Diese Frage hat mich lange begleitet.
Nicht laut. Eher im Hintergrund.
Sie tauchte auf in Gesprächen, in Momenten, in denen alles stimmig wirkte –klar, souverän, professionell –und ich mich trotzdem nicht wirklich wohlfühlte.
Irgendwann hat sich die Frage verschoben. Fast unmerklich.
Nicht mehr: Bin ich sicher, wenn ich mich zeige?
Sondern: Was kostet es mich, mich nicht zu zeigen –obwohl ich es längst könnte?
Heute spüre ich genauer hin.
Ich achte auf die Zeichen meines Körpers. Wo wird es eng, wo wird es weit?
Mich wirklich zu zeigen fühlt sich nicht immer stark an.
Es fühlt sich eher nackt an. Verletzlich.
Und manchmal einsam.
Vielleicht liegt genau darin etwas, das ich lange mit Stärke verwechselt habe:
alles im Griff zu haben und nicht zu zeigen, wie sehr mich etwas berührt.