Warum Veränderung oft am falschen Hebel ansetzt
Ich glaube, viele Veränderungsthemen scheitern gar nicht daran, dass wir zu wenig wollen. Viele wollen wirklich. Sie denken drüber nach. Sie lesen, planen, optimieren und holen sich Impulse. Sie machen sogar richtig viel. Und trotzdem bleibt manchmal genau dieses eine Thema immer wieder auf dem Tisch. Aus meiner Sicht liegt das oft daran, dass wir am falschen Hebel ziehen. Kennst du vielleicht vom Auto. Die Motorkontrollleuchte geht an. Jetzt kann ich natürlich ein Pflaster drüberkleben und mich kurz freuen, weil ich die Lampe gerade nicht mehr sehe. Der Motor hat dadurch trotzdem noch das gleiche Thema. Und genau so machen wir das manchmal mit unseren eigenen Themen auch. Pflaster drauf. Kurz erleichtert sein. Weiterlaufen. Und ein paar Tage oder Wochen später klopft das gleiche Thema wieder an. Anderer Kontext und trotzdem gleiches Gefühl. Gestern Abend hatte ich dazu wieder eine LIVE Session und aus dem Nachgang ist dieser OnePager entstanden. Ich teile ihn hier einfach mal als Reflexionsimpuls, weil er für den einen oder anderen vielleicht ein guter Spiegel sein kann. Die Formel dahinter ist sehr einfach: WxHxL>0 W steht für: Wovon will ich wirklich weg? H steht für: Wohin will ich wirklich? L steht für: Welche Lösung passt wirklich zu mir, meiner Situation, meinen Ressourcen und meinem Umfeld? Und spannend wird es aus meiner Sicht genau dann, wenn einer dieser drei Punkte innerlich auf null steht. Dann kann ein Mensch noch so intelligent, erfahren und diszipliniert sein. Die Veränderung bleibt trotzdem zäh. Weil entweder der Schmerz fehlt. Oder die Richtung fehlt. Oder die Lösung gar nicht wirklich die eigene ist. Und dann landet man schnell bei Lösungen, die theoretisch sinnvoll klingen und praktisch innerlich gar nicht getragen werden. Ich nenne sowas gerne ein fremdes Kuckuckskind. Sieht erstmal nach Lösung aus. Gehört innerlich aber gar nicht wirklich zu dir. Der zweite spannende Punkt auf dem OnePager ist für mich die 5xWARUM Analyse.