Lektorat? Gern - aber wer bezahlt es?
Ich möchte kurz etwas teilen, weil es für meine eigene Arbeit am Manuskript gerade wirklich wichtig geworden ist.
Wer ein Buch schreibt, weiß: Ein gutes Lektorat ist unglaublich wertvoll.
Nicht nur wegen Rechtschreibung oder schöneren Sätzen, sondern vor allem wegen Logik, Figurenentwicklung, Spannung, roten Fäden, Brüchen in der Handlung, Wiederholungen und all den kleinen Stellen, die man selbst irgendwann nicht mehr sieht.
Gerade bei einem langen Manuskript wird das schwierig. Mein aktueller Roman hat fast 500 Seiten. Da den Überblick über Zeitlinien, Figurenwissen, politische Zusammenhänge, technische Plausibilität und dramaturgische Spannung zu behalten, ist eine echte Herausforderung.
Natürlich ist ein professionelles Lektorat ideal. Aber nicht jeder hat einen Verlag, der das bezahlt. Und nicht jeder kann sich ein umfassendes Privatlektorat leisten.
Genau deshalb finde ich Hermes so spannend.
Hermes ersetzt nicht den Menschen, der ein Manuskript mit Erfahrung, Gefühl und literarischem Blick liest. Aber Hermes kann eine enorme Unterstützung sein.
Man kann Kapitel gezielt prüfen lassen: auf Logikfehler, Kontinuität, unklare Figurenmotivation, Wiederholungen, Spannungsabfall, unglaubwürdige Dialoge, Zeitlinien, Sachfehler oder Stellen, die noch zu glatt oder künstlich klingen.
Was mir besonders hilft: Hermes bleibt geduldig. Ich kann Szene für Szene, Kapitel für Kapitel durchgehen. Ich kann nach konkreten Problemstellen fragen, nach besseren Formulierungen, nach Plausibilität, nach Figurenwissen oder danach, ob eine Szene emotional funktioniert.
Und ich bekomme nicht nur allgemeines Feedback, sondern konkrete Suchstellen und Änderungsvorschläge.
Für Autorinnen und Autoren, die keinen Verlag im Hintergrund haben oder sich gerade kein vollständiges Lektorat leisten können, kann das eine echte Alternative oder zumindest eine sehr starke Vorstufe zum Lektorat sein.
Mein Eindruck nach intensiver Nutzung: Wer sein Manuskript ernst nimmt, sollte so eine zusätzliche Prüfung nutzen. Nicht blind übernehmen, nicht die eigene Stimme abgeben, aber als Werkzeug, das Fehler sichtbar macht, die man allein leicht übersieht.
Für mich ist Hermes inzwischen so etwas wie ein sehr geduldiger Sparringspartner geworden: kritisch, schnell, gründlich und jederzeit bereit, noch einmal genauer hinzusehen.
Wenn ihr man Beispiele sehen wollt, schaut in das PDF-Dokument in der Anlage.
Beste Grüße
Andreas
P.S.: P.S.: Für alle, die es technisch interessiert: Hermes ist ein KI-gestützter Assistent, den man direkt im Browser oder als App nutzen kann. Man verbindet Hermes mit einer KI seiner Wahl (Chat GPT, Gemini, etc.) und schon arbeitet das Tool.
P.P.S: Hier ein Video zu Hermes, und auch wie man es installiert: https://www.youtube.com/watch?v=nLfwtNHJmb0&t=539s
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Andreas Geuss
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Lektorat? Gern - aber wer bezahlt es?
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