Manchmal ist das Problem in einer Beziehung nicht „zu wenig Geld“, sondern zu wenig Zugang. Die bpb beschreibt ökonomische Gewalt als eine Form von Partnergewalt, bei der finanzielle Abhängigkeit gezielt genutzt wird, um Macht und Kontrolle auszuüben. Das kann bedeuten, dass jemand daran gehindert wird, Geld zu verdienen, zu nutzen oder selbst zu verwalten – oder dass Ressourcen ausgenutzt werden, sodass Selbstständigkeit unmöglich wird.
Wie das im Alltag aussehen kann (Beispiele)
Jemand kontrolliert oder überwacht Ausgaben, versteckt Geld oder verhindert den Zugang zu Konten 🧾Jemand sabotiert Arbeit (z. B. Kinderbetreuung verweigern, Stress machen, Termine verhindern) 🕒Jemand macht Schulden auf deinen Namen, zahlt Rechnungen absichtlich nicht oder zerstört Kreditwürdigkeit 📉
Warum das so gefährlich ist: Finanzielle Abhängigkeit kann es enorm erschweren, eine belastende oder gewalttätige Beziehung zu verlassen. Und oft bleibt diese Form von Gewalt unsichtbar, weil sie nach „normaler Streit über Geld“ aussieht.
Mini-Impuls ✅Wenn du das bei dir wiedererkennst: Du bist nicht „schlecht mit Geld“ – das ist ein strukturelles Warnsignal.
Schreib dir 3 Dinge auf: Habe ich eigenen Kontozugang?
Kann ich frei über mein Einkommen verfügen?
Kann ich jederzeit ohne Erlaubnis Entscheidungen treffen?
Wenn du dich unsicher fühlst: Du darfst hier gern kommentieren oder mir schreiben, wenn du das Gefühl hast, gerade jemanden zum Sprechen zu brauchen. 💬