Burnout ist kein Frauenthema – aber Überlastung trifft Frauen oft früher!
In Gesprächen begegnet mir immer wieder ein ähnliches Muster – besonders bei Frauen in Übergangsphasen, aber durchaus auch bei Männern mit hoher Verantwortung:
„Ich schlafe durch – und bin trotzdem nicht erholt.“
Medizinisch oft unauffällig. Und doch zeigen sich:
- reduzierte Konzentration
- höhere Reizbarkeit
- geringere Stressresistenz
- Verdauungsreaktionen
- das Gefühl, innerlich permanent „unter Spannung“ zu stehen
Gerade in Phasen mit hoher Verantwortung verstärken sich diese Prozesse:
- berufliche Neuorientierung
- Führungsverantwortung
- familiäre Umbrüche
- hormonelle Veränderungen
Was häufig unterschätzt wird:
Ein dauerhaft aktiviertes Nervensystem beeinträchtigt die Regeneration – selbst bei ausreichender Schlafdauer.
Das Problem ist oft weniger „zu wenig Schlaf“ als fehlende Regulation.
Nicht Disziplin fehlt. Sondern parasympathische Aktivierung: Du bringst dein Nervensystem bewusst in einen Zustand,in dem echte Regeneration möglich ist.
Zum Beispiel durch:
- verlängerte Ausatmung
- bewusst langsames Essen
- klare Pausen
- Körperentspannung
- sichere, ruhige Umgebungen
- Reduktion von Dauerreiz (Multitasking, Bildschirm)
Bleibt aber dein Nervensystem dauerhaft aktiviert bzw. über längere Zeit bestehen, steigt das Risiko für chronische Erschöpfung, emotionale Distanzierung und im weiteren Verlauf auch für ein Burnout-Syndrom.
Und das betrifft Frauen genauso wie Männer –auch wenn Frauen in Mehrfachrollen statistisch häufiger betroffen sind.
Mich würde interessieren:
Wie reguliert ihr euer System, wenn Verantwortung hoch ist –aber Pausen nicht einfach länger werden können?