Am Mittwoch um 08:37 Uhr stand der Prompt der Woche im Chat, und wenige Minuten später saßen dort Kaiser, Detektive, Philosophinnen, Programmiererinnen und ein rothaariges Mädchen mit Affe am selben Tisch. Hier ist der Prompt der Woche zum Kopieren: Nach allem, was du über mich weißt: Wer sollte in meinem persönlichen Beirat sitzen (real, historisch oder auch fiktiv)? Und welche eine Frage würde mir jede dieser Personen sofort stellen? Der Prompt entfaltet seine Kraft in einer KI, die dich bereits kennt, also mit Memory, einem Projekt oder deinem Profil im Hintergrund. Marita hat ihn in drei verschiedenen KIs ausprobiert und drei völlig unterschiedliche Beiräte bekommen. Das Experiment lohnt sich. Wer bei euch am Tisch saß: Pippi Langstrumpf war der heimliche Star der Runde und landete bei auffällig vielen von euch im Beirat, gern in bester Gesellschaft von Hildegard von Bingen und Pfarrer Kneipp. Seneca und Marcus Aurelius teilten sich die Plätze der Stoiker, Peter Drucker brachte den Fokus mit, und Columbo hatte wie gewohnt noch eine letzte Frage. Momo und Beppo Straßenkehrer erinnerten an Zeit und Geduld. Viktor Frankl, Astrid Lindgren, Marie Curie, Richard Feynman und Sherlock Holmes tauchten mehrfach auf, dazu Ada Lovelace, Grace Hopper, Joseph Weizenbaum, Wolf Schneider, David Bowie und der kleine Prinz. Mein Lieblings-Ehrenmitglied stammt aus Julias Beirat. Wachtel Bertha kommt mit einem einzigen Wort aus und stellt damit vielleicht die wichtigste Frage von allen, nämlich „Pause?” Ein Platz war in so vielen Beiräten besetzt, dass er eine eigene Erwähnung verdient, und das ist euer älteres Ich. Bei Sascha und Christoph sitzt es mit 75 am Tisch, bei Julia mit 70, bei Beate mit 87 und bei Ulrike im Jahr 2036. Wolfgang hat dazu ein Bild geteilt, das mich seitdem begleitet. Es gibt zwei Menschen, die du wirklich glücklich machen darfst, dein 8-jähriges Ich, das prüft, ob deine Träume noch passen, und dein 80-jähriges Ich, das dir sagt, ob du angekommen bist.