Mercedes bricht ein: Gewinn fast halbiert – fatal: Jetzt sollen die Autos billiger werden
Premium lebt von Preis-Power. Wenn die kippt, kippt die Marge. Genau das sehen wir gerade – mit Ansage für 2026.
Mercedes: Gewinn fast halbiert – und jetzt sollen die Autos billiger werden. Was Unternehmer daraus lernen.
Mercedes steht für Premium, Preismacht, Marge. Und genau deshalb sind die neuen Zahlen ein Signal – nicht nur für Autokäufer, sondern für jeden Unternehmer, der Preise, Positionierung und Profitabilität ernst nimmt.
Denn jetzt passiert etwas, das Premium-Marken normalerweise vermeiden: Mercedes soll billiger werden.
1) Was ist geschehen?
Die harten Fakten aus dem Geschäftsjahr 2025:
  • Konzernergebnis (Netto-Gewinn): 5,3 Mrd. € – minus 49% gegenüber dem Vorjahr
  • Umsatz: 132,2 Mrd. € – minus 9%
  • EBIT: 5,82 Mrd. € – minus 57%
  • „Autos-Marge“ (Cars Return on Sales adjusted): 5,0% (Vorjahr 8,1%)
Und der Satz, der hängen bleibt:„Nun sollen die Autos billiger werden.“
2) Warum ist das so brisant?
Premium funktioniert betriebswirtschaftlich wie ein „Schutzschild“:
  • hoher Preis
  • starke Marke
  • hoher Deckungsbeitrag pro Stück
  • relativ weniger Druck über Volumen
Wenn aber der Markt in einen Preiskampf kippt, passiert das Gefährliche:Sie verlieren gleichzeitig an Volumen und an Preis/Marge.
Und genau das beschreibt Mercedes selbst in den Ursachen: niedrigere Stückzahlen (insbesondere China), negativer Preiseffekt („net pricing“), Zölle und Wechselkurse.
3) Erklärung im Detail (unternehmerisch verständlich)
3.1 Der eigentliche Killer: „Net Pricing“ (Preiseffekt)
Wenn ein Konzern sagt „negative net pricing“, heißt das praktisch:
  • mehr Nachlässe / Rabatte
  • schlechterer Mix (mehr günstigere Modelle, weniger hochmargige Konfigurationen)
  • mehr Druck durch Wettbewerber
Das ist für Premium besonders schmerzhaft, weil damit der Kernvorteil wegbricht: Preissetzungsmacht.
3.2 China & Wettbewerb: Wenn der wichtigste Markt kippt
Mercedes verweist explizit auf volumenbedingte Belastungen, besonders in China. China ist für deutsche Premiumanbieter nicht „irgendein Markt“, sondern der Markt, der jahrelang die Marge stabilisiert hat. Wenn dort der Wettbewerb Preis und Nachfrage drückt, spürt man das sofort im Ergebnis.
3.3 Externe Bremsen: Zölle, Wechselkurse
Zölle und Währungseffekte sind klassische Ergebnisbremsen für global operierende Unternehmen:Sie drücken Marge, ohne dass Sie intern „schlechter gearbeitet“ haben – aber Sie müssen trotzdem liefern.
3.4 Der Gegenhebel: Kostenprogramm
Mercedes nennt Kosteneinsparungen mit positivem EBIT-Beitrag von über 3,5 Mrd. € in 2025 (Cars).Das ist die typische Reaktion, wenn der Markt Preis nimmt: Kosten runter, Prozesse straffer, Organisation schneller.
4) Was kommt als Nächstes? (Ausblick 2026 – ohne Spekulation)
Mercedes gibt für 2026 eine klare Ergebnis-Spanne:
  • Cars Return on Sales adjusted: 3% bis 5%
  • Vans: 8% bis 10%
  • Financial Services RoE: 10% bis 12%
  • Zusätzlich: Group EBIT deutlich über Vorjahr, Free Cash Flow leicht darunter
Übersetzt:Mercedes erwartet kurzfristig keine schnelle Rückkehr zu alten Premium-Margen – sondern ein Jahr, in dem man sich mit 3–5% im Pkw-Geschäft behaupten muss.
Das passt exakt zur Botschaft „Autos billiger“: Wenn Preis wieder ein Wettbewerbshebel wird, ist die Marge erstmal unter Druck.
Unternehmer-Lektion – mit Kunden-Profit-Strategie (5x5 statt Rabatt-Weisheiten)
Der Satz „Mercedes wird billiger“ zeigt eine typische Abwärtsspirale, die ich seit Jahrzehnten in Unternehmen sehe:
Sobald der Kunden-Profit unklar ist, gewinnt der Preis.Und sobald der Preis gewinnt, verliert Ihre Positionierung.
1) Warum „billiger“ Positionierung entwertet
Premium lebt nicht von „Image“, sondern von messbarem Kunden-Profit:Der Ideal-Kunde muss spontan sagen können: „Dafür zahle ich, weil es mir konkret X bringt.“
Wenn dieser Nutzen in der Wahrnehmung nicht hart genug ist, wird Premium zur Behauptung – und der Wettbewerb zieht Sie in den Preisvergleich.
Dann passiert zuverlässig Folgendes:
  • Unklare Ideal-Kunden → Sie sprechen „alle“ an.
  • Schwammiger Kunden-Profit → der Kunde erkennt keinen klaren Unterschied.
  • Ergebnis: Rabatte werden zur Brücke, um trotzdem zu verkaufen.
  • Rabatte entwerten das, wofür Premium bezahlt wird: Sicherheit, Überlegenheit, Vertrauen, Status – plus belegbare Vorteile.
2) Was das in der Kunden-Profit-Strategie bedeutet (5x5-Logik)
Ihre 5x5-Kunden-Profit-Strategie setzt nicht am Symptom „Preis“ an, sondern an der Ursache.
(a) Ideal-Kunden scharf ziehen (statt „Marktanteil um jeden Preis“)
Nicht: „Wir verkaufen an alle, die kaufen könnten.“
Sondern: „Wir verkaufen an die Kunden, bei denen unser Nutzen überproportional wirkt – und deshalb bezahlt wird.“
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Wenn Sie sich gerade im Preisvergleich wiederfinden oder Ihre Marge unter Druck steht: Buchen Sie einen kostenlosen Telefontermin. Ich zeige Ihnen in kurzer Zeit, wie Sie Ihren Ideal-Kunden scharf definieren und den Kunden-Profit so konkret machen, dass Preisverhandlungen aufhören – und Gewinne wieder planbar werden.
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2 comments
Horst D. Deckert
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Mercedes bricht ein: Gewinn fast halbiert – fatal: Jetzt sollen die Autos billiger werden
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