✅ 80% der Schmerzen haben ihre Ursache nicht am Schmerzort selbst, sondern in anderen, oft weit entfernten Körperbereichen
Warum ist das so überraschend?
Die meisten von uns haben gelernt: Wenn die Schulter schmerzt, ist das Problem in der Schulter. Wenn der Rücken weh tut, muss der Rücken behandelt werden. Die Biokinematik zeigt uns etwas völlig anderes – und das ist eine der wichtigsten Erkenntnisse für deine Schmerzfreiheit.
Das Prinzip der Muskelketten
Dein Körper funktioniert in vernetzten Muskelketten, nicht in isolierten Einzelteilen. Stell dir vor, du ziehst an einem Ende eines Seils – die Spannung entsteht überall entlang des Seils, nicht nur dort, wo du ziehst.
Ein praktisches Beispiel:
∙ Du spürst Schmerzen in der Schulter
∙ Bei der ärztlichen Untersuchung wird nichts gefunden
∙ Warum? Weil die eigentliche Ursache oft in verkürzten Muskeln im Brustbereich, in der seitlichen Rumpfmuskulatur oder sogar im Beckengürtel liegt
∙ Diese Verkürzungen ziehen an der gesamten Muskelkette – und am Ende dieser Kette meldet sich dann deine Schulter mit Schmerz
Die körperliche UND emotionale Dimension
Und hier wird es noch spannender: An den Orten, wo die eigentliche Ursache liegt, verändert sich nicht nur die körperliche Symmetrie und Muskelspannung. Auch deine emotionale und seelische Verfassung spielt eine entscheidende Rolle. Stress, alte Verletzungen, unterdrückte Gefühle – all das manifestiert sich in bestimmten Körperbereichen als Spannung und Verkürzung.
Dein Körper speichert sozusagen deine Lebensgeschichte in seinen Muskeln.
Was bedeutet das für dich?
1. Hör auf, nur den Schmerzort zu behandeln – Wenn du immer nur dort arbeitest, wo es wehtut, behandelst du in 80% der Fälle das falsche Ende der Kette
2. Verstehe Schmerz als Sprache – Dein Körper sagt dir nicht “hier ist kaputt”, sondern “hier kommt die Spannung an”
3. Denke in Muskelketten – Lerne die Zusammenhänge zu verstehen, dann findest du die wahren Ursachen
4. Beziehe das Emotionale mit ein – Körper und Seele sind untrennbar verbunden. Wahre Heilung berücksichtigt diese und weitere Ebenen
Aus unserer Woche: Praktische Anwendung
In unseren “Praxis & Kaffee”-Sessions haben wir genau diese Zusammenhänge besprochen:
Bei Schulterschmerzen fragst du:
∙ Wo sind die Brustmuskeln verkürzt?
∙ Wie ist die Beweglichkeit der seitlichen Rumpfmuskulatur?
∙ Gibt es Einschränkungen im Beckengürtel?
Bei Rückenschmerzen schaust du:
∙ Wie ist die Spannung in der Gesäßmuskulatur?
∙ Sind die Beinbeuger verkürzt?
∙ Wie sieht die Beweglichkeit der Hüfte aus?
Der sanfte Weg der Biokinematik
Walter Packi hat verstanden: Wenn du die verkürzten Muskeln am Ursprung der Kette sanft stimulierst, reguliert sich die Spannung – und der Schmerz verschwindet oft wie von selbst.
Deshalb arbeiten wir mit sanfter Berührung statt Druck, mit Verständnis der Zusammenhänge statt Symptombekämpfung.
💡 Dein nächster Schritt:
Wenn du diese Zusammenhänge tiefer verstehen und systematisch für deine Schmerzfreiheit nutzen möchtest, bist du herzlich zu unserer nächsten “Praxis & Kaffee”-Session eingeladen – jeden Mittwoch, 8:30 Uhr.
🔍 Medizinischer Hinweis:
Diese Informationen dienen der Bildung und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden oder starken Schmerzen konsultiere bitte einen Arzt oder Therapeuten.
Hast du die 80%-Regel schon an dir selbst beobachtet? Teile deine Erfahrungen gerne in den Kommentaren! 👇