OpenAI hat still und leise ein neues Feature ausgerollt: ChatGPT Translate. Kein großes Announcement, keine Landingpage – aber funktional interessant. Was kann ChatGPT Translate? - Übersetzung in 50+ Sprachen - Automatische Spracherkennung - Ton & Stil steuerbar, z. B.: Business-formal - informale Du-Form Das Besondere: Die Übersetzung ist kein Endpunkt, sondern der Start eines Chats. Nach dem Klick auf „Translate“ öffnet sich ein normales ChatGPT-Fenster mit einem Steuerbefehl am Anfang und Ende des Texts. Ab dort kannst du direkt weiterarbeiten. Beispiel (vereinfacht): Übersetze: "DEIN TEXT" ins Deutsche: „fließend“ mit Ton: formell Danach kannst du im Chat z. B. sagen: „Bitte lockerer, Du-Form“ „Mehr Marketing-Sprache“ „Für Website-Texte optimieren“ Wo sind die Grenzen? ❌ nur Plaintext ❌ keine PDFs ❌ keine PowerPoints ❌ keine URLs Damit ist es "noch" kein DeepL-Ersatz für Dokumentenübersetzungen. Google Translate und DeepL sind hier weiterhin stärker. Wo liegt der echte Mehrwert? Nicht in der reinen Übersetzung – sondern in der Weiterverarbeitung: - Übersetzen und direkt umformulieren - Übersetzen und Zielgruppe anpassen - Übersetzen und Stil vereinheitlichen - Übersetzen und für Marketing/Website/E-Mail optimieren Das spart vor allem Zeit bei: Marketing-Texten Website-Inhalten Social-Posts interner Kommunikation Einordnung für den Arbeitsalltag 👉 DeepL bleibt stark bei Dokumenten und 1-Klick-Übersetzungen 👉 ChatGPT Translate ist stark, wenn Übersetzen nur ein Zwischenschritt ist Fazit: Noch kein DeepL-Killer – aber ein klarer Hinweis, wohin die Reise geht: Übersetzen wird Teil eines Workflows, nicht mehr das Endergebnis. Ausprobieren unter: https://chatgpt.com/translate