Es fühlt sich nicht nur ungewohnt an, für einen Moment bedeutungslos zu sein.
Es fühlt sich existenziell an.
Denn wenn ich nichts beitrage, nichts erkläre, nichts bewege –
wer bin ich dann?
Gerade wir vielbegabten, tief denkenden Menschen haben uns oft über Wirksamkeit definiert.
Über Klarheit.
Über Tiefe.
Über Überblick.
Über Verantwortung.
Wir sind die, die sehen.
Die denken.
Die halten.
Und wenn ich das alles für einen Moment ablege, taucht zuerst Leere auf.
Nicht Ruhe.
Leere.
Und mit ihr Stimmen:
„Ohne Aufgabe bist du nichts Besonderes.“
„Du verlierst an Wert.“
„Du wirst irrelevant.“
Das sind keine lauten Gedanken.
Eher alte, eingeübte Muster.
Und darunter liegt etwas Zartes.
Ein Mensch, der nicht gebraucht werden muss, um zu sein.
Ein Mensch, der atmet. Der fühlt. Der einfach da ist.
Vielleicht ist das die eigentliche Herausforderung: nicht ständig Bedeutung zu erzeugen –sondern den eigenen Wert nicht mehr davon abhängig zu machen.
Vielleicht ist die Frage nicht: „Was bewirke ich?“
Sondern: „Bin ich bereit, auch ohne Wirkung zu existieren?“
Was taucht in dir auf, wenn du dir erlaubst, heute nichts leisten zu müssen?
Mit ganz viel Herz fuer dich .... Petra