Versicherung gegen sexuellen Missbrauch für die Kirchen
Inhalt dieser Veröffentlichung: 1. Versicherung gegen sexuellen Missbrauch: Eine maßgeschneiderte Police für die katholische Kirche. 2. Vergleiche zwischen Diözesen und Opfern sexuellen Missbrauchs 3. Bericht: Versicherer protestantischer Kirchen bearbeiten jährlich 260 Fälle sexuellen Missbrauchs 4. USA bittet das Gericht, die Klage wegen Missbrauchs, die den Papst (Ratzinger) nennt, abzuweisen ------- 1. Versicherung gegen sexuellen Missbrauch Eine maßgeschneiderte Police für die katholische Kirche. Von Michelle Tsai. Veröffentlicht am Montag, 16. Juli 2007, um 18:43 Uhr ET (Es kann sein, dass einige Links nicht mehr funktionieren!) Am Wochenende erklärte sich die Erzdiözese Los Angeles bereit, 660 Millionen Dollar zu zahlen, um Klagen von Hunderten von Opfern sexuellen Missbrauchs beizulegen. Etwa 250 Millionen Dollar werden aus dem Bankkonto der Diözese stammen, 60 Millionen Dollar von anderen Orden und weitere 123 Millionen Dollar aus Rechtsstreitigkeiten mit Orden, die sich gegen den Vergleich entschieden haben. Die restlichen 227 Millionen Dollar werden von Versicherungsgesellschaften bezahlt. Moment mal – können Kirchen eine Versicherung gegen sexuellen Missbrauch abschließen? Ja. Wie jedes Unternehmen schließen auch Kirchen, Synagogen und andere religiöse Organisationen Versicherungen ab, um sich vor Klagen wie Diskriminierungsklagen oder Fahrlässigkeitsvorwürfen gegen Amtsträger zu schützen. Seit dem Anstieg der Klagen wegen sexuellen Missbrauchs Mitte der 1980er Jahre haben Kirchen auch die Möglichkeit, zusätzliche Haftpflichtversicherungen für Schäden im Zusammenhang mit sexuellem Fehlverhalten abzuschließen. Diese Policen sind nicht billig und schützen größtenteils nur die Institutionen. Die Versicherer übernehmen die Rechtsverteidigung der beschuldigten Personen, aber die Unterstützung ist begrenzt: Die Täter sind auf sich allein gestellt, wenn sie für schuldig befunden werden oder sich für einen außergerichtlichen Vergleich entscheiden.