DURABILITY #1 - Themenreihe & Begriffe
Durability. Was ist das eigentlich und warum wird das Thema immer wichtiger? Vielleicht kennst du das. Die ersten Stunden laufen richtig gut. Puls stabil, Beine locker, Pace sauber. Doch irgendwann beginnt etwas zu kippen. Nicht plötzlich, sondern schleichend. Die Schritte werden schwerer, Downhills unrunder, die Energieversorgung schwieriger und der Energieverbrauch steigt. Manche Athleten verlieren dann massiv Leistung, andere bleiben erstaunlich stabil. Du fragst dich auch warum das so ist? Wir gehen jetzt in der Themenreihe "Durability" näher in die einzelnen Systeme und klären nicht nur was passiert und wo das Problem ist sondern auch wie du gezielt an den Schwächen arbeiten kannst! Durability = Gemeint ist damit vereinfacht gesagt die Fähigkeit, Leistungsfähigkeit trotz langer Belastung möglichst stabil aufrechtzuerhalten. Also nicht nur, wie leistungsfähig du „frisch“ bist, sondern wie wenig dein System unter Ermüdung auseinanderfällt. Und genau deshalb ist das Thema im Trailrunning und Ultra so entscheidend. Denn Rennen werden selten frisch entschieden. Viele Athleten können Intervalle laufen oder hohe Leistungen abrufen. Spannend werden aber Fragen wie: Was passiert nach drei, fünf oder zehn Stunden Belastung? Bleibt deine Technik stabil? Kannst du weiterhin Energie aufnehmen? Bleibt deine Muskulatur belastbar? Wie stark fällt deine Laufökonomie ab? Wie reagiert dein Nervensystem? Durability betrifft also nicht nur „Ausdauer“, sondern viele Körpersysteme gleichzeitig. Muskulatur, Stoffwechsel, Bewegungsapparat, Nervensystem und Fueling greifen hier ineinander und können auch im Training gesondert getriggert und betrachtet werden. Das Spannende: Durability entsteht nicht einfach nur über mehr Kilometer. Natürlich braucht es Belastungszeit. Aber entscheidend sind gezielte Reize, strukturelle Belastbarkeit, Regeneration, Energieverfügbarkeit und die Fähigkeit, unter Ermüdung effizient zu bleiben. Genau deshalb werden wir das Thema hier Schritt für Schritt auseinandernehmen. Nicht nur theoretisch, sondern immer mit Blick auf die Praxis im Trailrunning und Ultra.