafür, wie wir trotz unserer Grenzen beginnen können, das Höhere zu „hören“ – auch wenn wir es noch nicht sehen.
Eli&Boris