Vom Traum zur Wirklichkeit "mein erstes Match im Flow"
Was als 1. Turnier des Jahres und damit als erste Standortbestimmung für die neue Saison 2026 geplant war, hat sich zum Match " vom Traum zur Wirklichkeit " entwickelt.
Die Ausgangssituation war wie folgt:
Turnier Kategorie S3 DTB, angemeldet hatte ich mich topfit vor ca. 3 Wochen , dann kam am 27.12.25 eine Rippenprellung beim Bouldern mit meinem Sohn und am 30.12.2025 eine Erkältung um die Ecke und an Tennisspielen war erst mal nicht zu denken... Heilpraktikerbesuch und Hausmittel haben mich bis zum Mittwoch diese Woche wieder fit gemacht, sodass ich mir meine Turnier- Auslosung doch anschaute und mich entschloss zum Turnier am Freitag anzureisen.
Gegner war die bisher größte Herausforderung in meiner Tenniskarriere:
Peter S., 1966, gerade in die Herren 60 gekommen, aktuell die Nr. 58 der deutschen Randliste bei den Herren 55 und LK 4,7.....Gegen einen Spieler mit einer so niedrigen LK hatte ich bisher noch nie gespielt.
Ich war neugierig..kann ich gegen einen so erfahrenen Spieler bestehen ? ist das Match in der Halle mit Teppichbelag nach 60 Minuten beendet oder kann ich mithalten? wie gut kann ich spielen nach 2 Wochen Zwangspause ?
Am Freitag um 14:00 Uhr ging es pünktlich los. Ich hatte mich sorgfältig aufgewärmt und freute mich endlich wieder auf dem Platz zu stehen; große Vorfreude und eine gewisse Leichtigkeit durchströmte mich.
Stefan zog sich seine Knieschützer an und los gings.
Beim Einschlagen kam kein richtiger Rhythmus zu stande , denn seine Schläge waren mir zu schnell und meine Schläge waren ihm sichtbar zu langsam, er hatte Timingprobleme und ich wegen dem hohen Tempo seiner Grundschläge auch.. es kam also darauf an, wer sich im Match schneller anpassen kann.
Seine Rückhand, sein Volley, sein Schmetterball und sein Aufschlag ganz klar besser als meine Waffen.. bei der Vorhand aufgrund des massiven Training meinerseits in 2025 gefühlt Gleichstand der Waffe.
Er gewinnt die Wahl und wählt natürlich Aufschlag und ich freue mich auf das was kommt.
Mein Matchplan: Risikopyramide Stufe 1 und 2 , seine etwas schwächere Rückhand vermehrt anspielen und da er Gas gibt, erst mal auf Konstanz setzen, Tempo rausnehmen, gute Quote 1. Aufschläge und Returns.
  1. Spiel und schon gelingt mit ein Break, besser kann es ja nicht losgehen, Stefan hat Probleme mit meiner langsamen und zum Teil zu kurzen Rückhand und sein Timing ist schlecht... er schenkt mir reihenweise leichte Punkte
  2. Spiel ich halte meine Aufschlag und es steht 2:0
  3. Spiel Stefan gewöhnt sich an meine Bälle und es wird schwieriger für mich zu punkten 2:1
  4. ich halte den Aufschlag mit guter Quote 1. Aufschläge und spüre immer noch die Leichtigkeit und Freude von Beginn an.. kein Druck .. keine Gedanken an den Spielstand.. ich versuche jeden einzelnen Punkt so gut wie möglich zu spielen.. gute Treffpunkte machen.. mich zwischen den Ballwechseln entspannen und zum Start des Punktes wieder hochfahren um bereit zu sein für den nächsten Schlagabtausch, ich halte mein Aufschlagschlagspiel, weil der Aufschlag an diesem Tag meine Stärke bleiben sollte, es geht 3:1 und der Turnierdirektor, der als einziger unsere Partie verfolgt, schaut etwas irritiert.
  5. Im 5. Spiel kippt das Spiel in Stefans Richtung, er spielt sicherer und zieht das Tempo an beim Aufschlag ,beim Return und bei jeder Vorhand.. es wird mir zu schnell und ich liege nach 4 Spielverlusten in Folge 3:5 hinten. Ich kann ihn zum 4:5 tatsächlich breaken und bin wieder im Rennen. Ich halte meinen Aufschlag und es steht 5:5 Es legt wieder vor auf 6:5, in diesem Spiel reißt mir die Saite auf meinem top besaiteten Headschläger und weil ich die letzten 2 Wochen abgelenkt war, fehlt mein 2. Head-Schläger, der noch beim Bespanner ist und ich spiele mit einem Babolat Schläger weiter, mit dem ich bis Mitte 2025 gespielt habe... und da ich ja locker und im Flow bin bringe ich nach Abwehr von 2 Satzbällen bei 15:40 das Spiel tatsächlich mit dem mäßig bespannten Babolat nach Hause und es steht 6:6, der Tiebreak muss über den ersten Satz entscheiden und hier zeigt Stefan seine Klasse. Er spielt Prozenttennis, serviert Aufschläge auf den Körper retourniert durch die Mitte, macht die nächsten 9 Punkte nur 2 Fehler ud gewinnt den Tiebreak 7:2, ich lerne daraus, dass es im Tiebreak nochmal viel wichtiger ist , keine leichten Fehler zu machen und schieße meine Vorhand 3x knapp seitlich ins Aus und verliere mit Fehlern auf meiner starken VH Seite doch den 1. Satz...wie es dann weiter ging, berichte ich morgen in Teil 2" Vom Traum zur Wirklichkeit"
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Reiner Tibo
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Vom Traum zur Wirklichkeit "mein erstes Match im Flow"
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Nicht der Stärkste gewinnt, sondern der mit der besseren Taktik. Lerne, Matches mental und strategisch zu dominieren.
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