𝗧𝗔𝗚 1️⃣ - 𝗦𝗲𝗹𝗯𝘀𝘁𝗯𝗲𝘀𝘁𝗶𝗺𝗺𝘂𝗻𝗴 𝗶𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗗𝗲𝗺𝗲𝗻𝘇
Heute beginnt das DEMENZ IST ANDERS Onlinesymposium und ich freue mich riesig darauf! 𝗗𝗜𝗘 𝗔𝗞𝗧𝗨𝗘𝗟𝗟𝗘𝗡 𝗩𝗜𝗗𝗘𝗢𝗦 𝗗𝗘𝗦 𝗧𝗔𝗚𝗘𝗦 𝗙𝗜𝗡𝗗𝗘𝗦𝗧 𝗗𝗨 𝗪𝗔̈𝗛𝗥𝗘𝗡𝗗 𝗗𝗘𝗥 𝗔𝗨𝗦𝗦𝗧𝗥𝗔𝗛𝗟𝗨𝗡𝗚 𝗜𝗡 𝗗𝗘𝗠 𝗝𝗘𝗪𝗘𝗜𝗟𝗜𝗚𝗘𝗡 𝗣𝗢𝗦𝗧 𝗦𝗢𝗪𝗜𝗘 𝗜𝗠 𝗖𝗟𝗔𝗦𝗦𝗥𝗢𝗢𝗠. Den Auftakt am ersten Tag macht 𝗠𝗶𝗰𝗵𝗮𝗲𝗹 𝗦𝗰𝗵𝗺𝗶𝗲𝗱𝗲𝗿. 40 Jahre Demenzpflege, davon über 30 als Leiter des Pflegeheims Sonnweid – und bis heute einer der unbequemsten Denker in diesem Feld. Im Interview spricht er darüber, was Würde wirklich bedeutet: nicht als schönes Wort, sondern als unverlierbares Menschenrecht, das auch dann gilt, wenn jemand seinen Namen nicht mehr kennt. Er erzählt, wie er eine Verwahranstalt in eine der innovativsten Demenzeinrichtungen der Welt verwandelt hat – und warum er trotzdem noch immer „Sand ins Getriebe" wirft. Ehrlich, provokant und zutiefst menschlich. 𝗗𝗿. 𝗦𝘁𝗲𝗽𝗵𝗮𝗻 𝗞𝗼𝘀𝘁𝗿𝘇𝗲𝘄𝗮 hat mich mit einem nur auf den ersten Blick ungewöhnlich, aber letztlich sehr logischen Konzept zum Schmunzeln gebracht und ich habe innerlich gejubelt: Therapeutisches Gammeln. Keine straffen Aktivierungsprogramme, keine Tagesstruktur um der Struktur willen, sondern echte Freiheit. Im Interview erklärt er, wie seine „Gammel-Oasen" in Pflegeeinrichtungen den Einsatz von Psychopharmaka reduziert haben – und was passiert, wenn Pflegekräfte aufhören, jedes Verhalten der Demenz zuzuschreiben, und stattdessen anfangen, wirklich hinzuschauen und hinzuhören. 𝗗𝗿. 𝗠𝗶𝗰𝗵𝗮𝗲𝗹 𝗪𝘂𝗻𝗱𝗲𝗿 ist Psychologe, ausgewiesener Experte im Bereich Demenz und langjähriges Mitglied im Deutschen Ethikrat. Er stellt eine Frage, die einfach klingt und es nicht ist: Wann hört Selbstbestimmung auf? Seine Antwort: viel später, als wir meistens denken. Auch wenn jemand keine komplexen Entscheidungen mehr treffen kann – die Wahl zwischen Wärme und Kälte, zwischen Stille und Musik, ist echte Selbstbestimmung. Ein Gespräch, das die Art, wie wir über Autonomie bei Demenz denken, nachhaltig verändert. Ich bin gespannt, was diese drei Interviews bei Dir auslösen – und freue mich auf Deine Kommentare! 🎈